• 12.05.2021
      03:00 Uhr
      phoenix history Sophie Scholl - Zum 100. Geburtstag | phoenix
       

      Die Widerständigen

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 12.05.21
      03:00 - 06:00 Uhr (180 Min.)
      180 Min.
      Stereo

      Die Widerständigen

       

      Zeugen der Weißen Rose
      Film von Katrin Seybold
      Filmemacherin Katrin Seybold liefert mit ihrem Film ein einzigartiges Porträt der "Weißen Rose" und lässt Gefährten, Freunde und Familienmitglieder zu Wort kommen. Sie berichten zum Teil erstmals in der Öffentlichkeit von ihrer Mitarbeit an Flugblattaktionen, von Verhören durch die Gestapo und von den Prozessen vor dem Volksgerichtshof.
      Die Widerstandsgruppe "Weiße Rose" wurde im Juni 1942 gegründet und war bis Februar 1943 aktiv. In insgesamt sechs Flugblättern riefen ihre Mitglieder unter Lebensgefahr zum sofortigen Ende des Krieges und zum Sturz des Nazi-Regimes auf. Von den Nationalsozialisten wurden die Aktionen der Gruppe um Hans Scholl, Alexander Schmorell und Kurt Huber als Hochverrat gewertet.
      Frauen, die Geschichte machten
      Sophie Scholl - Die Seele des Widerstands
      Film von Christian Twente und Michael Löseke, ZDF
      Sophie Scholl besaß weder Macht noch Einfluss. Das unterscheidet sie von den anderen Protagonistinnen der Reihe "Frauen, die Geschichte machten". Den Platz in den Geschichtsbüchern erhielt sie nicht, weil sie in ihrer Zeit etwas bewegte, sondern weil sie, von der Welt weitgehend unbeachtet, Stellung bezog und für ihre Haltung in den Tod ging. Dadurch wurde sie posthum zum Vorbild und zur moralischen Instanz.
      Als Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 bei der Verteilung von Flugblättern an der Münchner Universität verhaftet wurden, bestand für Sophie Scholl noch eine Chance, der Gestapo zu entrinnen. Der Gestapobeamte Robert Mohr, der die Verhöre leitete, sagte nach dem Krieg aus, er habe Sophie Scholl nahegelegt, sich darauf zu berufen, dass sie unbedarft und schuldlos in die Sache ihres Bruders hineingezogen worden sei. Die junge Frau sei darauf jedoch nicht eingegangen.
      Stattdessen entschied sich Sophie Scholl dafür, "gerade zu sein", Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen und sich nicht herauszureden. Im Vernehmungsprotokoll heißt es nüchtern: "Es war unsere Überzeugung, dass der Krieg für Deutschland verloren ist, und dass jedes Menschenleben, das für diesen verlorenen Krieg geopfert wird, umsonst ist." Sophie Scholl hatte der Wahrheit die Ehre gegeben. Dafür musste sie mit ihrem Leben bezahlen.
      Darin enthaltene Dokumentationen:
      Frauen im Nationalsozialismus
      Nieder mit Hitler
      Ein Film von Katharina Hoier, ZDFinfo
      Am Widerstand beteiligten sich auch Frauen. Der Name Sophie Scholl, die Mitbegründerin der Widerstandsgruppe "Weiße Rose", steht bis heute für Mut und den Kampf gegen Unrecht. Hilde Coppi gehörte zum Kreis der sogenannten "Roten Kapelle". Ihr Sohn Hans kennt seine Mutter nur aus Briefen und Geschichtsbüchern. Sie wurde kurz nach seiner Geburt hingerichtet.
      Aber auch viele weniger bekannte Menschen gingen große Risiken ein um Verfolgten zu helfen. Ihnen verdankt die Jüdin Inge Deutschkron ihr Überleben im Untergrund.

      Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kommen, schalten sie Deutschland mit gnadenloser Härte gleich. Die Mehrheit der Deutschen folgt dem Diktator Adolf Hitler willig auf dem Weg zu Krieg und Völkermord. Viele nehmen schweigend die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung hin.
      Während ein Großteil der Historiker in den vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich die Rolle der Wehrmacht, der Soldaten oder die der Männer des Widerstandes untersucht hat, rückte die Bedeutung der Frauen in den Hintergrund. Waren sie, wie Hitler wünschte, wirklich nur Heimchen am Herd, unpolitisch und ihrer Mutterrolle ergeben? Wie viele waren tatsächlich nur ahnungslose Anhängerinnen? Wie viele wussten mehr? Und was brachte Frauen dazu, im Namen einer perversen Ideologie zu quälen und zu töten?
      Die vierteilige Dokumentation beleuchtet die unterschiedlichen Lebenswege von Frauen im Dritten Reich - Mitläuferinnen, Opfer, Widerständlerinnen, aber auch Täterinnen - und hinterfragt die Motive für ihr Handeln.In "phoenix history" erinnern wir an herausragende historische Ereignisse und Entwicklungen, mit deren Vermittlung und Einordnung phoenix einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung leistet. Von der Antike bis zur aktuellen Zeitgeschichte spannt sich der Erinnerungsbogen. Auf diesen historischen Zeitreisen zeigen wir klassische Dokumentationen, Reportagen im Stil einer historischen Spurensuche bis hin zu großen zeitgeschichtlichen Doku-Dramen. Mit dieser Vielfalt der Formen wollen wir komplexe Themen besser verständlich machen.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 12.05.21
      03:00 - 06:00 Uhr (180 Min.)
      180 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 06.05.2021