• 04.07.2021
      23:45 Uhr
      Auf den Spuren von Cesária Evora Weltmusik von den Kapverden | arte
       

      Die Musik der Kapverden war kaum bekannt - bis Cesária Evora ein internationaler Star wurde. Die 2011 verstorbene Sängerin galt als Königin der Morna, der Sehnsuchtsmusik ihrer Heimat. Die Sendung folgt ihren Spuren auf der afrikanischen Inselgruppe und verbindet den Klang der Inseln mit dem Blick auf Land und Leute zu einer faszinierenden Musikdokumentation.

      Sonntag, 04.07.21
      23:45 - 00:40 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      Die Musik der Kapverden war kaum bekannt - bis Cesária Evora ein internationaler Star wurde. Die 2011 verstorbene Sängerin galt als Königin der Morna, der Sehnsuchtsmusik ihrer Heimat. Die Sendung folgt ihren Spuren auf der afrikanischen Inselgruppe und verbindet den Klang der Inseln mit dem Blick auf Land und Leute zu einer faszinierenden Musikdokumentation.

       

      Cesária Evora machte die melancholischen Klänge der kapverdischen Inseln Anfang der 90er Jahre weltberühmt. Erst mit 47 Jahren bekam sie ihren ersten Plattenvertrag. Ihre Karriere währte gut zwei Jahrzehnte: Als sie 2011 verstarb, herrschte auf dem afrikanischen Inselstaat eine zweitägige Staatstrauer.
      Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren, die Cesária Evora in ihrer Heimat hinterlassen hat. Musik ist dort allgegenwärtig, eine Art Bindeglied der Gesellschaft. Cesária Evora war die erste Musikerin, die diese Musik in die Welt trug. 500 Kilometer vor der Küste Senegals gelegen, entwickelten sich die Kapverden im 16. Jahrhundert zum Umschlagplatz des Sklavenhandels. Menschen aus den verschiedensten Regionen Afrikas wurden dorthin verschleppt, um weiterverkauft zu werden. Sie brachten ihre musikalischen Traditionen mit, die sich mischten und sich zur Musik der Kapverden weiterentwickelten.
      Viele Musiker der Kapverden sind heute international gefragt. Doch die Inseln bleiben ihr Bezugspunkt: Stets kehren sie zurück und spielen mit den heimischen Musikern. Egal ob auf Festen oder im Alltag: Musik bestimmt das Leben auf den Kapverden. Das Kamerateam trifft auf Musiker verschiedenster Generationen - solche, die mit Cesária Evora auf der Bühne standen, und andere, die für neue Strömungen stehen. Ob bei intimen Sessions oder beim weltberühmten Karneval von Mindelo: ARTE ist mittendrin und verbindet den Blick auf Land und Geschichte mit dem Klang der Musik zu einer mitreißenden Musikdokumentation. Musikdokumentation Deutschland 2019

      • Schwerpunkt: Afrika!

      Afrika - ein Kontinent, der so beeindruckend wie vielfältig ist. ARTE widmet sich im Juni mit seinem Programmschwerpunkt, der neben einzigartigen Naturschauspielen und faszinierenden Lebensräumen zeigt, vor allem der kulturellen Vielfalt dieses Kontinents.
      Nach Jahrzehnten in denen Afrika vor allem als gigantischer Krisen- und Konfliktherd wahrgenommen wurde, erlebt der Kontinent derzeit eine Renaissance mit erstarktem kulturellem Selbstbewusstsein. Afrikanische Megacitys wie Kinshasa oder Lagos werden zu Pulsgebern in Sachen Mode und Design, Musikstile wie Kuduro und Bands wie Die Andwoort oder Buraka Som Sistema beeinflussen die internationale Pop-Szene.
      Neben Dokumentationen wie "Markt der Masken" von Peter Heller oder "Abderrahmane Sissako - Weltkino aus Afrika" ermöglichen sechs Erstausstrahlungen interessante und facettenreiche Einblicke in diesen Teil der Welt. Kulturelle und musikalische Höhepunkte im Programmschwerpunkt sind dabei unter anderem die Dokumentationen "Soul-Ladys - Zwischen Afrika und Europa" von Alexander Carlo Stenzel und "Auf den Spuren von Césaria Evora - Weltmusik von den Kapverden" von Jan Kerhart und Ulrich Stein.
      Das berührende Porträt "Johnny Clegg -Der weiße Zulu" von Amine Mestari zeigt den Weg des Sängers, der mit dem weltbekannten Titel "Asimbonanga" Nelson Mandela ein bleibendes Denkmal geschaffen hat und lässt noch einmal eine Epoche, gezeichnet von Kämpfen und nie ersterbender Hoffnung, lebendig werden.
      Ein Programmschwerpunkt mit einem anderen, überraschenden Blick: Ob Mode, Kunst, Musik oder Kino - Viva Afrika!

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