• 07.08.2021
      23:40 Uhr
      alpha-retro: Ich verstand nicht und rief: "Judas, strecke dich!" (1993) Lebenslinien | ARD-alpha
       

      Die frühere Journalistin Karin Friedrich, Jahrgang 1925, verbrachte ihre Kindheit in Berlin. Ihre Mutter verhalf als Mitglied der Gruppe "Onkel Emil" jüdischen Mitbürgern zur Flucht oder beschaffte ihnen ein Versteck. In der Schule wurde Karin Friedrich zum Judenhass erzogen, zuhause erlebte Sie die jüdischen Freunde der Familie. Später war dann auch sie selbst Mitglied in dieser Gruppe. Diese Arbeit in den Jahren bis 1945 prägte sie ihr gesamtes Leben lang.

      Samstag, 07.08.21
      23:40 - 00:30 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo

      Die frühere Journalistin Karin Friedrich, Jahrgang 1925, verbrachte ihre Kindheit in Berlin. Ihre Mutter verhalf als Mitglied der Gruppe "Onkel Emil" jüdischen Mitbürgern zur Flucht oder beschaffte ihnen ein Versteck. In der Schule wurde Karin Friedrich zum Judenhass erzogen, zuhause erlebte Sie die jüdischen Freunde der Familie. Später war dann auch sie selbst Mitglied in dieser Gruppe. Diese Arbeit in den Jahren bis 1945 prägte sie ihr gesamtes Leben lang.

       

      Lebensgeschichte der 1925 geborenen früheren Journalistin Karin Friedrich, die ihre Kindheit in Berlin in der Zeit des Nationalsozialismus' verbracht hat. Prägend für sie war die Zivilcourage ihrer Mutter, die als Mitglied der Gruppe "Onkel Emil" in Berlin 1938-1945 Juden zur Flucht oder zu einem Versteck verholfen hat. Die Mutter ging diesbezüglich ganz offen mit Karin Friedrich um, aber sie verbot ihr, außerhalb der Familie über diese Sache zu sprechen. Das ergab für Karin Friedrich einen Widerspruch zwischen der Erziehung zum Judenhass in der Schule und den jüdischen Freunden der Familie zu Hause. Im Laufe der Jahre arbeitete Karin Friedrich dann selbst mit in der Gruppe. Sie wurde später ihr ganzes Leben lang von dieser Zeit stark geprägt und sie engagierte sich auch lebenslang für sozial benachteiligte Menschen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Films im Jahr 1993 lebte sie in Gauting bei München und hatte vor kurzem begonnen, einen Teil der jüdischen Menschen von damals, die ihre Heimat verlassen mussten, aufzusuchen, um den Faden der Freundschaft wieder aufzunehmen. Im Film gibt es auch ein Statement von Walter Seitz, einem ehemaligen Mitglied der Gruppe "Onkel Emil", über die Beschaffung und das Fälschen von Dokumenten während der Nazizeit. Und es gibt auch Statements der beiden Töchter von Karin Friedrich über ihre Mutter.

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      Samstag, 07.08.21
      23:40 - 00:30 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.09.2021