• 01.08.2021
      06:00 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Österreichs Seen - Neusiedlersee und Hallstatt | SWR Fernsehen RP
       

      Vom Ufer aus sieht man ihn meist überhaupt nicht. Den Fertö-tó, wie er in Ungarn genannt wird. Ein Drittel der Fläche des Neusiedlersees ist Schilf - bis zu drei Meter hoch und meist mehrere Kilometer breit. Der Neusiedlersee ist der drittgrößte in Mitteleuropa. Geologisch verläuft hier die Grenze nach Osteuropa. Das Seebecken misst 320 Quadratkilometer, der See selbst nimmt aber nur etwa 230 Quadratkilometer ein. Nur eineinhalb Meter ist der Steppensee im Durchschnitt tief. Der Wasserstand wird vor allem durch Regen und Schnee bestimmt.

      Sonntag, 01.08.21
      06:00 - 06:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Vom Ufer aus sieht man ihn meist überhaupt nicht. Den Fertö-tó, wie er in Ungarn genannt wird. Ein Drittel der Fläche des Neusiedlersees ist Schilf - bis zu drei Meter hoch und meist mehrere Kilometer breit. Der Neusiedlersee ist der drittgrößte in Mitteleuropa. Geologisch verläuft hier die Grenze nach Osteuropa. Das Seebecken misst 320 Quadratkilometer, der See selbst nimmt aber nur etwa 230 Quadratkilometer ein. Nur eineinhalb Meter ist der Steppensee im Durchschnitt tief. Der Wasserstand wird vor allem durch Regen und Schnee bestimmt.

       

      Vom Ufer aus sieht man ihn meist überhaupt nicht. Den Fertö-tó, wie er in Ungarn genannt wird. Ein Drittel der Fläche des Neusiedlersees ist Schilf - bis zu drei Meter hoch und meist mehrere Kilometer breit. Der Neusiedlersee ist der drittgrößte in Mitteleuropa. Geologisch verläuft hier die Grenze nach Osteuropa.

      Das Seebecken misst 320 Quadratkilometer, der See selbst nimmt aber nur etwa 230 Quadratkilometer ein. Nur eineinhalb Meter ist der Steppensee im Durchschnitt tief. Der Wasserstand wird vor allem durch Regen und Schnee bestimmt. So eigentümlich der See selbst, so einmalig ist auch sein Umland.

      Zu den Besonderheiten gehören die Lacken im Seewinkel, kleine Weiher und Tümpel, die nicht mit dem eigentlichen See verbunden sind. Ein Paradies für Tiere, das seit 1992 als Naturpark in großen Teilen sich selbst überlassen bleibt. In Pannonien, wie die Gegend auch genannt wird, haben viele Völker ihre Spuren hinterlassen. Kelten und Markomannen, Vandalen, Slawen und Awaren. Die Römer gründeten auch Sopron, das frühere Ödenburg. Die Stadt ist Zentrum und natürliche Hauptstadt der Region.

      Pannonien ist ein Steppenland mit äußerst heißen Sommern und bitterkalten Wintern. Nirgendwo ist mehr Himmel als im Regenschatten der Alpen und am Beginn der Ungarischen Tiefebene. Seit dem 16. Jahrhundert prägt die Familie Esterházy die Geschichte des Neusiedlersees. Fürst Nikolaus von Esterházy holte Joseph Haydn als Kapellmeister nach Eisenstadt. Die unbedingte Loyalität gegenüber dem Hause Habsburg, sowie Geschick vor dem Traualtar und auf dem Schlachtfeld brachten den Esterhazys eines der größten Vermögen Europas ein. 1956, während des ungarischen Volksaufstands, stand die Gegend um den Neusiedlersee für kurze Zeit im Focus der Weltgeschichte. Viele tausend Menschen flohen über den Einser Kanal nach Österreich. Ähnliche, weniger dramatische, Ereignisse wiederholten sich dann im Spätsommer 1989. Dieses Mal waren es Urlauber aus der DDR, die hier die Grenze nutzten, um ihr Glück im Westen zu suchen.

      Dieser Film erzählt mit schönen Bildern die Geschichte einer abgeschiedenen Region im österreichischen Salzkammergut. Hier in Hallstatt befindet sich das älteste Salzbergwerk der Welt. Schon zu prähistorischen Zeiten bauten Menschen in einer hochentwickelten Kultur das weiße Gold ab. Die Zeugnisse ihrer Existenz hat das Salz konserviert. Hallstatt selber konnte wegen seiner Lage zwischen einem See und einem Berg nie sehr groß werden, aber das Salz brachte fortwährenden Wohlstand mit sich. Die Stadt liegt in einer idyllisch schönen Landschaft in den Alpen und lebt heute neben dem Salz auch vom Tourismus. Das Bemerkenswerte dieser Region ist die Dauerhaftigkeit, mit der sich diese Kulturlandschaft seit Jahrtausenden erhält. 20.02.2005 SWR/SRDie wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

      Autor: Goggo Gensch, Ute Gebhardt

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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