• 16.07.2021
      02:30 Uhr
      artour Das Kulturmagazin des MDR | MDR FERNSEHEN
       

      Themen:

      • Die Geschichte des Plagiats
      • Nach Corona ist vor Corona
      • Neustart oder alles beim Alten? Filme über eine Ausnahmezeit
      • Wenn wir nichts ändern, waren wir einmal
      • Kulturtipps

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 16.07.21
      02:30 - 03:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 02:35

      Themen:

      • Die Geschichte des Plagiats
      • Nach Corona ist vor Corona
      • Neustart oder alles beim Alten? Filme über eine Ausnahmezeit
      • Wenn wir nichts ändern, waren wir einmal
      • Kulturtipps

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Thomas Bille
      • Die Geschichte des Plagiats

      Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, hat ein Buch geschrieben, mit dem sie die Menschen wachrütteln wollte. Das ist ihr gelungen, aber anders, als sie sich erhoffte. Denn es enthält Dutzende Absätze, die sich als Plagiate entpuppt haben. Die Empörung ist groß, und sie ist nicht nur dem Wahlkampf geschuldet. Denn das Plagiat ist eines der wenigen Tabus, auf das sich alle Gruppen und Milieus der Gegenwart einigen können.

      Seitdem 2011 herauskam, dass die Doktorarbeit des damaligen Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg auf 94 Prozent ihrer Seiten Plagiate enthielt, ging ein Beben durch die Unis. Viele Promotionen wurden untersucht und aberkannt. Mehrere deutsche Politiker mussten ebenfalls zurücktreten, unter anderem Deutschlands oberste Wissenschaftsministerin Annette Schavan. Mittlerweile sind Plagiatsplattformen im Internet eine Institution, die akademische und politische Karrieren ruinieren kann.

      Blickt man in die Geschichte zurück, findet man das Plagiat sogar als Kunstform. Im Mittelalter kopierte man Texte, ohne sich um Fragen der Autorschaft zu scheren. Die alten Römer rechtfertigten das Plündern ihrer Vorbilder mit einer ästhetischen Theorie der Nachahmung. Und im Christentum, in dem Gott ohnehin über allem steht, hat die Idee einer individuellen intellektuellen Schöpfung keine Grundlage.

      Das Urheberrecht ist eine moderne und relativ junge Erfindung, aber ausgerechnet in unserer Gesellschaft des copy and paste hat sich das Plagiat zu einer Art Ursünde der intellektuellen Redlichkeit entwickelt. Warum das so ist und was das bedeutet, darüber hat "artour" gesprochen mit der Mitbegründerin der Plagiatsplattform "Vroniplag" Debora Weber-Wulff, mit dem Publizisten Stefan Aust und dem Literaturkritiker Lothar Müller.

      • Nach Corona ist vor Corona

      Das zweite Corona Schuljahr neigt sich dem Ende zu, Lehrer und Schüler verabschieden sich mit einem déja-vu in die Ferien: Die Inzidenz-Zahlen sind niedrig, der Glaube daran, dass im neuen Schuljahr der von allen gewünschte Präsenzunterricht wieder stattfinden kann, ist groß. Aber ist er auch berechtigt?

      Der deutsche Lehrerverband ist nicht der einzige, der bezweifelt, dass die Schulen auf den Corona Herbst vorbereitet sind. Aktuelles Beispiel: Luftfilter, wie sie von einigen Experten empfohlen werden, stehen noch lange nicht in jedem Klassenzimmer. Und auch die Fortschritte in der Digitalisierung, das Einrichten verlässlicher Clouds, die Ausstattung mit Endgeräten, erhalten allenfalls die Note "mangelhaft". Dabei ist die Vorsorge für die Gesundheit der Kinder nur eine Aufgabe, die in den kommenden Wochen und Monaten bewältigt werden muss. Die andere, womöglich schwierigere, ist: Wie können Bildungsdefizite ausgeglichen werden, wo es doch schon jetzt zu wenig Lehrpersonal gibt?

      "artour" spricht unter anderem mit dem Präsidenten des deutschen Lehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger und dem thüringischen Minister für Bildung, Helmut Holter.

      • Neustart oder alles beim Alten? Filme über eine Ausnahmezeit

      Vermissen Zootiere ihre Besucher? Wie hält sich eine Künstlerfamilie im Lockdown über Wasser, und was macht eine Sterneköchin, deren Restaurant nicht öffnen kann? Acht Dokumentarfilme gehen den kleinen und großen Geschichten der Pandemie hier in Mitteldeutschland nach. Sie alle stehen unter dem Motto "Neustart?" und laufen im Rahmen der MDR Dokumentarfilm-Initiative DOK Creative. Präsentiert werden die Gewinner der MDR-Dokfilm-Ausschreibung zum Neustart nach Corona. Wird es ein "weiter so wie vor der Pandemie" geben können? Der Neustart scheint unmittelbar bevorzustehen, aber ist dann für jeden wieder alles beim Alten? Was fehlt, was wurde gewonnen und was hat sich verändert?

      • Wenn wir nichts ändern, waren wir einmal

      Der Dokumentarfilm "Wer wir waren" von Marc Bauder bietet spektakuläre Bilder und Begegnungen mit sechs herausragenden Wissenschaftler:innen und Denker:innen, die den Zustand der Welt reflektieren

      - und sich damit nicht abfinden wollen.

      "artour" ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. "artour" wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen.

      Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 16.07.21
      02:30 - 03:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 02:35

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.09.2021