• 18.06.2021
      16:15 Uhr
      Gut zu wissen Rettung für die Kastanie | Roboter im Pflegeheim | Hightech am Berg | ARD-alpha
       

      Ein Biergarten ohne Kastienbaum ist kaum vorstellbar. Doch Miniermotte, Bakterien und der Klimawandel haben den Bäumen in den vergangenen Jahren stark zugesetzt. Dieses Jahr ist das anders. Warum das so ist und mehr zu den Gefahren für die Bäume. Weitere Themen:

      • Hightech am Berg
      • Roboter im Pflegeheim

      Freitag, 18.06.21
      16:15 - 16:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Ein Biergarten ohne Kastienbaum ist kaum vorstellbar. Doch Miniermotte, Bakterien und der Klimawandel haben den Bäumen in den vergangenen Jahren stark zugesetzt. Dieses Jahr ist das anders. Warum das so ist und mehr zu den Gefahren für die Bäume. Weitere Themen:

      • Hightech am Berg
      • Roboter im Pflegeheim

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Willi Weitzel
      • Rettung für die Kastanie

      In den vergangenen Jahren hieß es immer wieder: Den Kastanienbäumen geht es schlecht. Doch dieses Jahr scheinen sie endlos zu blühen. Laut Experten wie Klaus Körber, Leiter des Sachgebiets Obstbau und Baumschule an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim, liegt das an dem in diesem Jahr ungewöhnlich kalten und verregneten Monat Mai. Von einer langfristigen Erholung der Bäume kann allerdings keine Rede sein. Denn nach wie vor sind die besonders in Biergärten beliebten schattenspendenden Kastanienbäume zahlreichen Gefahren ausgesetzt.

      Der Mai 2021 war kalt und verregnet wie lange nicht mehr. Gut für Kastanienbäume. Denn je mehr Wasser die Bäume bekommen, umso mehr treiben sie aus. Viele grüne Blätter können bei feuchter Witterung viel Photosynthese betreiben, bei der sie unter anderem Kohlenstoffdioxid und Wasser in Zucker umwandeln. Und viel Zucker heißt für die Bäume viel Wachstumsenergie - Wachstumsenergie für viele Blüten. Genau diese extra Portion Energie lässt die Kastaniernbäume dieses Jahr stärker blühen als in den vergangenen Jahren.

      Neben der Blütenpracht haben die niedrigen Temperaturen und die feuchte Witterung für die Kastanienbäume einen weiteren Vorteil: Mit vollen Energiespeichern ist besonders die weiße Kastanie, auch als Gewöhnliche Rosskastanie bekannt, gut gewappnet gegen die Miniermotte - ein Falter, der ursprünglich aus dem Balkan stammt und erst vor 30 Jahren nach Bayern eingewandert ist. Das Insekt ist für Kastanienbäume eine Gefahr, denn sobald es warm wird, legen die Tierchen ihre Eier in die Blätter der Bäume. Die geschlüpften Raupen fressen sich dann durch die Blätter der Kastanienbäume, wodurch sich die Blätter braun verfärben und später abfallen.

      Bei kühleren Temperaturen, wie im Mai 2021, "wird das Ganze ein bisschen zurückgehalten", wie Experte Körber von der LWG sagt. Statt drei Generationen produziert die Miniermotte dieses Jahr vielleicht nur zwei, hofft er. Und das würde den Kastanienbäumen nach Ansicht Körbers extrem helfen.

      Ein weiterer Hoffnungsschimmer für die Kastanienbäume ist das Auftreten von natürlichen Feinden der Miniermotte. Jahrelang hatte das eingewanderte, gefräßige Insekt, das den Kastanienbäumen so schadet, keine natürlichen Fressfeinde. Inzwischen haben Meisen die Raupen aber als Futter entdeckt. Und seit einiger Zeit legen Schlupfwespen ihre Eier in die Raupen.

      • Hightech am Berg

      Materialwissenschaften spielen beim Extrem-Bergsteigen eine immer wichtigere Rolle. Erkenntnisse aus dieser Wissensdisziplin helfen auch in der Notfallmedizin oder bei der Erforschung des Klimawandels.

      Aktuelles Wissen, Unterhaltung und Spannung garantiert: "Gut zu wissen" will informieren und begeistern. Die Themen der Sendungen bieten Service und Alltagsrelevanz. Sie vermitteln den Hintergrund für aktuelle und auch kontroverse Themen.

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