• 24.11.2022
      22:45 Uhr
      Menschen hautnah: Mutter sein mit Behinderung - schaffe ich das? Ein Film von Heike Schieder | WDR Fernsehen Mediathek
       

      Als Natalie ins "Tandem" einzieht, ein Wohnprojekt für Mütter mit Behinderungen, ist sie hochschwanger. Ohne Rund-um-die Uhr-Hilfe würde sie ihr Neugeborenes nicht versorgen können, denn Natalie fehlt es an Empathie und Impulskontrolle.
      Lili wohnt mit ihren Kindern Joleen und Fynn ebenfalls in der Einrichtung. Das Jugendamt ordnete den Einzug aus Sorge um die Kinder an. Lili hat eine Sprachstörung, Konzentrationsschwierigkeiten und es fällt ihr schwer, komplexe Sachverhalte zu verstehen.
      Ziel der Einrichtung ist es, dass die jungen Mütter und Eltern irgendwann eigenständig und selbstverantwortlich mit ihren Kindern leben können.

      Donnerstag, 24.11.22
      22:45 - 23:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Als Natalie ins "Tandem" einzieht, ein Wohnprojekt für Mütter mit Behinderungen, ist sie hochschwanger. Ohne Rund-um-die Uhr-Hilfe würde sie ihr Neugeborenes nicht versorgen können, denn Natalie fehlt es an Empathie und Impulskontrolle.
      Lili wohnt mit ihren Kindern Joleen und Fynn ebenfalls in der Einrichtung. Das Jugendamt ordnete den Einzug aus Sorge um die Kinder an. Lili hat eine Sprachstörung, Konzentrationsschwierigkeiten und es fällt ihr schwer, komplexe Sachverhalte zu verstehen.
      Ziel der Einrichtung ist es, dass die jungen Mütter und Eltern irgendwann eigenständig und selbstverantwortlich mit ihren Kindern leben können.

       

      Als Natalie mit 22 Jahren ins "Tandem" einzieht, ein Wohnprojekt für Mütter mit Behinderungen, ist sie hochschwanger. Ohne Rund-um-die Uhr-Hilfe würde sie ihr Neugeborenes nicht versorgen können, denn Natalie fehlt es an Empathie und Impulskontrolle. Die Betreuer:innen in der Einrichtung versuchen zu kompensieren, was Natalie ihrem Baby nicht geben kann.

      Lili wohnt mit ihren beiden Kindergartenkindern Joleen und Fynn ebenfalls in der Einrichtung. Das Jugendamt ordnete den Einzug aus Sorge um die Kinder an. Lili hat eine Sprachstörung, Konzentrationsschwierigkeiten und es fällt ihr schwer, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Ihr Verlobter Sven zog im vergangenen Jahr mit in die Einrichtung. Nach drei Jahren im "Tandem" wollen Lili und Sven mit den Kindern ausziehen. Sie glauben, sie schaffen es nun auch ohne Hilfe.

      Ziel der Einrichtung ist es, dass die jungen Mütter und Eltern irgendwann eigenständig und selbstverantwortlich mit ihren Kindern leben können. Etwa der Hälfte der Bewohner:innen gelingt das. Der Gesetzgeber hat klare Kriterien dafür, was gute Eltern ausmacht: Sie müssen wissen, wie warm das Badewasser für ein Baby sein darf, erkennen, wann es gefüttert werden muss, eine Bindung herstellen und - natürlich - das Kind erziehen. Das alles sollen die jungen Eltern im Wohnprojekt lernen. Ein Team von Elternassistent:innen steht ihnen Tag und Nacht zur Seite. Marianne Wobschall, Leiterin der Einrichtung, hält das Recht auf ein eigenes Kind von Menschen mit Behinderungen für selbstverständlich und sagt: "Ein IQ ist nicht ausschlaggebend für die Kompetenz, Eltern zu sein. Lesen, schreiben, Bücher angucken, das können Assistenten machen. Und lieben, dafür sind die Eltern da."

      In Deutschland haben Eltern mit Behinderung seit 2009 das Recht auf ein eigenes Kind. Der Film zeigt, wie sie ihr tägliches Leben bewältigen und woran sie manchmal auch scheitern.

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      Donnerstag, 24.11.22
      22:45 - 23:30 Uhr (45 Min.)
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