• 28.07.2021
      03:30 Uhr
      Amerikas legendäre Straßen (1/5) Der Mohawk-Trail | phoenix
       

      Der Mohawk-Trail gehörte lange Zeit zu den beliebtesten Autorouten an der Ostküste Amerikas. Einst verlief hier ein alter Handelspfad der Indianer, auf dem auch die ersten Siedler weiter nach Westen vordrangen. Seit 1914 ist der Trail asphaltiert und als erste "Scenic Route" der USA ausgewiesen. Auch wenn heute hier nicht mehr viel los ist, hat die Straße weit mehr zu bieten als nur schöne Aussichten.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28.07.21
      03:30 - 04:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Der Mohawk-Trail gehörte lange Zeit zu den beliebtesten Autorouten an der Ostküste Amerikas. Einst verlief hier ein alter Handelspfad der Indianer, auf dem auch die ersten Siedler weiter nach Westen vordrangen. Seit 1914 ist der Trail asphaltiert und als erste "Scenic Route" der USA ausgewiesen. Auch wenn heute hier nicht mehr viel los ist, hat die Straße weit mehr zu bieten als nur schöne Aussichten.

       

      Der Mohawk-Trail von Boston Richtung Buffalo war einst ein Handelspfad der Indianer. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er asphaltiert. Berühmt ist er noch heute für den berüchtigten "hairpin turn", eine Haarnadelkurve, die schon zahlreiche Autofahrer zur Verzweiflung brachte.

      Der Mohawk-Trail gehörte lange Zeit zu den beliebtesten Autorouten an der Ostküste Amerikas. Einst verlief hier ein alter Handelspfad der Indianer, auf dem auch die ersten Siedler weiter nach Westen vordrangen. Seit 1914 ist der Trail asphaltiert und als erste "Scenic Route" der USA ausgewiesen. Auch wenn heute hier nicht mehr viel los ist, hat die Straße weit mehr zu bieten als nur schöne Aussichten.

      Auf der Route von Boston nach Buffalo mit all den kleinen Städten entlang des Weges lassen sich noch immer die Spuren der Indianer und Siedler "erfahren". Und auch die berüchtigte Haarnadelkurve, der "hairpin turn", hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Früher hielten die Ausflügler hier, um sich Wasser für die überhitzten Motoren ihrer Autos zu besorgen. Katja Esson zeigt malerische Landschaften und verträumte kleine Städte wie Berlin oder Wendell, die sich ihre Geschichte und ihren Reiz bewahrt haben. Kaum ein Land ist so berühmt für seine Straßen wie die USA. Endlose Highways ziehen sich wie Lebensadern durch das Land. Wer es eilig hat, nutzt die modernen Autobahnen, die "Interstates". Was aber gibt es zu entdecken, wenn man sich die Zeit nimmt und den alten legendären Straßen folgt? Regisseurin Katja Esson ist tausende Meilen gereist, um den Mythos der amerikanischen Landstraßen zu "erfahren". Ob weltberühmt wie die Route 66 oder längst vergessen wie der Mohawk Trail - die legendären Strecken erzählen von der Geschichte und vom Leben der Menschen. Noch heute umgibt sie ein Hauch von Abenteuer und Freiheit. Sie zeichnen den Weg der ersten Einwanderer von der Ostküste landeinwärts nach und folgen den Spuren der Siedler durch den Wilden Westen bis ins "gelobte Land" Kalifornien.

      Eine Reise durch atemberaubende Landschaften, vorbei an alten Diners, Postämtern und Tante-Emma-Läden, verlassenen Minenstädten, wo einst das Leben pulsierte und heute nur noch ein paar Häuser stehen, an schummrigen Spelunken, in denen schon morgens um sieben Uhr zu Cajun-Musik getanzt wird.

      Einst wurden die Straßen entlang der alten Indianerpfade gebaut in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Heute zeugen sie vom industriellen Aufschwung und Niedergang, erzählen von Glücksrittern und Goldsuchern, aber auch von Sklaverei, Rassentrennung und Überlebenswillen: "The land shaped the music and the music shaped the land", heißt es über den Blues Highway entlang des Mississippi.

      In ihrer fünfteiligen Dokumentation zeichnet Katja Esson ein intimes und humorvolles Stimmungsbild der amerikanischen Provinz. Auf ihrer außergewöhnlichen Reise trifft sie ganz unterschiedliche Menschen, die voller Charme und mit großer Offenheit von ihrem Leben abseits der großen Städte erzählen: Farmer, Kellnerinnen, Aussteiger, Cowboys. Wie zum Beispiel Larry McPhearson: Der inzwischen 80-jährige gehört zu den gut 500 Reitern, die den Mythos des Pony Express' am Leben erhalten.

      McPhearson hat sich in Dayton, Nevada nahe einer ehemaligen Pferdewechsel-Station des Pony Express niedergelassen, um dafür zu sorgen, dass die einst schnellste Postverbindung des 19. Jahrhunderts niemals in Vergessenheit gerät. Oder Geno Delafose aus Louisiana: Er ist Kreole und Cowboy aus Leidenschaft. Nur mit dem Lasso arbeitet er nicht gerne. Denn seine Finger braucht er, um am Wochenende in den Clubs Akkordeon zu spielen. "Work hard, play hard", lautet sein Credo. Und für Rinker Buck, der im Planwagen den Oregon Trail bereist, steht fest: "Das ist der Geist Amerikas: Zieh los ins Abenteuer! Erst dann wirst du erkennen, wonach du suchst".

      Film von Katia Esson

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28.07.21
      03:30 - 04:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 28.06.2022