• 09.07.2021
      00:15 Uhr
      Helmut Lachenmann - MY WAY SR Fernsehen
       

      Der 1935 in Stuttgart geborene Komponist Helmut Lachenmann hat mit seiner einzigartigen "Geräuschmusik" die zeitgenössische Musik der vergangenen 50 Jahre weltweit geprägt. Der sehr persönliche Film von SWR Autorin Wiebke Pöpel nähert sich dieser Musik auf sinnliche und humorvolle Weise und lebt vor allem von der einnehmenden Persönlichkeit des Komponisten. Er zeigt Lachenmann bei Proben mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern, in Leonberg, auf den Spuren seiner Lehrzeit bei Luigi Nono, am Opernhaus Zürich sowie in seinem Refugium hoch über dem Lago Maggiore.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 09.07.21
      00:15 - 01:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Der 1935 in Stuttgart geborene Komponist Helmut Lachenmann hat mit seiner einzigartigen "Geräuschmusik" die zeitgenössische Musik der vergangenen 50 Jahre weltweit geprägt. Der sehr persönliche Film von SWR Autorin Wiebke Pöpel nähert sich dieser Musik auf sinnliche und humorvolle Weise und lebt vor allem von der einnehmenden Persönlichkeit des Komponisten. Er zeigt Lachenmann bei Proben mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern, in Leonberg, auf den Spuren seiner Lehrzeit bei Luigi Nono, am Opernhaus Zürich sowie in seinem Refugium hoch über dem Lago Maggiore.

       

      Helmut Lachenmann, geboren 1935 in Stuttgart, hat mit seiner "Musique Concrète Instrumentale" die zeitgenössische Musik der vergangenen 50 Jahre weltweit geprägt - mit einer einzigartigen "Geräuschmusik", in der Geiger*innen auf dem Holz ihrer Instrumente kratzen, Trompeter*innen mit Backpapier knistern und auf mit Wasser gefüllten Hörnern gespielt wird. Es geht ihm jedoch nicht um neue Klänge, sondern - Zitat - "...um ein immer wieder anders eingerichtetes Hören". Auf den Vorwurf, das sei doch keine Musik, was er da schreibe, entgegnet er entwaffnend: "Ja, wunderbar, keine Musik! Was ist es denn?"

      Der sehr persönliche Film von SWR Autorin Wiebke Pöpel nähert sich dieser Musik auf ebenso sinnliche wie humorvolle Weise. Er lässt die Zuschauer*innen teilhaben an den Gedankenwelten dieses außergewöhnlichen Künstlers, an dem Abenteuer des kreativen Schaffens, an Zweifeln und Neugier - in einer Lebensphase, in der die Endlichkeit zunehmend greifbar wird. Der Film lebt nicht nur von der Vielfalt der Musik Lachenmanns, sondern auch von der entspannten, einnehmenden Persönlichkeit des Komponisten selbst, der einem - sonst eher bekannt als "enfant terrible" der klassischen Musikwelt - mit seiner zugewandten Art, seiner Selbstironie und seinem schwäbischen Humor ans Herz wächst.

      Die Zuschauer*innen erleben Lachenmann bei Proben mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern, zu Hause in Leonberg, auf den Spuren seiner Lehrzeit bei Luigi Nono in Venedig und am Opernhaus Zürich, wo seine Oper "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" von Christian Spuck eindrücklich als Ballett inszeniert wird. Schließlich begleitet der Film den Komponisten in sein Haus hoch über dem Lago Maggiore - es ist sein Refugium, wo bis heute all seine Werke entstehen.
      "Gerade weil wir Komponisten überflüssig sind, sind wir unverzichtbar: Die Kunst ist der Bereich, wo wir - über den ganzen Alltag hinaus - uns daran erinnern, dass wir geistbegabte Kreaturen sind. Und das ist der Sinn, warum wir überhaupt auf dieser Erde herumspazieren!" (Helmut Lachenmann).

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 09.07.21
      00:15 - 01:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.07.2021