• 03.08.2021
      02:05 Uhr
      Vermisst Frankreich 2019 | arte
       

      Im September 2011 verschwindet Jean Christophe Morin bei einem Elektro-Festival in Fort de Tamié im Département Savoie. Ein Jahr später löst sich ein weiterer Festivalbesucher, Ahmed Hamadou, in Luft auf. Jahrelang kommen die Ermittlungen nicht voran. Erst 2018 hat die Justiz endlich einen Hauptverdächtigen ...

      Nacht von Montag auf Dienstag, 03.08.21
      02:05 - 03:00 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Im September 2011 verschwindet Jean Christophe Morin bei einem Elektro-Festival in Fort de Tamié im Département Savoie. Ein Jahr später löst sich ein weiterer Festivalbesucher, Ahmed Hamadou, in Luft auf. Jahrelang kommen die Ermittlungen nicht voran. Erst 2018 hat die Justiz endlich einen Hauptverdächtigen ...

       

      Stab und Besetzung

      Regie Roisin Burns

      September 2011, Fort von Tamié in den französischen Alpen. Nach dem Besuch eines Elektro-Festivals verschwindet ein junger Mann spurlos, mitten in der Nacht. Alles, was von ihm bleibt, ist sein Rucksack. Als Jean-Christophe Morin zum letzten Mal gesehen wurde, war er offensichtlich in einer Notlage und flüchtete in den Wald.

      September 2012, Fort von Tamié. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach Jean-Christophe Morins Verschwinden wiederholt sich der Vorfall. Bei dem gleichen Musikfestival verschwindet Ahmed Hamadou. Wie Jean-Christophe war auch er allein zu Fuß unterwegs und hatte getrunken.
      Im Laufe der folgenden Jahre kämpfen die Familien der beiden Männer dafür, dass die Vorfälle ernst genommen werden. In den ersten Monaten werden zwar Suchaktionen gestartet, ein Ermittlungsverfahren wird jedoch nicht eingeleitet. Mangels neuer Beweise werden beide Fälle bald schon zu den Akten gelegt.

      Die Enttäuschung über das Rechtssystem ist bei Weitem nicht die einzige Last, welche die Familien zu tragen haben. Sie leiden vor allem darunter, dass die Ursachen für das Verschwinden ihrer Angehörigen im Dunkel bleiben. Sie haben das Gefühl, auf der anderen Seite des Spiegels in einer Art Parallelwelt gelandet zu sein: in einer ausweglosen Welt ohne Wahrheit und Antworten - und ohne die Möglichkeit, Abschied zu nehmen.
      Doch dann tritt eine neue Person auf den Plan, und die Situation nimmt eine unerwartete Wendung. Anfang 2018 gesteht der im Département Savoie wohnhafte Ex-Soldat Nordahl Lelandais die Morde an der kleinen Maëlys und an Arthur Noyer - zwei Fälle, die ganz Frankreich monatelang in Atem hielten. Journalisten bringen Lelandais in Verbindung mit dem unaufgeklärten Verschwinden mehrerer Personen in der Region, darunter Jean-Christophe und Ahmed.

      Die beiden Familien sind fassungslos: Der Killer, der gerade alle Schlagzeilen beherrscht, tritt plötzlich in ihr Leben. Nachdem sich jahrelang niemand um sie gekümmert hatte, stehen sie auf einmal selbst im medialen Rampenlicht. Ein Journalist bringt sie in Kontakt mit zwei renommierten Pariser Anwälten: Corinne Herrmann und Didier Seban haben sich auf Serienmörder spezialisiert und arbeiten am Vermisstenfall Estelle Mouzin.
      Mit ihrer Unterstützung fühlen sich die Angehörigen dem juristischen Prozedere gewachsen, die beiden Fälle werden wieder aufgerollt. Im November 2018 treten die Familien zum ersten Mal vor den Untersuchungsrichter.

      Ein neues, hoffnungsvolles Kapitel beginnt. Werden die Familien endlich die Wahrheit erfahren? Wird Nordahl Lelandais offiziell angeklagt, etwas mit dem Verschwinden ihrer Lieben zu tun zu haben?

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