• 14.05.2022
      22:00 Uhr
      Geheimnisse der Antike Der Untergang von Rom | arte Mediathek
       

      Der Untergang des Römischen Reichs beschäftigt Historikerinnen und Historiker seit Jahrhunderten. Klimatische Aspekte und die Ausbreitung tödlicher Seuchen wurden dabei nicht als Teil eines ganzen Bündels von Faktoren gesehen. Erst Daten, die moderne Klimaforschung bereitstellt, und genetische Untersuchungsmethoden erlauben heute ganz neue Thesen zum Ende der Antike.

      Samstag, 14.05.22
      22:00 - 22:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Der Untergang des Römischen Reichs beschäftigt Historikerinnen und Historiker seit Jahrhunderten. Klimatische Aspekte und die Ausbreitung tödlicher Seuchen wurden dabei nicht als Teil eines ganzen Bündels von Faktoren gesehen. Erst Daten, die moderne Klimaforschung bereitstellt, und genetische Untersuchungsmethoden erlauben heute ganz neue Thesen zum Ende der Antike.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Jonathan Drake

      Die Blütezeit des Römischen Reichs, die unser Bild bis heute prägt, reichte von der Regierungszeit des Kaiser Augustus bis Anfang des 5. Jahrhunderts. Die ersten 150 Jahre dieser Blütezeit müssen den Menschen damals wie ein Goldenes Zeitalter erschienen sein.

      Und doch war das Leben Gefahren ausgesetzt, die wir uns heute kaum vorstellen können. Gesund sein - das war in einer dicht bevölkerten Stadt wie Rom nicht die Regel, eher die Ausnahme. Magen- und Darm-Erkrankungen waren weit verbreitet, der Zusammenhang zwischen Krankheitskeimen und Ansteckung unbekannt. Die Malariamücke aus den vielen Sümpfen der Tiberstadt forderte jährlich ihren tödlichen Tribut.

      Doch war dies nichts gegen die Seuchen, die ab der Mitte des zweiten Jahrhunderts nach Christus das Römische Reich heimsuchten und Millionen über Millionen von Todesopfern forderten. Heute vermutet man, dass es zunächst eine Form der Pocken war, die grassierte. Erst von späteren Seuchenwellen wissen wir, dass es sich um die Beulenpest handelte - auf Handelswegen von Menschen und Ratten aus Innerasien eingeschleppt, verbreitet bis in das römische Britannien.

      Neue wissenschaftliche Erkenntnisse geben Aufschluss darüber, wie stark sich diese Seuchen auf den Wohlstand und das Glück Roms auswirkten, aber auch darüber, wie Klimaveränderungen und sogar weit entfernte Vulkanausbrüche katastrophale Krankheitswellen ausgelöst haben könnten. Eine sich verändernde Umwelt setzte uralte und neue Krankheitserreger frei. Die Auswirkungen bedrohten eine dicht besiedelte und stark vernetzte Welt - was sich überraschend modern anhört.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.05.2022