• 20.06.2021
      12:30 Uhr
      Weniger ist mehr Fernsehfilm Deutschland 2013 | hr-fernsehen
       

      Frank Schuster hat fast alles, was ein Mann sich wünschen kann: eine tolle Frau, wunderbare Kinder, Erfolg im Beruf, ein luxuriöses Haus und ein schickes Auto. Nur eines hat der Manager zum Leidwesen seiner Familie nicht: Zeit. Erst nachdem er mit viel Glück einen Autounfall überlebt, realisiert der Workaholic, dass es im Leben Wichtigeres gibt als die Karriere. Er hängt seinen Job an den Nagel, um nur noch für seine Familie da zu sein. Aber die erträumte Idylle will sich einfach nicht einstellen, im Gegenteil: Franks Einmischungen in die Haushaltsführung bringen den Familienfrieden gehörig ins Wanken.

      Sonntag, 20.06.21
      12:30 - 13:55 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Frank Schuster hat fast alles, was ein Mann sich wünschen kann: eine tolle Frau, wunderbare Kinder, Erfolg im Beruf, ein luxuriöses Haus und ein schickes Auto. Nur eines hat der Manager zum Leidwesen seiner Familie nicht: Zeit. Erst nachdem er mit viel Glück einen Autounfall überlebt, realisiert der Workaholic, dass es im Leben Wichtigeres gibt als die Karriere. Er hängt seinen Job an den Nagel, um nur noch für seine Familie da zu sein. Aber die erträumte Idylle will sich einfach nicht einstellen, im Gegenteil: Franks Einmischungen in die Haushaltsführung bringen den Familienfrieden gehörig ins Wanken.

       

      Für Frank Schuster (Benno Fürmann) läuft alles wie am Schnürchen. Er hat eine tolle Frau, Veronika (Ulrike C. Tscharre), und zwei wundervolle Kinder, Janina (Janina Fautz) und Leonie (Lara Sophie Rottmann), denen er dank eines bestens bezahlten Führungspostens ein Leben in Wohlstand bieten kann. Frank geht in seinem Beruf voll auf, und er genießt das Gefühl, dass im Büro ohne ihn nichts funktioniert. Er versucht zwar, ein guter Ehemann und Vater zu sein, dennoch übersieht er, dass vor allem Veronika sich hoffnungslos vernachlässigt fühlt - sogar der romantisch geplante Hochzeitstag wird in letzter Sekunde von einem Geschäftstermin torpediert. Erst als Frank einen schweren Autounfall nur knapp überlebt, kommt er zur Besinnung. Der Workaholic realisiert, dass es so nicht weitergehen kann. Kurz entschlossen hängt er seinen Job an den Nagel und will fortan nur noch für seine Familie da sein.

      Leider gestaltet sich das häusliche Miteinander weit weniger idyllisch als gedacht: Frank, als Top-Manager daran gewöhnt, andere Menschen zu führen, mischt sich in alles ein und bringt den eingespielten Alltag seiner Lieben gehörig durcheinander. Wäre er im Büro vielleicht doch besser aufgehoben? Auch als er durch eine Fehlinvestition seine gesamten Ersparnisse verliert, will er nicht in sein altes Leben zurück, im Gegenteil: "Weniger ist mehr" lautet stattdessen die Devise. Der noble Geländewagen wird verkauft und von der Luxusvilla am See zieht die Familie in ein nicht mehr ganz taufrisches Reihenhäuschen. Vor allem der verwöhnten Teenagerin Janina macht dieser "soziale Abstieg" schwer zu schaffen: Wie steht sie denn nun bei ihren Freunden da?

      Frank merkt zwar, dass ein Dasein als Hausmann für ihn keine dauerhafte Lösung ist, aber eine neue berufliche Perspektive hat er nicht in Sicht. Um die Finanzlage etwas zu entspannen, nimmt Veronika schließlich einen Job als Immobilienmaklerin an. Damit aber spitzen die Probleme sich erst recht zu, denn Frank reagiert nicht nur auf den Erfolg seiner Frau eifersüchtig, sondern auch auf deren gut aussehenden Chef (Philipp Moog).

      In der geistreichen Komödie erzählt Regisseur Jan Ruzicka von einem Workaholic, der sein Leben umkrempeln will - und damit eine Lawine unerwarteter Komplikationen in Gang setzt. Trotz des humorvollen Grundtons bleibt die Erzählung stets lebensnah, die Charaktere sind durchweg realistisch gezeichnet. Hauptdarsteller Benno Fürmann, der schon bei dem hoch gelobten Drama "Der Mauerschütze" mit Jan Ruzicka arbeitete, stellt diesmal sein Talent als subtiler Komödiant unter Beweis.

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