• 11.06.2021
      21:15 Uhr
      Traumhäuser - Ein Passivhaus mit Tradition NDR Fernsehen
       

      Was hat ein Bauernhaus mit ziegelrotem Satteldach und Holzfassade mit moderner Architektur zu tun? Das scheinbar regionaltypische Haus von Doris und Sebastian Wagnerberger in Sichtweite des Chiemsees beantwortet diese Frage erst auf den zweiten Blick. Es offenbart bewusst gesetzten Stilbrüche. Der Innenbereich überrascht mit einem ungewöhnlichen Raumkonzept, das weit entfernt ist von Zirbelstubenromantik und Herrgottseck-Gemütlichkeit: Unterschiedliche Deckenhöhen, Galerien, offene Raumfolgen, reizvolle Sichtachsen, aber auch geschickt versteckter Stauraum und gemütliche Rückzugsbereiche.

      Freitag, 11.06.21
      21:15 - 21:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Was hat ein Bauernhaus mit ziegelrotem Satteldach und Holzfassade mit moderner Architektur zu tun? Das scheinbar regionaltypische Haus von Doris und Sebastian Wagnerberger in Sichtweite des Chiemsees beantwortet diese Frage erst auf den zweiten Blick. Es offenbart bewusst gesetzten Stilbrüche. Der Innenbereich überrascht mit einem ungewöhnlichen Raumkonzept, das weit entfernt ist von Zirbelstubenromantik und Herrgottseck-Gemütlichkeit: Unterschiedliche Deckenhöhen, Galerien, offene Raumfolgen, reizvolle Sichtachsen, aber auch geschickt versteckter Stauraum und gemütliche Rückzugsbereiche.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Leitung Holger Ohmstedt
      Produktion Thomas Schmidtsdorff

      Was hat ein Bauernhaus mit winzigen Fenstern, ziegelrotem Satteldach, traditionellem Balkon und Holzfassade mit moderner Architektur zu tun? Das scheinbar durch und durch regionaltypische Haus von Doris und Sebastian Wagnerberger in Sichtweite des Chiemsees beantwortet diese Frage erst auf den zweiten Blick. Es offenbart die bewusst gesetzten Stilbrüche, etwa in der Fassadenlattung oder den ungewöhnlichen, großen Öffnungen auf der West- und Südseite. Dass das Haus mit guter Dämmung, Erdwärmepumpe, kontrollierter Lüftungsanlage und selbststeuerndem Sonnenschutz energetisch hervorragend gerüstet ist und sogar Passivhaus-Standard erreicht, erkennt man dagegen auch bei genauem Hinsehen nicht.

      Der Innenbereich überrascht mit einem ungewöhnlichen Raumkonzept, das weit entfernt ist von Zirbelstubenromantik und Herrgottseck-Gemütlichkeit: Unterschiedliche Deckenhöhen (teilweise bis zum First), Galerien, offene Raumfolgen, reizvolle Sichtachsen, aber auch geschickt versteckter Stauraum und gemütliche Rückzugsbereiche. Und das alles in einer Mischung verschiedener Stilelemente: einerseits rustikale Gedrungenheit und original bäuerliche Möbel, andererseits städtischer Loftcharakter mit modernen Designobjekten. Trotz dieser spannungsreichen Kontraste strapazieren die Räume weder Landhaus- noch Fabrikhallenklischees, sondern wirken insgesamt harmonisch und behaglich.

      Architekt und Bauherr Sebastian Wagnerberger wollte unbedingt in der Tradition seiner voralpinen Heimat bauen. Allerdings waren seine Frau und er sich einig: "Es darf auf keinen Fall jodeln wie beim Musikantenstadl." Das Haus sollte das Lebensgefühl der vierköpfigen Familie spiegeln: heimatverbunden, traditionsbewusst, modern, zeitgemäß, ökologisch und offen für Neues.

      "Ich umgebe mich gerne mit Sachen, die eine Seele haben, denen man den natürlichen Alterungsprozess ansieht und die durch das Wohnen oder andere Nutzungen gelebt haben", sagt Wagnerberger, "ich mag aber auch edles, modernes Design mit seinen oft glatten Oberflächen. Die geschickte Kombination macht`s."

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