• 27.07.2021
      21:45 Uhr
      Leben ohne Erinnerung Deutschland 2018 | tagesschau24
       

      Eine Massenkarambolage auf der Autobahn. Der damals 31-jährige Daniel wird schwer verletzt. Die Diagnose: schweres Schädel-Hirn-Trauma. Sein Hippocampus - die Gehirnregion, die wesentlichen Anteil am Lang- und Kurzzeitgedächtnis hat - wurde nachhaltig geschädigt. Sein Gehirn kann keine neuen Informationen abspeichern. Daniel wird sich von nun an in einem Leben ohne Erinnerungen zurechtfinden müssen. Dieser Dokumentarfilm zeigt, wie ein Leben ohne Erinnerung möglich ist, wie Daniel sich mit Hilfsmitteln und Strategien in seinem neuen Leben zurechtfindet und trotzdem versucht, das Leben im Moment zu genießen.

      Dienstag, 27.07.21
      21:45 - 22:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Eine Massenkarambolage auf der Autobahn. Der damals 31-jährige Daniel wird schwer verletzt. Die Diagnose: schweres Schädel-Hirn-Trauma. Sein Hippocampus - die Gehirnregion, die wesentlichen Anteil am Lang- und Kurzzeitgedächtnis hat - wurde nachhaltig geschädigt. Sein Gehirn kann keine neuen Informationen abspeichern. Daniel wird sich von nun an in einem Leben ohne Erinnerungen zurechtfinden müssen. Dieser Dokumentarfilm zeigt, wie ein Leben ohne Erinnerung möglich ist, wie Daniel sich mit Hilfsmitteln und Strategien in seinem neuen Leben zurechtfindet und trotzdem versucht, das Leben im Moment zu genießen.

       

      2015 erleidet der damals 31-jährige Daniel aus Bremen bei einem Autounfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Sein Hippocampus - zuständig für Lang- und Kurzzeitgedächtnis - wird nachhaltig geschädigt. Sein Gehirn kann keine neuen Informationen speichern. Daniel muss sich in einem Leben ohne Erinnerungen zurechtfinden.
      Der Radio-Bremen-Film von Nadine Niemann und Mechtild Lehning hat Daniel zwei Jahre lang in seinem Alltag beobachtet, zu Therapien, Vorträgen und Ehrenämtern begleitet. Entstanden ist das Porträt eines Mannes, der mit viel Lebensmut seine oft ausweglos erscheinende Situation meistert.

      Als Daniel damals nach seinem Unfall aus dem künstlichen Koma erwacht, ist er orientierungslos und motorisch eingeschränkt. Nach monatelangen Behandlungen in verschiedenen Rehabilitationszentren kann er wieder gehen und sprechen. Er erkennt seine Familie und Freunde und stückweise kehren Erinnerungen an sein altes Leben zurück. Doch er weiß nicht, was gestern war. Seit dem Unfall kann sein Gehirn neue Informationen selten länger als 24 Stunden abspeichern - eine "Anterograde Amnesie" bleibt zurück. Sein neues Leben beginnt also immer wieder aufs Neue. Gedächtnislücken machen auch profanste Dinge zur Bewährungsprobe. Eine ganz besondere Herausforderung stellt sich, als Daniel eine Beziehung eingeht und eine Familie gründet.
      Daniels Schicksal weist über seine Person hinaus. Der Dokumentarfilm zeigt ein ungewöhnliches Schicksal, das schon im Alltag große Fragen des Lebens aufwirft. Was bedeuten Erinnerungen für unser Leben? Welche Funktion haben geteilte Erfahrungen im Zusammenleben? Wodurch entsteht Vertrautheit? Und wie wichtig ist sie für die Liebe? Und schließlich: Was kann man von Daniel lernen?

      Film von Nadine Niemann und Mechtild Lehning

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      Dienstag, 27.07.21
      21:45 - 22:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 19.09.2021