• 25.09.2021
      19:40 Uhr
      GEO Reportage: Schweiz Gletscherflieger - Faszination in Weiß | arte
       

      In den Tälern und Bergen der Schweiz retten sie jeden Tag Leben: die Piloten, Ärzte und Sanitäter der Rega, der Schweizer Rettungsflugwacht. Die Männer und Frauen haben einen komplexen und gefährlichen Job, der ein hohes Maß an Können und Einfühlungsvermögen voraussetzt. Neben den Helikoptern gibt es in den Schweizer Alpen auch kleine, leichte Propellermaschinen auf Skiern, die in Not geratenen Menschen zu Hilfe kommen und auf den eisigen Pisten landen können. Die schwierigen Manöver in der dünnen Höhenluft sind extrem anspruchsvoll - die Gletscherfliegerei gilt bis heute als eine der Königsdisziplinen für Pilotinnen und Piloten.

      Samstag, 25.09.21
      19:40 - 20:15 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      In den Tälern und Bergen der Schweiz retten sie jeden Tag Leben: die Piloten, Ärzte und Sanitäter der Rega, der Schweizer Rettungsflugwacht. Die Männer und Frauen haben einen komplexen und gefährlichen Job, der ein hohes Maß an Können und Einfühlungsvermögen voraussetzt. Neben den Helikoptern gibt es in den Schweizer Alpen auch kleine, leichte Propellermaschinen auf Skiern, die in Not geratenen Menschen zu Hilfe kommen und auf den eisigen Pisten landen können. Die schwierigen Manöver in der dünnen Höhenluft sind extrem anspruchsvoll - die Gletscherfliegerei gilt bis heute als eine der Königsdisziplinen für Pilotinnen und Piloten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Frank Mirbach

      Isabel Menzi ist im Hauptberuf Pilotin bei einer Schweizer Fluggesellschaft. Doch sie liebt nicht nur die großen Jumbos, sondern auch die kleinen Gletscherflugzeuge, mit denen die junge Frau inzwischen regelmäßig in den Hochalpen unterwegs ist. Ihr Ziel: Sie will Gletscherpilotin werden und muss sich dazu ganz neu bewähren, denn die Ausbildung hat es in sich.

      Diese fliegerische Tradition rettete in den letzten Jahrzehnten schon Tausenden Menschen das Leben, obendrein machte sie Bau und Versorgung zahlreicher Berghütten in den Schweizer Alpen erst möglich. Das Gletscherfliegen ist besonders schwierig, da etwa in der weißen, schroffen Bergwelt das Gelände für die Landung oft nur schwer zu erkennen ist, hinzu kommen unberechenbare Faktoren wie Wind und Schneebeschaffenheit. Die Ausbildung zur Gletscherpilotin ist entsprechend umfangreich und nimmt daher mehrere Hundert Flugstunden in Anspruch.

      Ohne die Kunst der traditionellen Gletscherfliegerei könnte auch Notarzt Joachim Koppenberg seinen Job heute kaum ausüben. Er sitzt zwar im Hightech-Helikopter, muss sich aber auf die Erfahrung und das Können seines Piloten verlassen. Nur so kann er in wenigen Minuten von seiner Basis in Samedan zu jedem noch so entlegenen Unglücksort in den Bergen gelangen. Sein Alltag ist ein ständiger Kampf gegen die Uhr, um Verletzte zu bergen, noch an der Unfallstelle lebensrettend zu versorgen und so schnell wie möglich in eines der Krankenhäuser transportieren zu lassen.

      Ein schweres Unglück war es auch, das einst die Geburtsstunde der Gletscherfliegerei einläutete: Im November 1946 verloren die Piloten einer Maschine der US-Luftwaffe auf dem Flug von München nach Marseille die Orientierung, woraufhin das Flugzeug in über 3.000 Metern abstürzte. Die zwölf Insassen überlebten zwar, doch es gab eigentlich kaum eine Möglichkeit, sie in den eisigen Höhen zu bergen. Bis ein Schweizer Pilot kurzerhand zwei Flugzeuge mit Kufen ausstattete. Das Fliegen solcher Maschinen gehört heute zum Alltag der renommierten Gletscherflieger in den Schweizer Alpen. Und Isabel Menzi, die Gletscherflieger-Schülerin, will bald zu ihnen gehören. Wird ihr Ausbilder sie zur Prüfung zulassen?

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