• 07.07.2021
      01:55 Uhr
      M - Eine Stadt sucht einen Mörder Spielfilm Deutschland 1931 | MDR FERNSEHEN
       

      Ein psychopathischer Triebtäter, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Die Polizei versucht vergeblich, den Mörder zu fassen. Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief an die Zeitungen wendet, bricht eine Massenhysterie aus: Jeder verdächtigt jeden. Inspektor Karl Lohmann, Kriminalkommissar bei der Mordkommission, setzt Himmel und Hölle in Bewegung.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 07.07.21
      01:55 - 03:40 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Ein psychopathischer Triebtäter, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Die Polizei versucht vergeblich, den Mörder zu fassen. Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief an die Zeitungen wendet, bricht eine Massenhysterie aus: Jeder verdächtigt jeden. Inspektor Karl Lohmann, Kriminalkommissar bei der Mordkommission, setzt Himmel und Hölle in Bewegung.

       

      Stab und Besetzung

      Hans Beckert Peter Lorre
      Schränker Gustaf Gründgens
      Inspektor Karl Lohmann Otto Wernicke
      Taschendieb Paul Kemp
      Bauernfänger Theo Lingen
      Frau Beckmann Ellen Widmann
      Elsie Beckmann Inge Landgut
      Inspektor Groeber Theodor Loos
      blinder Luftballonverkäufer Georg John
      Polizeichef Ernst Stahl-Nachbaur
      Franz, der Einbrecher Friedrich Gnaß
      der Betrüger Fritz Odemar
      Minister Franz Stein
      Beckerts Verteidiger Rudolf Blümner
      Nachtwächter Karl Platen
      Elisabeth Winkler Rosa Valetti
      Regie Fritz Lang
      Kamera Fritz Arno Wagner
      Drehbuch Thea von Harbou
      Fritz Lang

      Hans Beckert (Peter Lorre), ein Lustmörder, der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, führt rein äußerlich das unauffällige Leben eines unbescholtenen Bürgers im Berlin der 1930er. Als Beckert erneut zuschlägt und sich in einem anonymen Bekennerbrief sogar an die Zeitungen wendet, bricht eine Massenhysterie aus, jeder verdächtigt jeden.

      Kommissar Karl Lohmann (Otto Wernicke) von der Mordkommission setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um den Täter zu fassen. Seine permanenten Razzien in einschlägigen Etablissements führen jedoch nicht zum Erfolg, schrecken aber die Berufsverbrecher auf, die ihre Gaunereien, Einbrüche und Diebstähle unter dem großen Polizeiaufgebot nicht mehr ungestört durchführen können.

      Der "Schränker" (Gustaf Gründgens), ein respektabler, wegen mehrfachen Totschlags gesuchter Ganove, setzt sich mit den führenden Köpfen verschiedener Verbrecherorganisationen zusammen und schlägt vor, dass die Unterwelt die Angelegenheit selbst in die Hand nimmt. Die Organisation der Bettler überzieht die Stadt daraufhin mit einem lückenlosen Spitzelnetz, in dem Beckert sich verfängt, nachdem ein blinder Straßenhändler (Georg John) ihn am Pfeifen einer Melodie wiedererkannt hat.

      In einem improvisierten Gerichtsverfahren tritt der Kindermörder vor das Tribunal der Unterwelt und versucht verzweifelt zu erklären, er sei ein Getriebener, der hilflos einem Mordimpuls folge. Als die aufgebrachten Ganoven den Psychopathen lynchen wollen, erscheint die Polizei.

      Fritz Langs erster Tonfilm "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" zählt zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos, nach einer Umfrage der Stiftung Deutsche Kinemathek 1994 unter Experten gilt er als der wichtigste Film der deutschen Filmgeschichte überhaupt. Das Drehbuch zu seinem ersten Tonfilm schrieb Fritz Lang mit seiner Ehefrau Thea von Harbou, aufgrund seines dramaturgischen Aufbaus, der hervorragenden Dialoge und der Detailgenauigkeit feierten es Rezensenten als "Wunderwerk eines Drehbuchs".

      Der Film entstand 1931 in der Zeit des aufkommenden Faschismus nach einem authentischen Mordfall. "Verweise auf das gesellschaftliche Klima … sind augenfällig: Obrigkeit und Unterwelt erscheinen als gleichartige Organisationen die den 'Abartigen' im Namen des 'gesunden Volksempfindens' zur Strecke bringen. Langs sarkastische Schilderungen von Menschenjagd und Massenhysterie sowie Peter Lorres geniale Interpretation des Mörders als Täter und Opfer zugleich wurden von den Nationalsozialisten später nicht ohne Grund als subversiv empfunden." (Lexikon des Internationalen Films).

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 07.07.21
      01:55 - 03:40 Uhr (105 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.07.2021