• 30.06.2022
      21:45 Uhr
      Monitor: Tödliche Profite Das Geschäft mit den Corona-Impfstoffen | Das Erste
       

      Zweistellige Milliardengewinne - so viel konnten die Impfstoffhersteller im vergangenen Jahr verbuchen. Finanziell gesehen war die Pandemie für Biontech, Pfizer oder Moderna damit ein Glücksfall. Doch die riesigen Profite gingen einher mit einer massiven Ungerechtigkeit bei der weltweiten Verteilung der Impfstoffe, sagen Kritikerinnen und Kritiker. Dabei hatten Impfstoffhersteller und Politik zu Beginn der Pandemie versprochen, sich für eine gerechte Impfstoffverteilung einzusetzen. MONITOR-Recherchen zeigen, wie diese Versprechen immer wieder gebrochen wurden - mit tödlichen Folgen für viele Menschen in den ärmeren Ländern.

      Donnerstag, 30.06.22
      21:45 - 22:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Zweistellige Milliardengewinne - so viel konnten die Impfstoffhersteller im vergangenen Jahr verbuchen. Finanziell gesehen war die Pandemie für Biontech, Pfizer oder Moderna damit ein Glücksfall. Doch die riesigen Profite gingen einher mit einer massiven Ungerechtigkeit bei der weltweiten Verteilung der Impfstoffe, sagen Kritikerinnen und Kritiker. Dabei hatten Impfstoffhersteller und Politik zu Beginn der Pandemie versprochen, sich für eine gerechte Impfstoffverteilung einzusetzen. MONITOR-Recherchen zeigen, wie diese Versprechen immer wieder gebrochen wurden - mit tödlichen Folgen für viele Menschen in den ärmeren Ländern.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Georg Restle

      Zweistellige Milliardengewinne - so viel konnten die Impfstoffhersteller im vergangenen Jahr verbuchen. Finanziell gesehen war die Pandemie für Biontech, Pfizer oder Moderna damit ein Glücksfall. Doch die riesigen Profite gingen einher mit einer massiven Ungerechtigkeit bei der weltweiten Verteilung der Impfstoffe, sagen Kritikerinnen und Kritiker. Dabei hatten Impfstoffhersteller und Politik zu Beginn der Pandemie versprochen, sich für eine gerechte Impfstoffverteilung einzusetzen. MONITOR-Recherchen zeigen, wie diese Versprechen immer wieder gebrochen wurden - mit tödlichen Folgen für viele Menschen in den ärmeren Ländern.

      Weltweit versuchten westliche Regierungen von Beginn an, zunächst vor allem die eigene Bevölkerung mit den begehrten Impfstoffen zu versorgen. Der Film gibt tiefe Einblicke in die Verhandlungen der Staaten mit den Herstellern. Vertrauliche Dokumente zeigen, wie sich auch die EU mit ihrer Finanzkraft große Mengen der Impfstoffe sicherte, während etwa Staaten des afrikanischen Kontinents das Nachsehen hatten. Alle Versuche, eine gerechte Verteilung sicherzustellen, scheiterten am Widerstand der reichen Staaten sowie der Pharmaindustrie.

      Neue Untersuchungen eines internationalen Teams von Wissenschaftlern belegen nun die Folgen dieser Ungleichheit: So sind in vielen afrikanischen Ländern - im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße - weitaus mehr Menschen an CoViD-19 gestorben als etwa in Deutschland.

      Der Film zeigt die Folgen vor Ort - etwa für eine Familie aus einem Armenviertel Kapstadts, die ihren Vater verlor, nachdem er sich immer wieder vergeblich um eine Impfung bemüht hatte. Selbst Risikogruppen hatten lange Zeit keine Chance auf eine Impfung.

      Dabei hatte sich die Europäische Union schriftlich darauf verständigt, die Impfstoffe als "globales öffentliches Gut" zu betrachten. Sie wollte sich in den Preisverhandlungen sogar dafür einsetzen, dass die Hersteller ihr Wissen teilen, um die weltweite Produktion der Impfstoffe zu steigern. MONITOR-Recherchen belegen jetzt: Nichts davon spielte letztlich eine Rolle: "Es war nur Rhetorik", sagt rückblickend ein Teilnehmer der Verhandlungen.

      Ein Film von Herbert Kordes, Julia Regis und Achim Pollmeier

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      Donnerstag, 30.06.22
      21:45 - 22:15 Uhr (30 Min.)
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