• 29.09.2022
      12:05 Uhr
      Re: Hoffnung auf Heilung Phagentherapie in Georgien | arte
       

      Es ist die Reise seines Lebens, "seine letzte Chance", nennt es Dieter Offermann. Der 60-Jährige fliegt nach Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, um sein Bein zu retten. Seit mehr als 10 Jahren kämpft er gegen Bakterien, die nach einer Knie-OP in die Wunde eingedrungen sind. Kein Antibiotikum hilft. Die Ärzte raten zur Amputation, allerdings ohne Garantie, dass die Wunde danach wirklich heilt.
      Wird die Phagentherapie in Georgien sein Bein retten können? Und warum muss er dafür so weit reisen? Welchen Stand hat die Phagenforschung in Deutschland? Bringt sie medizinische Hoffnung für die Zukunft?

      Donnerstag, 29.09.22
      12:05 - 12:40 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Es ist die Reise seines Lebens, "seine letzte Chance", nennt es Dieter Offermann. Der 60-Jährige fliegt nach Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, um sein Bein zu retten. Seit mehr als 10 Jahren kämpft er gegen Bakterien, die nach einer Knie-OP in die Wunde eingedrungen sind. Kein Antibiotikum hilft. Die Ärzte raten zur Amputation, allerdings ohne Garantie, dass die Wunde danach wirklich heilt.
      Wird die Phagentherapie in Georgien sein Bein retten können? Und warum muss er dafür so weit reisen? Welchen Stand hat die Phagenforschung in Deutschland? Bringt sie medizinische Hoffnung für die Zukunft?

       

      Es ist die Reise seines Lebens, "seine letzte Chance", nennt es Dieter Offermann. Der 60-Jährige fliegt nach Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, um sein Bein zu retten. Seit 10 Jahren kämpft er gegen Bakterien, die nach einer Knie-OP in die Wunde eingedrungen sind. Kein Antibiotikum hilft. Auch nicht die vier weiteren Knieoperationen. Die Ärzte raten dringend zur Amputation, allerdings ohne Garantie, dass die Wunde danach wirklich heilt. Zu undurchschaubar sei die Lage mit den Bakterien. Für Dieter Offermann bricht eine Welt zusammen. Er ist sehr aktiv, arbeitet, hat eine große Familie, viele Freunde, Hunde - ein erfülltes Leben.

      Dieter Offermann recherchiert. Ein Kollege erzählt ihm von der Phagentherapie in Georgien. Die Phagen - ein Wundermittel? Phagenforschung gibt es schon seit den 20er Jahren. Vor der Entdeckung von Antibiotika sah es so aus, als ob diese Viren das Wundermittelmittel gegen bakterielle Entzündungen sein könnten. Doch sie verloren an Bedeutung. Nur in den ehemaligen Sowjetstaaten wurden sie weiterverwendet.

      Gegenwärtig gehören Phagen zur großen Hoffnung der modernen Medizin, um der wachsenden Resistenz gegen Antibiotika etwas entgegenzusetzen. Auf internationalen Gesundheitsgipfeln wird gefordert, Phagentherapien wissenschaftlich zu erforschen. Europäische Forschungsprojekte bemühen sich, dass Phagen in ganz Europa als Arzneimittel bis 2030 zugelassen werden.

      Von Georgien geht es für Dieter Oppermann weiter nach Berlin - zum Bundeswehrkrankenhaus, in dem Ärzte innerhalb einer NATO-Forschungsgruppe zum Thema Phagen arbeiten.

      Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

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