• 25.06.2021
      02:40 Uhr
      artour Das Kulturmagazin des MDR | MDR FERNSEHEN
       

      Themen u.a.:

      • Der Fall Werner Teske - Die letzte Hinrichtung in der DDR
      • "Gefangen im Netz"
      • Gefangen im Lockdown - Gewalt gegen Kinder
      • "Fräulein Schmetterling" - Der wohl letzte verbotene DEFA-Film erblickt nach über 55 Jahren das Licht der Öffentlichkeit.
      • Kulturkalender

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 25.06.21
      02:40 - 03:10 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 02:35

      Themen u.a.:

      • Der Fall Werner Teske - Die letzte Hinrichtung in der DDR
      • "Gefangen im Netz"
      • Gefangen im Lockdown - Gewalt gegen Kinder
      • "Fräulein Schmetterling" - Der wohl letzte verbotene DEFA-Film erblickt nach über 55 Jahren das Licht der Öffentlichkeit.
      • Kulturkalender

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Evelyn Fischer
      • Der Fall Werner Teske - Die letzte Hinrichtung in der DDR

      Am 26. Juni 1981 wurde in Leipzig das letzte Todesurteil in der DDR vollstreckt. Das Opfer: Werner Teske, ein Offizier der Hauptverwaltung Aufklärung im Ministerium für Staatssicherheit. Der 39-Jährige war der Spionage und Fahnenflucht in besonders schwerem Fall für schuldig befunden, zum Tode verurteilt und trotz Gnadengesuch an Erich Honecker durch Genickschuss hingerichtet worden. Auch nach damaligem DDR-Recht war dies ein schwerer Rechtsbruch - denn Teske war wegen "vollendeter Spionage in besonders schwerem Fall" verurteilt, obwohl er zwar geheime Stasi-Dokumente zu Hause gesammelt, sie aber nie in den Westen zum "Klassengegner" gebracht hatte.
      40 Jahre danach wird der Fall dieses Werner Teske, der zum Opfer des eigenen Apparates wurde, aus zwei Perspektiven neu beleuchtet: Zum einen im Spielfilm "Nahschuss" mit Lars Eidinger in der Hauptrolle, zum anderen in dem Sachbuch "Der Nahschuss - Leben und Hinrichtung des Stasi-Offiziers Werner Teske" von Gunter Lange. "artour" zeigt erste Bilder aus dem Film und erzählt die wahre Geschichte dahinter: Von einem Mann, der an sich und dem System verzweifelte und so für die Stasi zum "Verräter" wurde.

      • "Gefangen im Netz"

      "Warum sollte es mich stören, dass du erst zwölf bist?" - das sagt einer der Männer in dem Dokumentarfilm-Experiment "Gefangen im Netz". Darin geben sich drei Schauspielerinnen in Chatforen als Zwölfjährige aus. Der Film dokumentiert, wie skrupellos und systematisch ältere Männer im Internet versuchen, Kindesmissbrauch vorzubereiten und zu begehen. "Gefangen im Netz" ist nicht nur der meistgesehene Dokumentarfilm Tschechiens - er ist auch ein Film, der mit bisher zwei Dutzend Ermittlungsverfahren das größte juristische Nachspiel hat.

      • Gefangen im Lockdown - Gewalt gegen Kinder

      Ein Beitrag über die steigende Zahl von sexualisierter Gewalt gegen Kinder während des Corona-Lockdowns. Heiko Höttermann von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz in Thüringen spricht über die Überforderung von Eltern und Erziehern im Umgang mit Kindesmissbrauch im Netz. Der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Missbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, fordert mehr Engagement aller Bundesländer im Kampf gegen Kinderpornographie.

      • "Fräulein Schmetterling" - Der wohl letzte verbotene DEFA-Film erblickt nach über 55 Jahren das Licht der Öffentlichkeit.

      Christa und Gerhard Wolf schrieben mit dem DEFA-Regisseur Kurt Barthel die Geschichte von "Fräulein Schmetterling". Sie beginnt in einer alten, verfallenen Straße in Berlin, die es bald nicht mehr geben wird. Abriss. Der Sozialismus sollte schöner werden. Die Geschichte ist für die DEFA ein Experiment. Es soll ein Gegenwartsmärchen werden, welches erzählt, dass jeder seinen eigenen Weg im Leben finden kann, wenn, ja wenn - man ihm Zeit lässt. Doch 1965 war dafür keine Zeit. Der Sozialismus wollte erziehen, und das schnell.
      Der Film wird nie fertig gestellt, das Verbot kommt schon nach den Dreharbeiten und noch vor dem Schnitt. Die Fertigstellung wird im Zusammenhang mit dem berüchtigten 11. Plenum untersagt, und das Filmmaterial verschwindet im berühmten DEFA-Keller. Jetzt ist er doch noch fertiggestellt worden, die DVD erschien Anfang Mai und die Welt-Uraufführung ist am 26.6.2021 im MDR-Fernsehen, ab 24.6. soll der Film schon in der Mediathek zu sehen sein.
      Entstanden ist eine poetische "Parabel über den Ausbruch aus Enge und Normalität, über den Traum vom Glück". Der Beitrag wird den Film vorstellen und die Geschichte seiner Entstehung und seines Verbotes erzählen. Die Geschichte der Rekonstruktion des Filmes erzählt der Filmhistoriker Ralf Schenk. Er hat Monate am Schnittplatz an der Rekonstruktion mitgearbeitet.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 05.08.2021