• 09.08.2021
      15:30 Uhr
      alpha-retro: Ich verstand nicht und rief: "Judas, strecke dich!" (1993) Lebenslinien | ARD-alpha
       

      Die ehemalige Journalistin Karin Friedrich, Jahrgang 1925, verbrachte ihre Kindheit in Berlin. Ihre Mutter verhalf als Mitglied der Gruppe "Onkel Emil" jüdischen Mitbürgern zur Flucht oder beschaffte ihnen ein Versteck. In der Schule wurde Karin Friedrich zum Judenhass erzogen, zuhause erlebte Sie die jüdischen Freunde der Familie. Später war dann auch sie selbst Mitglied in dieser Gruppe. Diese Arbeit in den Jahren bis 1945 prägte sie ihr gesamtes Leben lang.

      Montag, 09.08.21
      15:30 - 16:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die ehemalige Journalistin Karin Friedrich, Jahrgang 1925, verbrachte ihre Kindheit in Berlin. Ihre Mutter verhalf als Mitglied der Gruppe "Onkel Emil" jüdischen Mitbürgern zur Flucht oder beschaffte ihnen ein Versteck. In der Schule wurde Karin Friedrich zum Judenhass erzogen, zuhause erlebte Sie die jüdischen Freunde der Familie. Später war dann auch sie selbst Mitglied in dieser Gruppe. Diese Arbeit in den Jahren bis 1945 prägte sie ihr gesamtes Leben lang.

       

      Dies ist die Lebensgeschichte der 1925 geborenen ehemaligen Journalistin Karin Friedrich, die ihre Kindheit in der Zeit des Nationalsozialismus' in Berlin verbracht hat.

      Prägend für sie war die Zivilcourage ihrer Mutter, die als Mitglied der Gruppe "Onkel Emil" in Berlin 1938-1945 Juden zur Flucht oder zu einem Versteck verholfen hat. Die Mutter machte kein Geheimnis daraus, aber sie verbot Karin Friedrich natürlich, außerhalb der Familie darüber zu sprechen. Das ergab für Karin Friedrich einen Widerspruch zwischen der Erziehung zum Judenhass in der Schule und den jüdischen Freunden der Familie zu Hause.

      Im Laufe der Jahre arbeitete Karin Friedrich dann selbst mit in der Widerstandsgruppe. Diese Zeit prägte sie für ihr ganzes Leben und sie engagierte sie sich auch später für sozial benachteiligte Menschen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Films im Jahr 1993 lebte sie in Gauting bei München und hatte kurz zuvor begonnen, einen Teil der jüdischen Menschen, die damals ihre Heimat verlassen mussten, aufzusuchen.

      Der Film zeigt Statements von Walter Seitz, einem ehemaligen Mitglied der Gruppe "Onkel Emil", über die Beschaffung und das Fälschen von Dokumenten während der Nazizeit und der beiden Töchter von Karin Friedrich über ihre Mutter.

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      Montag, 09.08.21
      15:30 - 16:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.09.2021