• 31.07.2022
      20:15 Uhr
      Thelma & Louise Spielfilm USA 1991 | arte
       

      Die Freundinnen Thelma und Louise haben genug von den Männern und beschließen, so richtig einen drauf zu machen. Thelma ist gelangweilt von ihrem Hausfrauendasein und ihrer lieblosen Ehe, auch Louise kommt weder als Serviererin noch privat zurecht. So werden die jeweiligen Partner nicht lange gefragt, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt, und die Frauen fahren einfach mit dem Wagen los. Als Louise Thelma vor einer Vergewaltigung rettet, indem sie den Angreifer erschießt, müssen die beiden fliehen. Ihre rasante Flucht vor der Polizei gerät gleichzeitig zu einer kompromisslosen Suche nach weiblicher Selbstbestimmung und Freiheit.

      Sonntag, 31.07.22
      20:15 - 22:20 Uhr (125 Min.)
      125 Min.

      Die Freundinnen Thelma und Louise haben genug von den Männern und beschließen, so richtig einen drauf zu machen. Thelma ist gelangweilt von ihrem Hausfrauendasein und ihrer lieblosen Ehe, auch Louise kommt weder als Serviererin noch privat zurecht. So werden die jeweiligen Partner nicht lange gefragt, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt, und die Frauen fahren einfach mit dem Wagen los. Als Louise Thelma vor einer Vergewaltigung rettet, indem sie den Angreifer erschießt, müssen die beiden fliehen. Ihre rasante Flucht vor der Polizei gerät gleichzeitig zu einer kompromisslosen Suche nach weiblicher Selbstbestimmung und Freiheit.

       

      Thelma Dickinson führt ein langweiliges und unbefriedigendes Dasein als Hausfrau. Hinzu kommt, dass sie die Launen ihres chauvinistischen Ehemannes Darryl ertragen muss. Louise Sawyer arbeitet als Bedienung in einem Fastfood-Restaurant. Ihr Leben ist nicht minder frustrierend als das von Thelma und spielt sich zwischen ihrer monotonen Arbeit und ihrem derzeitigen Freund, dem Musiker Jimmy, ab.

      Thelma und Louise entscheiden sich, ein gemeinsames Wochenende fern von ihrem Alltag und ihren Männern zu verbringen. Der unbeschwerte Ausflug endet auf dem Parkplatz einer Disko, wo ein brutaler und betrunkener Fremder versucht, Thelma zu vergewaltigen. Louise kommt ihr zu Hilfe und erschießt den Mann, halb in Notwehr, halb im Affekt. Das ist der Startschuss zu einer abenteuerlichen Fahrt in Louises Ford Thunderbird-Cabrio quer durch die USA in Richtung Mexiko.

      Mit jedem gefahrenen Kilometer wächst das Selbstbewusstsein der beiden Frauen. Auf ihrer Flucht vor einem riesigen Polizeiaufgebot übertreffen sie sich gegenseitig an Gerissenheit und Frechheit. Nachdem sie von einem Tramper ausgeraubt wurden, überfallen die weiblichen Outlaws einen Supermarkt, übertölpeln einen Streifenpolizisten und jagen das Gefährt eines sexbesessenen Truck-Drivers in die Luft.

      Längst geht es nicht mehr nur um ihre Flucht, sondern um eine radikale Suche nach Freiheit und Selbstfindung in einer von Männern dominierten Gesellschaft. Der Koordinator der Verfolgung, Hal Slocumb, versucht mit allen Kräften, eine Eskalation zu vermeiden. Doch Thelma und Louise sind an einem Punkt angekommen, an dem es kein Zurück mehr gibt.

      Ridley Scott gelang mit "Thelma & Louise" 1991 ein spannender, unterhaltender, die Grenzen des Genres sprengender Actionfilm, der weltweit Erfolg hatte. "Thelma & Louise" war einer der ersten Filme, der mit der Tradition der Roadmovies als reiner Männerdomäne brachen und zwei starke Frauen als Heldinnen präsentierte.

