• 30.09.2022
      19:00 Uhr
      Streitfall Windkraft Film von Birgit Hermes | phoenix
       

      Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2040 plant die Bundesregierung, die installierte Leistung der Windkraft an Land nahezu zu verdreifachen. Mit dem Wind-an-Land-Gesetz will man das schaffen. Demnach sollen bis 2032 zwei Prozent der Landesfläche für die Windkraft bereitgestellt werden.

      Freitag, 30.09.22
      19:00 - 19:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 19:15
      Stereo

      Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2040 plant die Bundesregierung, die installierte Leistung der Windkraft an Land nahezu zu verdreifachen. Mit dem Wind-an-Land-Gesetz will man das schaffen. Demnach sollen bis 2032 zwei Prozent der Landesfläche für die Windkraft bereitgestellt werden.

       

      Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2040 plant die Bundesregierung, die installierte Leistung der Windkraft an Land nahezu zu verdreifachen. Mit dem Wind-an-Land-Gesetz will man das schaffen. Demnach sollen bis 2032 zwei Prozent der Landesfläche für die Windkraft bereitgestellt werden.

      Nicht viel könnte man meinen. Tatsächlich aber entspricht diese Fläche etwa dem Vierfachen der aktuell für die Windkraft verfügbaren Fläche. Konflikte sind programmiert. Denn Windkraftanlagen werden näher an Wohnsiedlungen heranrücken, Landschaftsschutzgebiete und Wälder werden der Energieindustrie weichen müssen, will man das Vorhaben durchziehen. Und daran lässt Wirtschaftsminister Robert Habeck keinen Zweifel. So soll die Nutzung der erneuerbaren Energien im öffentlichen Interesse liegen und der öffentlichen Sicherheit dienen.

      Damit erlangt die Windkraft Vorrang vor anderen Schutzgütern, zum Beispiel dem Artenschutz. Auch soll der Schutz des Individuums einer Wildtierart vom Populationsschutz abgelöst werden. Der Tod eines Vogels oder einer Fledermaus an einer Windkraftanlage wird als hinzunehmender Kollateralschaden gewertet. Ein nicht nur im Hinblick auf das EU-Umweltrecht durchaus fraglicher Plan.

      Bleibt noch die Frage: Wird es überhaupt zu schaffen sein, die installierte Nennleistung der Windkraft an Land von aktuell etwa 56 Gigawatt auf 160 Gigawatt bis 2040 zu erhöhen? Schließlich braucht es dafür viele Fachkräfte, die absehbar nicht verfügbar sind und Rohstoffe, deren Herkunft sich auf wenige, nicht für ihre Sozial- und Umweltstandards bekannten Länder konzentriert. All diese Herausforderungen und Konflikte stehen der Energiesicherheit und dem Klimaschutz gegenüber.

      Ob es sich lohnt, sie anzunehmen und zu überwinden, darf angezweifelt werden. „planet e.“ unterzieht den Windkraftausbau an Land einer kritischen Betrachtung und trifft sowohl Gegner als auch Befürworter der Windenergie.

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