• 21.07.2021
      20:45 Uhr
      Durchhalten für Olympia Spitzensportler in der Warteschleife | MDR FERNSEHEN
       

      "Exakt - Die Story"-Reporter Florian Weichert hat Sportlerinnen und Sportler ein Jahr lang begleitet und zeigt, wie beschwerlich, nervenaufreibend und manchmal auch unerwartet ihr Weg vor den Spielen in Tokio verlief.

      Mittwoch, 21.07.21
      20:45 - 21:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      "Exakt - Die Story"-Reporter Florian Weichert hat Sportlerinnen und Sportler ein Jahr lang begleitet und zeigt, wie beschwerlich, nervenaufreibend und manchmal auch unerwartet ihr Weg vor den Spielen in Tokio verlief.

       

      "Wenn man ganz oben steht, weiß man, es ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen." So beschreibt die zweifache Olympiasiegerin Heike Drechsler den Gewinn einer olympischen Goldmedaille.

      Im brasilianischen Rio vor fünf Jahren standen auch Sportler und Sportlerinnen aus Sachsen auf dem olympischen Treppchen. Unter ihnen der Kanute Tom Liebscher und die Handbikerin Christiane Reppe, die beide Gold holten. Die Turnerin Sophie Scheder gewann Bronze.

      Sie alle kennen das unglaubliche Glücksgefühl und wollten es 2020 in Tokio noch einmal erleben. Doch dann kam die Pandemie. Wegen Corona wurden die Olympischen Spiele um ein Jahr verschoben. Lange stand nicht fest, ob sie überhaupt stattfinden würden.

      Sachsens Olympiastützpunktleiter Thomas Weise beschreibt den um zwölf Monate verlängerten Olympiazyklus als ein sehr kompliziertes und verrücktes Jahr. Sportlerinnen und Sportler konnten nicht mehr wie gewohnt trainieren, Trainingslager fanden nicht wie geplant statt, Wettkämpfe wurden abgesagt und Olympiaqualifikationen vertagt.

      Weitermachen, aufgeben, neue Chancen suchen? Alle, die sich auf die Spiele 2020 vorbereitet hatten, standen vor diesen Fragen und fanden sich in einer Warteschleife wieder. "Wenn du dann einfach nicht trainieren darfst und vorher aber 25 Stunden pro Woche geackert hast, dann musst du auch aufpassen, was dein Herz dazu sagt", erklärt Tom Liebscher die gesundheitlichen Gefahren, wenn man von heute auf morgen ausgebremst wird.

      Zu allem Überfluss verletzte er sich im vergangenen Herbst schwer am Rücken. Doch es gelingt ihm, das Olympia-Ticket für Tokio zu lösen.

      Für die erfolgreiche Para-Sportlerin Christiane Reppe hat die Pandemie vieles verändert. So nutzte sie den Lockdown, um sich der Musik zuzuwenden. Sie stellte fest, dass sie mehr im Leben möchte, als Spitzensport zu betreiben und trifft im Mai den Entschluss, nicht mehr an den Paralympics 2021 teilzunehmen.

      Turnerin Sophie Scheder ließ sich an der Schulter operieren, was eigentlich erst nach den ursprünglich geplanten Spielen 2020 hätte stattfinden sollen. Monatelang kämpft sie sich durch die Reha wieder an die Geräte. Hinzu kam noch der Wirbel um ihre langjährige Trainerin Gabriele Frehse. Die Chemnitzer Turntrainerin wurde auf Grund des Verdachtes der Anwendung psychischer Gewalt erst suspendiert und im Mai entlassen.
      "Aus Sicht der Athletin war das sicherlich eine schlimme Zeit, wenn man ein halbes Jahr vor Olympia die wichtigste Ansprechpartnerin verliert. Unabhängig davon, was dort gewesen oder nicht gewesen ist, hat man in diesem ganzen Prozess die Sportlerinnen im Regen stehen lassen", so Olympiastützpunktleiter Thomas Weise. Mehrere Verletzungen beendeten inzwischen ihre Olympiaträume.

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