• 14.08.2022
      22:50 Uhr
      Kinomann MDR FERNSEHEN
       

      Routiniert springt er aus seinem in die Jahre gekommenen VW-Transporter, hämmert dicke Stahlbolzen in die Erde, schleppt Leinwand und traktorreifengroße Filmrollen und justiert seinen Ernemann-Projektor aus dem Jahre 1938. Seit er als 15-Jähriger das erste Mal "Kino machte", ist es um ihn geschehen. Nun ist Helmut Göldner aus dem kleinen Örtchen Sieglitz in Sachsen-Anhalt 75 Jahre alt und damit Mitteldeutschlands dienstältester mobiler Filmvorführer. Filmrollen, Projektoren und Landstraßenkilometer bestimmten und bestimmen sein bewegtes Leben.

      Sonntag, 14.08.22
      22:50 - 00:20 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Routiniert springt er aus seinem in die Jahre gekommenen VW-Transporter, hämmert dicke Stahlbolzen in die Erde, schleppt Leinwand und traktorreifengroße Filmrollen und justiert seinen Ernemann-Projektor aus dem Jahre 1938. Seit er als 15-Jähriger das erste Mal "Kino machte", ist es um ihn geschehen. Nun ist Helmut Göldner aus dem kleinen Örtchen Sieglitz in Sachsen-Anhalt 75 Jahre alt und damit Mitteldeutschlands dienstältester mobiler Filmvorführer. Filmrollen, Projektoren und Landstraßenkilometer bestimmten und bestimmen sein bewegtes Leben.

       

      Routiniert springt er aus seinem in die Jahre gekommenen VW-Transporter, hämmert dicke Stahlbolzen in die Erde, schleppt Leinwand und traktorreifengroße Filmrollen und justiert seinen Ernemann-Projektor aus dem Jahre 1938. Seit er als 15-Jähriger das erste Mal "Kino machte", ist es um ihn geschehen. Nun ist Helmut Göldner aus dem kleinen Örtchen Sieglitz in Sachsen-Anhalt 75 Jahre alt und damit Mitteldeutschlands dienstältester mobiler Filmvorführer.

      Filmrollen, Projektoren und Landstraßenkilometer bestimmten und bestimmen sein bewegtes Leben. Seine Frau Rita und Tochter Heike sind als kritisch-ironische Beobachterinnen und Helferinnen stets an seiner Seite. Fast täglich fährt er los, um dort Filme zu zeigen, wo es schon lange keine Kinos mehr gibt. Er weiß viel über die Mentalität, die Sorgen, Nöte und die Vorlieben seiner Besucher*innen zu berichten, die oft lange überlegen müssen, ob sie sich eine Kinokarte leisten können. Er erinnert sich an die Tricks, um zu DDR-Zeiten Komödien statt sowjetischer Propaganda zu spielen, erzählt von ausverkauften Vorstellungen, aber auch von Dörfern ohne Jobs und hohen Filmmieten, die auch vor der Provinz nicht halt machen .

      Was treibt diesen Mann an? Was bringt ihn trotz seiner 75 Jahre jede Woche in Dorfgasthäuser und Schulen, in Krankenhäuser, Seniorenheime und auf Marktplätze - oft hunderte Kilometer von seinem Heimatdorf entfernt? Und was macht solch eine Leidenschaft mit einer Familie, die nie gefragt wurde, ob sie da mitmachen will?

      Der Film begleitet den "Kinomann" in seinem 60. Jubiläumsjahr. Er erzählt von Liebe und Leidenschaft zu dem, was man tut. Ans Aufhören denkt Helmut Göldner nicht und hofft, dass seine Kräfte nie enden. Denn nach ihm, da kommt keiner mehr.

      Film von Matthias Ditscherlein

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