• 28.09.2021
      21:15 Uhr
      Die Planetenjäger ARD alpha
       

      Wir leben in einem neuen, goldenen Zeitalter der Entdeckungen. Planetenjäger suchen weit außerhalb unseres Sonnensystems nach Exoplaneten. Bisher wurden schon über 3.000 dieser fremdartigen Welten identifiziert. Doch Trappist-1, ein 40 Lichtjahre von der Erde entfernter Stern, den sieben Planeten umkreisen, könnte die bisher größte Entdeckung der Astronomen sein. Jetzt wollen diese modernen Entdecker mehr über die außergewöhnlichen Welten herausfinden. Wie sehen ihre Oberflächen aus? Wie ist das Klima? Und kann auf diesen Planeten überhaupt Leben wie auf der Erde möglich sein?

      Dienstag, 28.09.21
      21:15 - 22:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo

      Wir leben in einem neuen, goldenen Zeitalter der Entdeckungen. Planetenjäger suchen weit außerhalb unseres Sonnensystems nach Exoplaneten. Bisher wurden schon über 3.000 dieser fremdartigen Welten identifiziert. Doch Trappist-1, ein 40 Lichtjahre von der Erde entfernter Stern, den sieben Planeten umkreisen, könnte die bisher größte Entdeckung der Astronomen sein. Jetzt wollen diese modernen Entdecker mehr über die außergewöhnlichen Welten herausfinden. Wie sehen ihre Oberflächen aus? Wie ist das Klima? Und kann auf diesen Planeten überhaupt Leben wie auf der Erde möglich sein?

       

      Außerirdisches Leben zu finden ist das ultimative Ziel der sogenannten Planetenjäger. Darum suchen sie außerhalb unseres Sonnensystems nach erdähnlichen Exoplaneten, auf denen Bedingungen herrschen, die sie eventuell bewohnbar machen. Doch bis vor wenigen Jahren haben Astronomen nur eine Handvoll Gasplaneten entdeckt, die größer als der Jupiter sind. Erdgroße Exoplaneten sind zu klein, um sie selbst mit den besten Teleskopen zu beobachten.

      Doch es gibt ein Verfahren, Exoplaneten zu finden, ohne sie wirklich zu sehen: die Transitmethode. Der Planet wird dabei nicht direkt beobachtet, sondern nur durch einen vorrübergehenden Abfall der Helligkeit seines Sterns nachgewiesen. Erdgroße Planeten entdeckt man mit dieser Methode am besten vor Roten Zwergen: Diese Sterne sind viel lichtschwächer als unsere Sonne und darum verursachen auch kleinere Planeten einen stärkeren Abfall ihrer Helligkeit. So wird 2015 schließlich der erste erdgroße Exoplanet gefunden: er kreist zusammen mit sechs anderen Planeten um den Roten Zwerg Trappist-1.

      Doch wie sehen diese weit entfernten Welten eigentlich aus? Sie mögen in etwa so groß wie die Erde sein, aber könnte eine von ihnen ein kosmischer Zwilling unseres Heimatplaneten sein? Wissenschaftler haben mittlerweile herausgefunden, dass die beiden inneren Planeten ihren Stern in einem sehr geringen Abstand umkreisen. Dadurch ist es auf ihnen wahrscheinlich zu heiß, als das Leben existieren könnte. Die äußeren Trappist-1-Planeten sind sehr weit von ihrem Stern entfernt und werden kaum von ihm erwärmt. Hier ist es womöglich zu kalt für die Entstehung von Leben. Doch auf den Planeten in der gemäßigten Zone des Systems herrschen ähnliche Temperaturen wie auf der Erde. Kommt auf diesen Welten flüssiges Wasser vor und haben sie eine Atmosphäre? Dann bestünde tatsächlich die Möglichkeit, dass die Evolution in Gang gekommen ist, und dass sich mit der Zeit Organismen entwickelt haben.

      Mit neuartigen Teleskopen könnten Wissenschaftler die Exoplaneten in den nächsten Jahren genauer beobachten, mehr über sie herausfinden und eine Frage abschließend klären: Ist die Menschheit wirklich alleine im Universum?

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