• 18.08.2022
      23:45 Uhr
      Zeugen des Krieges Kriegsfotografie im Wandel | phoenix
       

      Noch vor 50 Jahren waren Fotos aus Kriegs- und Krisengebieten etwas Besonderes und nur in Magazinen zu sehen. Heute drohen wir in einer Masse von Bildern und Informationen den Überblick zu verlieren. Der Kampf um die Hoheit des Bildes ist entbrannt wie noch nie zuvor. Gehen damit der künstlerische Anspruch und die journalistische Neutralität verloren? Ersetzt das primäre Augenzeugen-Foto heute gewissermaßen den Blick der Fotojournalisten? Die Dokumentation erzählt, wie sich die Darstellung von Krieg über die Jahrzehnte verändert hat und was dieser Wandel für Fotografen und Betrachter bedeutet.

      Donnerstag, 18.08.22
      23:45 - 00:45 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Noch vor 50 Jahren waren Fotos aus Kriegs- und Krisengebieten etwas Besonderes und nur in Magazinen zu sehen. Heute drohen wir in einer Masse von Bildern und Informationen den Überblick zu verlieren. Der Kampf um die Hoheit des Bildes ist entbrannt wie noch nie zuvor. Gehen damit der künstlerische Anspruch und die journalistische Neutralität verloren? Ersetzt das primäre Augenzeugen-Foto heute gewissermaßen den Blick der Fotojournalisten? Die Dokumentation erzählt, wie sich die Darstellung von Krieg über die Jahrzehnte verändert hat und was dieser Wandel für Fotografen und Betrachter bedeutet.

       

      Die professionelle Kriegsfotografie hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Noch vor 50 Jahren waren Fotos aus Kriegs- und Krisengebieten etwas Besonderes und nur in Magazinen zu sehen.

      Neue technische Möglichkeiten und die Verfügbarkeit von Informationen verändern die Arbeit der Fotografen und damit die Darstellung von Krieg. Heute drohen wir in einer Masse von Bildern und Informationen den Überblick zu verlieren.

      Nicht selten setzen Kriegsfotografen ihr Leben aufs Spiel: Sie gehen hin, wenn andere fliehen. Sie sind unsere Stellvertreter und Botschafter von Ereignissen. Ihre Bilder beeinflussen teilweise die Politik, vor allem aber unsere Sicht auf die Dinge. Bilder wie die des nackten Mädchens im Vietnamkrieg oder des toten syrischen Jungen am Strand brennen sich in das kollektive Gedächtnis ein.

      Vier professionelle Kriegsfotografen berichten von ihren teils lebensbedrohlichen Erfahrungen, ihren veränderten Arbeitsbedingungen und wie sie die aktuellen Entwicklungen wahrnehmen. Jay Ullal, Ursula Meissner, Sebastian Backhaus und Hosam Katan stehen für die Erfahrungen von vier Generationen von Kriegsfotografen. Der Film begleitet zwei von ihnen auf einer aktuellen Reise in den Irak und den Libanon und zeigt ihre Arbeiten und andere Beispiele der Kriegsfotografie: Bilder, die - gestern wie heute - beeindruckend, aber gleichzeitig schonungslos und schwer zu ertragen sind. Fotos von Opfern oder Tätern geben dem Krieg ein Gesicht.

      Doch professionelle Fotografen bekommen immer weniger Aufträge: Einst schickten Verleger ihre Reporter und Fotografen in alle Teile der Welt, um vor Ort Eindrücke und Aufnahmen zu sammeln. Heute sitzen viele schreibende Journalisten zu Hause und nutzen Fotos von lokalen Fotografen und von Agenturen. In einigen Fällen auch die Handyfotos zufälliger Augenzeugen, denn mittlerweile sind alle zu potenziellen Fotografen geworden. Durch soziale Medien kann jeder posten, was er für wahr und richtig hält - ohne redaktionellen Filter. Besonders Fotografien bekommen dadurch noch einmal eine ganz neue Macht.

      Der Kampf um die Hoheit des Bildes ist entbrannt wie noch nie zuvor. Gehen damit der künstlerische Anspruch und die journalistische Neutralität verloren? Ersetzt das primäre Augenzeugen-Foto heute gewissermaßen den Blick der Fotojournalisten? Die Dokumentation erzählt, wie sich die Darstellung von Krieg über die Jahrzehnte verändert hat und was dieser Wandel für Fotografen und Betrachter bedeutet.

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      Donnerstag, 18.08.22
      23:45 - 00:45 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
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