• 21.01.2023
      09:55 Uhr
      Die Elsässer (1/4) 1870-1894 | arte
       

      Das Elsass – jahrhundertelang war die Grenzregion zwischen Frankreich und Deutschland Schauplatz von Konflikten, zerrissen zwischen zwei Kulturen und zwei Nationen.
      1870-1894: Mathilde, einzige Tochter des Fabrikanten Baron Kempf, hat sich gerade mit dem Grafen Charles de la Tour vermählt, da bereitet der deutsch-französische Krieg dem jungen Glück ein jähes Ende. Charles muss als Kavallerist ins Feld und die Truppen der deutschen Länder rücken ein, doch Mathilde hält daran fest, Französin bleiben zu können.

      Samstag, 21.01.23
      09:55 - 11:25 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      VPS 10:00
      Stereo

      Das Elsass – jahrhundertelang war die Grenzregion zwischen Frankreich und Deutschland Schauplatz von Konflikten, zerrissen zwischen zwei Kulturen und zwei Nationen.
      1870-1894: Mathilde, einzige Tochter des Fabrikanten Baron Kempf, hat sich gerade mit dem Grafen Charles de la Tour vermählt, da bereitet der deutsch-französische Krieg dem jungen Glück ein jähes Ende. Charles muss als Kavallerist ins Feld und die Truppen der deutschen Länder rücken ein, doch Mathilde hält daran fest, Französin bleiben zu können.

       

      1870: Mathilde ist die einzige Tochter des Barons Eugène-Victor Kempf, eines reichen Industriellen aus der Gegend um Hagenau, seines Zeichens Eisenbahnwaggonhersteller und Rüstungsfabrikant. Sie heiratet in Alsheim den Grafen Charles de la Tour, Hauptmann bei den Chasseurs d'Afrique. Unglücklicherweise bricht am nächsten Tag der Krieg aus, und Frankreich erleidet bald eine vernichtende Niederlage.

      Liselotte Laugel, die Tochter des Alsheimer Wirtes, die mit Franzl Imhof, der Ordonnanz des Hauptmanns, verlobt ist, wird im Dorfgasthaus von deutschen Soldaten vergewaltigt. Danach ist sie unauffindbar. Hauptmann de la Tour fällt in Bazeilles, während das Elsass von Deutschland annektiert wird.

      Im Familienschloss der Kempfs quartiert sich ein Hauptmann der Ulanen ein, der preußische Adlige Edwin von Wismar-Marbach. Mathilde trauert um ihren Mann und um ihr Land; sie wird sich auch Jahre später nicht mit dem Verlust abfinden können. Dennoch bringt sie einen Sohn zur Welt, Louis, und findet durch Zufall Liselotte wieder, die sich in einem Kloster versteckt hatte. Sie nimmt sie mit aufs Schloss, wo Franzl inzwischen Wildhüter geworden ist und nun endlich seine Verlobte heiraten kann.

      1894: Über zwanzig Jahre später gehört das Elsass noch immer zu Deutschland, zur großen Verzweiflung von Mathilde, die inzwischen illegal Französischstunden gibt und Maurice Barrès im Schloss empfängt. Das Elsass wird zu einem aufsteigenden "Reichsland", Straßburg zu einer strahlenden Provinzhauptstadt. Für die Arbeiter wird die Bismarcksche Sozialversicherung eingeführt - 50 Jahre früher als in Frankreich. Mathildes zwanzigjähriger Sohn Louis de la Tour absolviert in Straßburg ein Jurastudium in deutschem Recht. Er verliebt sich in die Tochter des preußischen Hauptmanns, der inzwischen zum General von Wismar-Marbach avanciert ist. Für Mathilde ist dies eine Tragödie.

      Die Elsässer, der Vierteiler, der auf ein sehr großes Echo stieß, erhielt 1997 für das Drehbuch von Henri de Turenne die renommierteste Fernsehauszeichnung, den Adolf-Grimme-Preis, der zum ersten Mal für eine nicht ausschließlich deutsche Produktion vergeben wurde. Anhand der Geschichte einer elsässischen Industriellenfamilie und des Dorfes Alsheim erzählt ARTE die konfliktträchtige Geschichte des Elsass zwischen 1870 und 1953.

      Die junge Mathilde, verkörpert durch Cécile Bois, begann ihre Schauspielkarriere 1991 in "Becoming Colette". Danach hatte sie unter anderem Rollen in "Germinal" (1993), "Lucky Punch" (1996) und "Dakan" (1997). Sie trat in zahlreichen Produktionen auf, unter anderem in "Fils du flic" (1995), "Lernen zu Leben" (1999), "Maigret chez les riches", "Le roman de Lulu" (beide 2000), "Une place parmi les vivants" von Raoul Ruiz (2003), "Je serai toujours près de toi" (2004), "Agathe contre Agathe" (2007). Zuletzt war sie in Charlotte Brandstroms "Aveugle mais pas trop" (2009) zu sehen.

      Aurore Clément (als erwachsene Mathilde) hat eine reiche Filmographie aufzuweisen. Sie begann ihre Karriere in "Lacombe Lucien" (1974). Es folgten Auftritte in "Les rendez-vous d'Anna" (1978), "Paris-Texas" (1984), "Maigret et le corps sans tête" (1992), "A vendre" (1998) und "Chasseurs d'écume" (1999). Ihre letzten Leinwandauftritte hatte sie in "Le fossé des générations est un lit douillet" (2001) und in "Jet Set" (2000). Es folgten weitere Produktionen wie "Adieu" (2003), " Die Brautjungfer " (2004), "Marie Antoinette" (2006), "Divine Émilie" (2007), "De la guerre" (2008), "L'insurgée" (2009).

      Jean-Pierre Miquel, der die Rolle des Barons Kempf verkörpert, gab sein Leinwanddebüt in "Z" (1969). "Die Elsässer" ist seine erste Fernsehproduktion. Davor hatte er Rollen in "Raison perdue" (1984), "Tatie Danielle" (1990) und "Hélas pour moi" (1993). Zuletzt trat er in "La Comédie-Française ou l'amour joué" (1996) und "Terminale" (1998) auf.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Samstag, 21.01.23
      09:55 - 11:25 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      VPS 10:00
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 03.02.2023