• 21.06.2021
      05:00 Uhr
      Martha Argerich spielt Prokofjew Klavierkonzert Nr. 3 | arte
       

      Das Orchestre Philharmonique de Radio France hat heute eine Legende Gast: die große Pianistin Martha Argerich. Unter der Leitung von Myung-Whun Chung übernimmt sie den Solopart des Klavierkonzerts Nr. 3. Prokofjews Werk hat Martha Argerich in ihrer langen Karriere stets begleitet und ihre Interpretation des Klavierkonzerts Nr. 3 an der Seite von Claudio Abbado 1967 hat Referenzstatus. Auf dem Spielplan steht ein weiterer Klassiker des "Volkskünstlers der Sowjetunion" und musikalischen Bilderstürmers, die Suite aus dem Ballett "Romeo und Julia".

      Montag, 21.06.21
      05:00 - 06:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Das Orchestre Philharmonique de Radio France hat heute eine Legende Gast: die große Pianistin Martha Argerich. Unter der Leitung von Myung-Whun Chung übernimmt sie den Solopart des Klavierkonzerts Nr. 3. Prokofjews Werk hat Martha Argerich in ihrer langen Karriere stets begleitet und ihre Interpretation des Klavierkonzerts Nr. 3 an der Seite von Claudio Abbado 1967 hat Referenzstatus. Auf dem Spielplan steht ein weiterer Klassiker des "Volkskünstlers der Sowjetunion" und musikalischen Bilderstürmers, die Suite aus dem Ballett "Romeo und Julia".

       

      Dieses Prokofjew-Konzert hätte der krönende Abschluss des Musikjahres 2020 werden sollen. Dann hätte die Veranstaltung coronabedingt ausfallen müssen, doch Martha Argerich und Myung-whun Chung beschlossen, den geplanten Auftritt ohne Publikum aufzeichnen zu lassen. Entstanden ist eine musikalische Sternstunde mit Martha Argerich und dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Myung-whun Chung im Großen Saal der Pariser Philharmonie.

      Das Konzert beginnt mit Prokofjews 3. Klavierkonzert, einem Werk, das Martha Argerich auf ihrer langen Karriere stets begleitet hat: Ihre Interpretation des Klavierkonzerts Nr. 3 an der Seite von Claudio Abbado 1967 hat Referenzstatus. Ihre Einspielung unter Charles Dutoit wurde mit einem Grammy ausgezeichnet. Das mitreißende Werk mit seinem Mix aus Jazzanklängen, russischen Melodien und langsamen, fast schon meditativen Variationen ist heute eines der beliebtesten Klavierwerke der Musik des 20. Jahrhunderts und das Prokofjew-Konzert, das am meisten aufgeführt wird. Sein 3. Klavierkonzert in C-Dur op. 26 komponierte Prokofjew in den Jahren 1917 bis 1921. Uraufgeführt wurde es in Chicago im Dezember 1921 mit dem Komponisten persönlich am Klavier.

      Die scheinbare Leichtigkeit, mit der Martha Argerich dieses anspruchsvolle Konzert angeht, fasziniert ebenso wie das Wechselspiel zwischen Klavier und Orchester oder das besondere Einvernehmen zwischen Dirigent und Solistin, das dem künstlerischen Gewicht des umfangreichen Werks Rechnung trägt.

      Der zweite Teil des Konzerts steht im Zeichen der Suiten aus dem Ballett "Romeo und Julia", deren dramatische, aber auch humorvolle Nuancen vom Orchester unter seinem ehemaligen musikalischen Leiter Myung-whun Chung mit meisterhafter Expressivität herausgearbeitet werden. Kein Wunder, dass man sich wünscht, die Tragödie um die Montagues und Capulets würde mit Julias Tod im letzten Teil der Suite kein Ende finden.

      Das Konzert wurde am 3. und 4. Dezember 2020 ohne Publikum in der Pariser Philharmonie aufgezeichnet. Für die Aufzeichnung wurde erstmalig die Bestuhlung aus dem Saal entfernt und das Parkett auf Bühnenhöhe angehoben, um Kamerakräne und Standkameras dort zu installieren. Ein Teil des Orchesters und der Flügel stehen inmitten dieser riesigen Freifläche, wobei die Kameras den Musikern so nahe kommen wie nur selten bei einem Konzertmitschnitt.

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