• 19.07.2021
      20:15 Uhr
      Comedian Harmonists Spielfilm Deutschland/Österreich 1997 | arte
       

      Fasziniert von der amerikanischen A-cappella-Formation "The Revellers" beschließt Ende der zwanziger Jahre in Berlin der Schauspielschüler Harry Frommermann, ein ähnliches Ensemble auf die Beine zu stellen. Dank einer Zeitungsannonce hat er schon bald ein schlagkräftiges Sextett beisammen, das mit seinen flotten Liedern und frechen Texten schnell zu einem Begriff in ganz Deutschland wird. Ihr großer Erfolg macht die jüdischen Mitglieder der Gruppe allerdings blind für die Gefahr, die vom Nationalsozialismus ausgeht.

      Montag, 19.07.21
      20:15 - 22:15 Uhr (120 Min.)
      120 Min.

      Fasziniert von der amerikanischen A-cappella-Formation "The Revellers" beschließt Ende der zwanziger Jahre in Berlin der Schauspielschüler Harry Frommermann, ein ähnliches Ensemble auf die Beine zu stellen. Dank einer Zeitungsannonce hat er schon bald ein schlagkräftiges Sextett beisammen, das mit seinen flotten Liedern und frechen Texten schnell zu einem Begriff in ganz Deutschland wird. Ihr großer Erfolg macht die jüdischen Mitglieder der Gruppe allerdings blind für die Gefahr, die vom Nationalsozialismus ausgeht.

       

      Stab und Besetzung

      Robert Biberti Ben Becker
      Roman Cycowski Heino Ferch
      Harry Frommermann Ulrich Noethen
      Erich A. Collin Heinrich Schafmeister
      Ari Leschnikoff Max Tidof
      Erwin Bootz Kai Wiesinger
      Regie Joseph Vilsmaier
      Kamera Joseph Vilsmaier
      Drehbuch Jürgen Büscher
      Jürgen Egger
      Klaus Richter

      Berlin, 1927: Sechs ehrgeizige junge Männer tun sich zusammen, um eine ganz eigene künstlerische Vision zu verfolgen. Mit Disziplin und harter Arbeit eignen sie sich ein Repertoire mitreißender A-cappella-Nummern an, mit Texten in einer Bandbreite von sentimental bis vollkommen albern.
      Schon bald haben sie nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland großen Erfolg. Ihr Leben wird ein einziges großes Fest, mit Frauen, Autos und jedem erdenklichen Luxus. Aber während sie die politischen Entwicklungen ignorieren, hat das NS-Regime sie im Blick. Drei der sechs Harmonists sind Juden und somit für die Nationalsozialisten nicht hinnehmbar: Die Gruppe wird zur Auflösung gezwungen.
      Was als eine der schönsten Erfolgsgeschichten der wilden Zwanziger begann, wird von einer barbarischen Ideologie zerstört. Die Nazis markieren das Ende der Comedian Harmonists, aber ihre Stimmen klingen weiter.

      Regisseur Joseph Vilsmaier gelang mit "Comedian Harmonists" sein internationaler Durchbruch. Der Film wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis in Gold, dem Bayerischen Filmpreis für die beste Regie und dem Gilde-Filmpreis in Gold. Die Handlung orientiert sich - mit einiger künstlerischer Freiheit - an der Geschichte der historischen Gesangsgruppe Comedian Harmonists.

      1927 in Berlin gegründet, errangen die Comedian Harmonists bald Weltgeltung auf dem Gebiet der leichten Unterhaltung, war doch bis dahin der Gesang dem ernsten Liedgut verpflichtet, eine Gesangsgruppe ohne Orchester eine unerhörte Sache. Mit Liedern wie "Veronika, der Lenz ist da" oder "Mein kleiner grüner Kaktus" füllten sie Säle in Berlin und ganz Europa.

      Der für das Szenenbild verantwortliche Rolf Zehetbauer ("Das Boot", "Die unendliche Geschichte", Oscar-Auszeichnung für "Cabaret") ließ die 1920er- und 1930er-Jahre detailgetreu wieder auferstehen.

      Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Wien, München, Berlin, Stuttgart und Prag. Zur Authentizität trägt auch die Musik bei: Bei allen im Film verwendeten Liedern handelt es sich um digital bearbeitete Originalaufnahmen der Comedian Harmonists. Der Film war mit über drei Millionen Kinobesuchern ein absoluter Publikumserfolg.

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