• 30.11.2022
      19:40 Uhr
      Re: Umweltschutz im Blumentopf Wie Zimmerpflanzen nachhaltig werden | arte
       

      Palmen, Monsteras, Orchideen - exotische Zimmerpflanzen liegen im Trend. Was grün aussieht, ist oft wenig nachhaltig. Die meisten Zimmerpflanzen werden nicht immer umweltfreundlich in Afrika, Asien oder Südamerika produziert. Jungunternehmer und Gärtnereien aus Deutschland wollen dies ändern und setzen sich ein für mehr Umweltschutz im Blumentopf.

      Mittwoch, 30.11.22
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Palmen, Monsteras, Orchideen - exotische Zimmerpflanzen liegen im Trend. Was grün aussieht, ist oft wenig nachhaltig. Die meisten Zimmerpflanzen werden nicht immer umweltfreundlich in Afrika, Asien oder Südamerika produziert. Jungunternehmer und Gärtnereien aus Deutschland wollen dies ändern und setzen sich ein für mehr Umweltschutz im Blumentopf.

       

      Pro Jahr werden rund 100 Millionen Zimmerpflanzen in Deutschland verkauft. Weniger als zwei Prozent werden nach ökologischen Kriterien produziert. Klaus Bongartz will das ändern. Als Berater für Bioanbau setzt er sich unermüdlich für echte Nachhaltigkeit bei der Produktion von Pflanzen ein. Seit einigen Jahren berät er die Brüder Stefan und Achim Fleischle, die in Baden-Württemberg tropische Grünpflanzen züchten. In ihrem Gartenbaubetrieb setzen sie inzwischen Nützlinge statt Pestizide ein, verzichten auf synthetische Dünger und suchen sich Partner in Mittelamerika, die bereit sind, diesen Weg zu gehen.

      Die 42-jährige Marei Karge ist Gärtnerin in vierter Generation. Sie findet, gerade Orchideenzüchter und -züchterinnen haben eine besondere Verantwortung für den Artenschutz. Marei Karge möchte deshalb die Heimat der Orchideen, die durch Abholzung bedrohten Regenwälder, schützen. In Borneo unterstützt sie ein Team vor Ort beim Aufforsten und Setzen junger Pflanzen. Kahlschläge und Palmölplantagen bedrohen die über 1.000 Orchideenarten, die hier heimisch sind. Aber die Aufforstung soll auch den Lebensraum der gefährdeten Borneo-Orang-Utans sichern und den Klimawandel aufhalten.

      Die beiden jungen Unternehmer Ozan Durukan und Thomas Gardeia aus Oberfranken widmen sich einer weiteren Baustelle im Pflanzengeschäft: dem Plastikmüll. Schließlich fallen beim Kauf von Pflanzen große Mengen an Plastiktöpfen an. Um das zu ändern, haben sie einen kompostierbaren Topf aus der Naturfaser Hanf entwickelt.

      Nah dran, authentisch, echt – der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht Re: in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

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