      Die beiden grandiosen Hauptdarstellerinnen Susan Sarandon und Geena Davis wurden für den Oscar nominiert, den dann Callie Khouri für das beste Drehbuch gewann. Der Film wurde auch u.a. achtmal für den BAFTA Award nominiert, darunter Geena Davis und Susan Sarandon (in der Kategorie Beste Schauspielerin), Ridley Scott (Beste Regie) und Hans Zimmer (Beste Musik).

      • Schwerpunkt: Summer of Passion

      Der „Summer of Passion“ feiert die Leidenschaft als Inspiration und Kraftquelle, jenseits der Komfortzone der Vernunft. Was wäre die Filmgeschichte ohne die leidenschaftliche Liebe, die „Amour fou“, die verrückte, entfesselte Beziehung, in der zwei Menschen sich finden und im Zweifelsfall auch gegen den Rest der Welt zusammenstehen? So wie in dem Film „Lovestory“, einem der größten Liebesfilme aller Zeiten.

      Die Dokumentation „Romy und Alain“ erzählt von der leidenschaftlichen Beziehung zwischen Romy Schneider und Alain Delon, deren Beziehung zwar offiziell nur vier Jahre dauerte, die aber beide zeitlebens nie wirklich voneinander losgekommen sind. „Tommie Lee und Pamela“ erzählt die Affäre zwischen Pamela Anderson und Mötley Crue-Drummer Tommie Lee, die in den 90er Jahren das Skandalpärchen überhaupt waren.

      Daneben stellt der „Summer of Passion“ Künstlerinnen und Künstler ins Rampenlicht, die sich mit ganzer Leidenschaft, Hingabe und vollem Einsatz ihrer Kunst widmen, wie beispielsweise die spanische Filmdiva Penelope Cruz. Ihre beeindruckende, seit Jahrzehnten anhaltende Karriere, die sie aus einem Vorort von Madrid in die großen Studios Hollywoods führte, ist Thema der Neuproduktion „Penelope Cruz – Diva im Spiegel“. Cruz ist nicht nur eine der wenigen Schauspielerinnen, denen der Spagat zwischen Arthouse und kommerziellen Kino gelungen ist, längst ist sie auch eine weltweit begehrte Mode- und Stilikone.

      Aber auch in der Geschichte der Popmusik fußen ganze Karrieren auf dem Besingen der Leidenschaft. In der Dokumentation über Barry White geht es ganz um den amerikanischen Soulsänger, der begleitet von seinem „Love Unlimited Orchestra“ wie kein anderer den schmachtenden Gesang beherrschte und dessen Spitzname nicht umsonst „The Walrus of Love“ lautete. Auch Roy Orbison, einer der Gründerväter des Rock‘n’Roll, traf mit seinem sanften Gesang seine Zuhörer mitten ins Herz – sein Song „Pretty Woman“, Titelsong des gleichnamigen Spielfilms, verschaffte ihm gegen Ende seiner Karriere ein unverhofftes Comeback. In der monumentalen, dreistündigen Dokumentation „KISStory“ dreht sich schließlich alles um die Glamrock-Gruppe Kiss, die seit 40 Jahren eifrig an der Musikgeschichte mitschreiben.

      Auf den Tanzflächen ist es vor allem der Disco-Sound, der die Leidenschaften entfacht und das Blut in Wallung bringt. In der Dokumentation „Italo-Disco – Glitzersound der 80er“ geht es um ein bis dato unerzähltes Kapitel der Musikgeschichte: Als nämlich in den 80er Jahren findige italienische Produzenten in den Hinterhofstudios des Mezzogiorno mit billigen Synthesizern, doppeldeutigen Texten und einer Extraportion Amore das totgeglaubte Disco-Genre reanimierten und ihm mit Hits wie „Boys, Boys, Boys“, „Vamos a la playa“ zu neuen Weihen verhalfen.

      Bisweilen aber ist es nicht nur gut, sich ganz seinen Leidenschaften hinzugeben: So steht die ambivalente Karriere von Mel Gibson dafür, dass man zwar seinen Leidenschaften folgen kann, sich aber auch in ihnen verrennen kann.

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      Sonntag, 31.07.22
      20:15 - 22:20 Uhr (125 Min.)
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