• 02.10.2021
      02:15 Uhr
      Das Geheimnis der Nuraghen und des Cantu a tenore Sardinien, Italien | tagesschau24
       

      Über 7.000 Rundtürme aus tonnenschweren Steinbrocken sind über ganz Sardinien verstreut. Oft sind nur noch die Stümpfe dieser megalithischen Bauten vorhanden, die nuraghi genannt werden. Die ersten wurden um 1400 vor Christus erbaut. Zwischen die mächtigen Blöcke wurden kleine Steine gesteckt, eine Bauweise, die die Steintürme einsturzsicher machte. Allesamt sind sie geheimnisvolle Zeugen, die einer der größten frühgeschichtlichen Inselkulturen des Mittelmeerraumes ihren Namen gaben: Der Nuraghenkultur.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 02.10.21
      02:15 - 02:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Über 7.000 Rundtürme aus tonnenschweren Steinbrocken sind über ganz Sardinien verstreut. Oft sind nur noch die Stümpfe dieser megalithischen Bauten vorhanden, die nuraghi genannt werden. Die ersten wurden um 1400 vor Christus erbaut. Zwischen die mächtigen Blöcke wurden kleine Steine gesteckt, eine Bauweise, die die Steintürme einsturzsicher machte. Allesamt sind sie geheimnisvolle Zeugen, die einer der größten frühgeschichtlichen Inselkulturen des Mittelmeerraumes ihren Namen gaben: Der Nuraghenkultur.

       

      Über 7.000 Rundtürme aus tonnenschweren Steinbrocken sind über ganz Sardinien verstreut. Oft sind nur noch die Stümpfe dieser megalithischen Bauten vorhanden, die nuraghi genannt werden. Die ersten wurden um 1400 vor Christus erbaut. Zwischen die mächtigen Blöcke wurden kleine Steine gesteckt, eine Bauweise, die die Steintürme einsturzsicher machte. Allesamt sind sie geheimnisvolle Zeugen, die einer der größten frühgeschichtlichen Inselkulturen des Mittelmeerraumes ihren Namen gaben: Der Nuraghenkultur.

      Die alten Sarden haben keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen. Ungeklärt ist, ob sie überhaupt eine Schrift benutzten. So bleibt vieles im Dunkeln. Auch was es mit den gewaltigen Turmbauten auf sich hat. Die meisten der nuraghi finden sich im Inselinnern. Dort besetzen sie in strategisch günstiger Lage die Spitzen von Hügeln, oft sind mehrere in Sichtweite aufgereiht. So spricht vieles dafür, dass sie vor allem der Verteidigung dienten, Schutz boten vor Seeräubern und anderen Eindringlingen, Schafdieben und missgünstigen sardischen Nachbarn. Einige bildeten wie der zum UNESCO-Welterbe erklärte Komplex Su Nuraxi dorfartige Siedlungen.

      Neben der Burg befanden sich etwa 150 auf Steinfundamenten errichtete Hütten. Von der Religiosität der Nuragher erzählen Wasserheiligtümer wie das von Santa Cristina. Eine präzis ausgeführte Treppe führt unter die Erde in einen ebenso perfekt gearbeiteten Brunnenraum. Beeindruckend ist auch die Deckenkonstruktion in Form einer umgekehrten Treppe. Hier wurden wohl Reinigungs- und Fruchtbarkeitsrituale veranstaltet. Und wie Grabungen der Archäologen nahelegen, auch Bronzestatuetten als Votivgaben geopfert, um die Gunst der Götter zu gewinnen. Mit ihren Werken behandelten die nuraghischen Modelleure Themen des Alltagslebens und des Kultes. Auch waren die Bronzetten damals begehrte Handelsobjekte wie Grabfunde in Ägypten und Etrurien zeigen. Und Jahrtausende später haben die langgliedrigen Figurinen Künstler der Moderne wie Alberto Giacometti inspiriert.

      Film von Willy Meyer

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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