• 10.07.2021
      11:30 Uhr
      Orientierung Das Religionsmagazin des ORF | ARD-alpha
       

      Themen:

      • Indigene in Kanada: Weitere Gräberfunde
      • Jugendprojekt: Mit Kampfkunst zum inneren Frieden
      • Polen: Disziplinarstrafen für emeritierte Bischöfe
      • Corona-Hilfe: Freiwillige unterstützen Obdachlosen-Einrichtung

      Samstag, 10.07.21
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Indigene in Kanada: Weitere Gräberfunde
      • Jugendprojekt: Mit Kampfkunst zum inneren Frieden
      • Polen: Disziplinarstrafen für emeritierte Bischöfe
      • Corona-Hilfe: Freiwillige unterstützen Obdachlosen-Einrichtung

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Sandra Szabo
      • Indigene in Kanada: Weitere Gräberfunde

      In Kanada weitet sich der Skandal um unmarkierte Gräber in der Nähe ehemaliger kirchlicher Internate für indigene Kinder weiter aus. Bereits mehr als 1000 Gräber wurden in den vergangenen Wochen gefunden.

      Ab Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1990er Jahre waren in Kanada rund 150.000 Kinder von Indigenen und von gemischten Paaren von ihren Familien getrennt und in kirchliche Heime gesteckt worden. Vielerorts herrschte ein brutales System der Assimilation, beschreibt Tamara Starblanket, die das Leben in den so genannten "Residental Schools" recherchiert hat.

      Ihre Ergebnisse hat sie in ihrem Buch "Suffer the little children" veröffentlicht. Im "Orientierung"-Interview erzählt sie vom Leben und Sterben der Heimkinder, einem pervertierten Missionsbegriff und dem Umgang des kanadischen Staates mit seiner Kolonialgeschichte. Papst Franziskus hat indes angekündigt, im Dezember eine Delegation Indigener aus Kanada im Vatikan zu empfangen und dabei auch Auswirkungen der Rolle der Kirche im Internatssystem anzusprechen.

      Dazu im "Orientierung"-Studio: Franz Helm, Steyler Missionar und Rektor des Missionshauses St. Gabriel

      • Jugendprojekt: Mit Kampfkunst zum inneren Frieden

      Der Mord an einem 13-jährigen Mädchen in Wien vergangene Woche hat tiefes Entsetzen ausgelöst. Ermittelt wird gegen junge Männer aus Afghanistan. Die Straftat hat in Österreich erneut das Thema Asyl und Straffälligkeit angefacht.

      Ronny Kokert - ehemaliger Taekwondo-Weltmeister und Kampfsporttrainer - hat vor fünf Jahren das Projekt "Freedom Fighters" für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge ins Leben gerufen. Mittels Kampfkunst sollen Aggressionen abgebaut und Selbstbewusstsein aufgebaut werden.

      Und: die jungen Männer sollen "innere Ruhe und inneren Frieden" finden, beschreibt Kokert das Ziel von "Freedom Fighters". Über seine Erfahrungen mit Flüchtlingen, über ihre Ängste, Zweifel und Hoffnungen hat Ronny Kokert nun ein Buch herausgebracht. Dieser Tage wurde es in Wien präsentiert.

      • Polen: Disziplinarstrafen für emeritierte Bischöfe

      Am vergangenen Montag legte Polens Primas Erzbischof Wojciech Polak bereits zum zweiten Mal nach 2019 Zahlen zum Ausmaß sexueller Gewalt von Geistlichen der römisch-katholischen Kirche gegen Kinder und Jugendliche vor. Gegen 292 Priester und Ordensleute gingen demnach zwischen Juli 2018 und Ende 2020 Missbrauchsanzeigen bei der Kirche ein.

      Der Erzbischof äußerte "große Scham, ungeheuren Schmerz und Mitgefühl" für die Betroffenen. Weil sie Vorwürfen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Priester nicht nachgegangen sind, hat der Vatikan in der vergangenen Woche gegen zwei emeritierte Bischöfe Disziplinarstrafen verhängt und das vorzeitige Rücktrittsgesuch des Bischofs von Legnica angenommen.

      Auch Kardinal Stanislaw Dziwisz, der frühere Privatsekretär von Papst Johannes Paul II., muss sich - wegen des Vorwurfs der Vertuschung - nun einer Untersuchung des Vatikans stellen. Der Missbrauchsskandal erschüttert mittlerweile die gesamte römisch-katholische Kirche in Polen.

      • Corona-Hilfe: Freiwillige unterstützen Obdachlosen-Einrichtung

      Im "Haus Jaro" - einer Einrichtung der Caritas Wien - können obdachlose Menschen, die krank aber nicht krankenversichert sind, für bis zu drei Monaten wohnen und ihren Gesundheitszustand verbessern. Sie bekommen drei Mahlzeiten am Tag und können ärztliche Betreuung kostenlos in Anspruch nehmen.

      Die Corona-Pandemie hat die Mitarbeitenden der Caritas-Einrichtung an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht. Innerhalb kürzester Zeit jedoch haben sich freiwillige Helferinnen und Helfer gefunden, die seither ehrenamtliche Dienste im "Haus Jaro" übernehmen und so mithelfen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses sich gut erholen können.

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      Samstag, 10.07.21
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
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