• 04.07.2021
      09:10 Uhr
      Antonello Manacorda dirigiert Schönberg: "Verklärte Nacht" Das SWR Symphonieorchester aus der Liederhalle Stuttgart, Aufzeichnung vom 28. Mai 2020 | SR Fernsehen
       

      Antonello Manacorda dirigiert Mitglieder des SWR Symphonieorchesters. Auf dem Programm steht Arnold Schönbergs Werk "Verklärte Nacht" für Streichsextett. Das Konzert wurde am 28. Mai 2020 im SWR Funkhaus der Villa Berg aufgezeichnet.

      Sonntag, 04.07.21
      09:10 - 09:45 Uhr (35 Min.)
      35 Min.
      Stereo

      Antonello Manacorda dirigiert Mitglieder des SWR Symphonieorchesters. Auf dem Programm steht Arnold Schönbergs Werk "Verklärte Nacht" für Streichsextett. Das Konzert wurde am 28. Mai 2020 im SWR Funkhaus der Villa Berg aufgezeichnet.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Nanna Schmidt

      Antonello Manacorda wurde in Turin in eine italienisch-französische Familie hineingeboren, in Amsterdam ausgebildet und ist seit vielen Jahren in Berlin zu Hause. Er war Gründungsmitglied und langjähriger Konzertmeister des von Claudio Abbado ins Leben gerufenen Mahler Chamber Orchestra, bevor er bei dem legendären finnischen Lehrer Jorma Panula ein Dirigierstudium absolvierte. Heute ist Antonello Manacorda in Opernproduktionen an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt ebenso häufig zu erleben wie am Pult führender Sinfonieorchester. Mittelpunkt seines Schaffens ist die Kammerakademie, die beim Echo Klassik 2015 für den Schubert-Zyklus als Ensemble des Jahres ausgezeichnet wurde.
      Für die aktuelle Produktion mit dem SWR Symphonieorchester war die Bedingung, dass Bläser*innen und Streicher*innen nicht zusammenspielen dürfen. Manacorda bekennt sich als "ein großer Fan der »Zweiten Wiener Schule« und deshalb war Arnold Schönberg für mich immer sehr wichtig". "Verklärte Nacht" ist für ihn ein wunderbares Stück nicht nur für Streicher*innen, sondern für diese Zeit: "Denn wir alle bewegen uns momentan durch eine verklärte Zeit, in einer seltsamen Zwischendimension. Wir wissen nicht, wohin uns diese Zeit führen wird. Wir wissen nur, wo wir vorher waren. Dieses Stück passt perfekt zu diesem Zustand".
      Schönberg selbst sagt über seine Werke: "Analytiker meiner Musik müssen sich darüber klar werden, wie viel ich persönlich Mozart verdanke. Die Leute, die mich ungläubig angesehen und gedacht haben, ich mache einen schlechten Witz, werden jetzt begreifen, warum ich mich selbst einen Schüler Mozarts genannt habe und müssen jetzt meine Gründe verstehen. Das wird ihnen nicht nur dazu verhelfen, meine Musik zu schätzen, sondern Mozart zu verstehen".
      1899 entstand die erste Fassung der "Verklärten Nacht" für Streichsextett. Schönbergs Kammermusik stieß auf harsche Ablehnung: "Das klingt ja, als ob man über die noch nasse Tristan-Partitur darübergewischt hätte!", so ein Jury-Mitglied des Wiener Tonkünstlervereins. Dem hält Schönberg entgegen, dass dieses Werk, "nicht für Orchester, sondern für Kammermusik geschrieben wurde" - mit anderen Worten: "Sie bietet die Möglichkeit, als reine Musik geschätzt zu werden".

      Programm:
      Arnold Schönberg
      Verklärte Nacht op. 4, Fassung für Streichorchester

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