• 11.07.2021
      00:45 Uhr
      Kurzschluss Subversive Klänge | arte
       

      "Kurzschluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 11.07.21
      00:45 - 01:50 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Stereo

      "Kurzschluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss

       
      • Kurz-Info: BalojiBaloji, belgisch-kongolesischer Musiker und international gefeierter Künstler

      "Kurzschluss - Das Magazin" trifft Baloji in Gent. Er gibt einen Einblick in die Produktion von "Zombies", seinem erfolgreichen Film von 2019, der ihm unter anderen den Hauptpreis der Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen eingebracht hat. Seine Musik ist eine ungewöhnliche Verbindung von Rockrumba, futuristischem Funk und synthetischen Afro Beats, die auf der Bühne an Voodoo erinnert. Baloji bedeutet in Swahili: Mann der Wissenschaft. Während der Kolonialzeit hatte sich die Bedeutung als Ergebnis der Christianisierung erst zu "Mann der okkulten Wissenschaft" und dann zu "Hexer" verändert.

      • Zombies

      Kurzfilm von Baloji, Belgien, Demokratische Republik Kongo, 2019
      Eine Reise zwischen Hoffnung und Dystopie in einem halluzinatorischen Kinshasa: von Frisiersalon- bis Club-Kultur, von einer städtischen Parade bis zum Übermut eines Diktators. Ein moderner Western im Stil des Takeshi Kitano. Ein musikalischer und tänzerischer Trip, durch Untergrund-Lichterwelten und bunte Straßen, und eine Kritik an der Omnipräsenz von Handys im Alltag der Menschen.

      • Porträt: One Mother

      "Kurzschluss - Das Magazin" trifft sich mit dem erfolgreichen Musiklabel One Mother aus Hamburg. One Mother ist ein Kollektiv aus jungen MusikerInnen, welche die Lust am gegenseitigen Support verbindet, als Grundlage für das kreative Schaffen. Gegründet haben das Kollektiv Preach und Natascha P., als sie bemerkten, dass sie dasselbe wollen: Musik machen und Raum einnehmen. Als sex-positiven R&B beschreibt das "Missy Magazine" ihre Musik. Musik, die Spaß macht und gleichzeitig Räume aufmacht. One Mother lädt ein, sich queer-feministischen Raum zu nehmen, sich safe zu fühlen und mitzumachen.In dem Porträt geht es um Fragen der Selbstbestimmung, um Repräsentation und das Musikvideo als Möglichkeit der Promotion. "Unser Konzept ist, dass wir auf der Bühne zusammen performen und unsere Songs feiern", sagt Preach.

      • Swinguerra

      Kurzfilm von Bárbara Wagner und Benjamin de Burca, Brasilien, 2019"Swinguerra" ist ein Fest der Vielfalt und ein Spiel aus zwei Worten: Swingueira, einer Tanzrichtung, und dem portugiesischen Wort für Krieg oder Kampf: guerra. Swingguerra ist eine Kunstform, in der es um Partizipation und Freiheit geht.Auf dem Sportplatz einer Schule proben TänzerInnen unter Anleitung ihres Choreographen die Abläufe für die große Aufführung. Spannungen liegen in der Luft - am Ende wird die Fahne gehisst.In enger Kooperation mit den Swinguerratänzern hat das Künstlerduo Wagner/de Burca einen Film entwickelt, der in seiner Erzählstruktur an das Operndrama "Porgy and Bess" erinnert. Die dichte Choreographie spiegelt den Status quo in Brasilien wider, wo sich die rechtspopulistische Regierung offen gegen queer people ausspricht. "Swinguerra" ist ein Panorama der aktuellen brasilianischen Kultur, der politischen und gesellschaftlichen Kämpfe um soziale Gerechtigkeit. Die überwiegend schwarzen, meist queeren Tänzer stehen in mehrfacher Hinsicht im Zentrum zeitgenössischer Auseinandersetzungen um Sichtbarkeit, gesetzliche Rechte und Selbstvertretung.

      Der Film "Swinguerra" wurde in Zusammenarbeit mit Tanzgruppen aus den Außenbezirken von Recife entwickelt, abseits der wirtschaftlichen und politischen Macht des Nordostens Brasiliens.Die Kamera bei "Swinguerra" hat Pedro Sotero geführt. Seit ihrem ersten gemeinsamen Film arbeitet das Künstlerduo mit Pedro Sotero zusammen. Sotero ist für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet worden. Zuletzt gewann der brasilianische Spielfilm "Bacurau" (Regie: Kleber Mendonça Filho und Juliano Dornelles), bei dem Sotero die Kamera verantwortete, in Cannes den Jury-Preis.

      • Porträt: Pedro Sotero

      Recife, dicht am Äquator gelegen, ist eine Herausforderung für Menschen, die dort mit Licht und Film arbeiten. Sotero erzählt, wie ihn diese Lichtverhältnisse seiner Heimatstadt geprägt haben, wie sehr seine Heimat und die Menschen dort überhaupt sein

      Arbeiten beeinflussen. Sotero arbeitet mit den wichtigsten Vertretern des internationalen lateinamerikanischen Kinos zusammen, unter anderem mit Kleber Mendonça Filho und Juliano Dornelles, Leonardo Brzezicki und Leonardo Sette. Er hatte schon einige Spielfilme gedreht, als er Bárbara Wagner kennenlernte und zusammen mit ihr und Benjamin de Burca zurück zur Kunst der kurzen Form kam. Soteros Selbstverständnis und kinematographischer Blick hat die Arbeiten von Wagner/de Burca entscheidend mitgeprägt. "Kurzschluss - Das Magazin" trifft den Kameramann Pedro Sotero in seiner Heimatstadt Recife.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 11.07.21
      00:45 - 01:50 Uhr (65 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 05.08.2021