• 09.10.2022
      23:40 Uhr
      Ercole Amante Tragische Oper von Francesco Cavalli | arte
       

      Zur Hochzeit Ludwigs XIV. mit der spanischen Infantin komponierte der Italiener Francesco Cavalli die Oper "Ercole amante". Das Motiv des verliebten Herkules steht für den Bund aus Macht und Verführungskunst und sollte der französischen Monarchie und ihrem jungen Herrscher den Reiz des Unwiderstehlichen verleihen. ARTE zeigt eine Aufzeichnung der Aufführung vom 8. November 2019 in der Opéra Comique Paris. Die musikalische Leitung dieses selten gezeigten Werks lag in den Händen des jungen französischen Dirigenten Raphaël Pichon. Für die bezaubernd frische Inszenierung zeichnen Valérie Lesort und Christian Hecq verantwortlich.

      Sonntag, 09.10.22
      23:40 - 02:50 Uhr (190 Min.)
      190 Min.
      Original mit Untertitel Stereo

      Zur Hochzeit Ludwigs XIV. mit der spanischen Infantin komponierte der Italiener Francesco Cavalli die Oper "Ercole amante". Das Motiv des verliebten Herkules steht für den Bund aus Macht und Verführungskunst und sollte der französischen Monarchie und ihrem jungen Herrscher den Reiz des Unwiderstehlichen verleihen. ARTE zeigt eine Aufzeichnung der Aufführung vom 8. November 2019 in der Opéra Comique Paris. Die musikalische Leitung dieses selten gezeigten Werks lag in den Händen des jungen französischen Dirigenten Raphaël Pichon. Für die bezaubernd frische Inszenierung zeichnen Valérie Lesort und Christian Hecq verantwortlich.

       

      "Ercole amante" ist eine Oper in einem Prolog und fünf Akten von Francesco Cavalli mit einem Libretto von Francesco Buti nach dem neunten Buch von Ovids "Metamorphosen". Sie wurde am 7. Februar 1662 im Théâtre des Tuileries in Paris mit Balletten von Jean-Baptiste Lully uraufgeführt.
      Ercole liebt die junge Iole, ist aber schon mit Dejanira verheiratet. Auch deren Sohn Hyllo ist in Iole verliebt. Wer wird gewinnen, Venus, die Göttin der Liebe, oder Juno, die Beschützerin der Ehe?

      Das Motiv des verliebten Herkules als Verkörperung des Bundes zwischen Verführungskunst und Macht war ein überaus schmeichelhaftes Thema anlässlich der Hochzeit von Ludwig XIV. mit der spanischen Infantin. Der Auftraggeber des Werks, Kardinal Mazarin, wollte die französische Monarchie als unwiderstehlich darstellen und wandte sich an die besten Künstler Italiens.

      In dem selten aufgeführten Werk tritt der Hochadel neben Göttern auf, und menschliche Gefühle prallen auf Naturgewalten und kosmische Erscheinungen. Das Ergebnis ist eine glanzvoll-barocke Mischung aus höfischem Ballett, Maschinenstück und Oper.

      Die Regisseure der Inszenierung an der Pariser Opéra Comique, Valérie Lesort und Christian Hecq, siedeln die Abenteuer des verliebten Herkules in einem antiken Theater an, in dem sie die Figuren dank unterschiedlichster Requisiten vor den Augen der faszinierten Zuschauer auf die Bühne zaubern und verschwinden lassen, transformieren und mit allerlei Maschinerie fortbewegen. Die effektvolle und mitreißende Inszenierung steht unter der Leitung des französischen Dirigenten Raphaël Pichon.

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