• 05.07.2022
      20:15 Uhr
      Insektenkiller - Wie Chemieriesen unser Ökosystem zerstören Frankreich/Belgien 2021 | arte
       

      Mit seinen Nahaufnahmen von Insekten wirkt dieser Film wie eine Ode an die Schönheit der Natur, doch gleichzeitig prangert er deren Bedrohung durch den massiven Einsatz von Neonikotinoiden an, sogenannten "systemischen" Insektiziden, die sich in allen Pflanzenzellen ausbreiten. Seit den 1990ern ist die Gesamtbiomasse der Insekten um 75 Prozent geschrumpft. Der rasante Rückgang wirkt sich auf alle Nahrungsketten aus: Fische und Vögel finden nicht mehr genug zu fressen und werden immer weniger. Untersuchungen belegen, dass die Chemikalien auch die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen.

      Dienstag, 05.07.22
      20:15 - 21:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Mit seinen Nahaufnahmen von Insekten wirkt dieser Film wie eine Ode an die Schönheit der Natur, doch gleichzeitig prangert er deren Bedrohung durch den massiven Einsatz von Neonikotinoiden an, sogenannten "systemischen" Insektiziden, die sich in allen Pflanzenzellen ausbreiten. Seit den 1990ern ist die Gesamtbiomasse der Insekten um 75 Prozent geschrumpft. Der rasante Rückgang wirkt sich auf alle Nahrungsketten aus: Fische und Vögel finden nicht mehr genug zu fressen und werden immer weniger. Untersuchungen belegen, dass die Chemikalien auch die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen.

       

      Vor 30 Jahren musste ein Autofahrer etwa alle zwei Stunden einen Halt einlegen, um die Windschutzscheibe von Insekten zu reinigen. Heute kann er ganz Europa durchqueren, ohne auch nur ein einziges Mal vom Scheibenwischer Gebrauch zu machen, denn seit den 1990er Jahren ist die Gesamtbiomasse der Insekten um 75 Prozent zurückgegangen. Schuld daran ist der massive Einsatz von Neonikotinoiden, sogenannten "systemischen" Insektiziden, die sich in allen Pflanzenzellen ausbreiten. Sie sehen aus wie bunte Bonbons und scheinen völlig harmlos, doch sie haben eine stark toxische Wirkung.

      Weil immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen vor den katastrophalen Folgen dieser Nervengifte warnen, setzen die Multis alles daran, den Kausalzusammenhang zwischen ihren Produkten und dem Insektentod zu vertuschen. Sie finanzieren unseriöse Studien, üben Druck auf Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen aus, betreiben intensive Lobbyarbeit bei den Regulierungsbehörden und versuchen mit allen Mitteln, Einschränkungen und Verbote zu verhindern oder zu umgehen.

      Unterdessen schreitet das Insektensterben mit nie dagewesenem Tempo voran. Weil Insekten aber eine zentrale Rolle als Bestäuber und Teil der Nahrungsketten spielen, zieht die radikale Dezimierung alle Ökosysteme in Mitleidenschaft: Fischen und Vögeln geht das Futter aus, so dass sie ebenfalls immer weniger werden. Zudem belegen jüngere Studien, dass die Chemikalien auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen.

      30 Jahre ARTE, 30 Programm-Höhepunkte: ARTE feiert 30. Geburtstag! Im Mai 1992 ging der deutsch-französische Kulturkanal an den Start. Aus diesem Anlass wird ARTE über das ganze Jahr - im Fernsehen und in der Mediathek - ein besonderes Jubiläumsprogramm anbieten. Der Dokumentarfilm ist Teil dieses Programms.

      Themenabend: Pestizide – Profit außer Kontrolle:
      Das Insektensterben hat in den letzten 30 Jahren dramatisch zugenommen. Eine der Ursachen sind Neonikotinoide – ein hoch schädliches Insektengift, das unsere gesamte Nahrungskette und das Tierreich bedroht. Wie gezielt die groβen Chemiekonzerne Forschung und Politik unter Druck setzen, um eine strengere Regulierung zu verhindern, zeigt die Investigation „Insektenkiller – Wie Chemieriesen unser Ökosystem zerstören“.
      Wie in Europa bereits verbotene Chemikalien dann doch wieder auf unseren Tellern landen können, enthüllt die zweite Dokumentation des Abends „Pestizide – Europas zynischer Giftexport“.

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