• 15.12.2022
      01:30 Uhr
      Manon hat Oberwasser Spielfilm Frankreich 1951 (Ugolin) | arte
       

      Es sind die 1920er Jahre: Die junge, schöne Ziegenhirtin Manon ist in ihrem provenzalischen Dorf die Außenseiterin, weil sie allein in einer Höhle in den Hügeln lebt. Und mit ihrer kratzbürstigen Art sorgt sie zusätzlich für Furore. Im ersten Teil "Die Wasser der Hügel - Manons Rache" hatte sie bereits mit zahlreichen Verehrern und missgünstigen Frauen zu kämpfen, an denen sie sich rächte, indem sie die Wasserquelle kappte. Ugolin, der Namensgeber des zweiten Teils, ist eine tragische Figur; Manon macht ihn für den Tod ihres Vaters verantwortlich.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 15.12.22
      01:30 - 03:20 Uhr (110 Min.)
      110 Min.
      Original mit Untertitel Stereo

      Es sind die 1920er Jahre: Die junge, schöne Ziegenhirtin Manon ist in ihrem provenzalischen Dorf die Außenseiterin, weil sie allein in einer Höhle in den Hügeln lebt. Und mit ihrer kratzbürstigen Art sorgt sie zusätzlich für Furore. Im ersten Teil "Die Wasser der Hügel - Manons Rache" hatte sie bereits mit zahlreichen Verehrern und missgünstigen Frauen zu kämpfen, an denen sie sich rächte, indem sie die Wasserquelle kappte. Ugolin, der Namensgeber des zweiten Teils, ist eine tragische Figur; Manon macht ihn für den Tod ihres Vaters verantwortlich.

       

      Das kleine Dorf Les Bastides Blanches liegt mitten in der Provence. Da es dort ungewöhnlich trocken ist, sind die nahe gelegenen Quellen lebenswichtig für seine Bewohnerinnen und Bewohner, doch nur die Bauern kennen ihre Lage und halten sie geheim. In den umliegenden Hügeln lebt auch die wilde Ziegenhirtin Manon, eine junge Frau, über die man sich im Dorf die kuriosesten Geschichten erzählt und die von allen als Hexe bezeichnet wird. Als sie des Diebstahls und der Körperverletzung bezichtigt wird, ist der Lehrer Bernard der Einzige, der sie in einer improvisierten Gerichtsverhandlung verteidigt. Manon wird schließlich freigesprochen, schwört aber Rache. Sie verschließt die Quelle des Dorfbrunnens. Von einer Zusammenkunft im Haus des Lehrers erhofft sie sich nun, alte Geheimnisse und die Verbrechen der Vergangenheit ans Licht zu bringen. Vor allem um mit Ugolin abzurechnen, der ihr den Hof macht und dem sie die Schuld am Tod ihres Vaters gibt.

      Marcel Pagnols epische Tragikomödie „Ugolin“ lässt die Atmosphäre der 1920er Jahre auf dem französischen Land aufleben. Gelungen porträtiert er das dörfliche Zusammenleben: das Getratsche der Leute, die patriarchalen Strukturen, das Gefühl, nicht dazuzugehören, des Andersseins. Manon wird äußerst authentisch von Jacqueline Pagnol verkörpert, die der Rolle der Ziegenhirtin mit ihrer melodiösen Stimme Leben einhaucht und dem Film Wiedererkennungswert verleiht.

      Der französische Autor und Regisseur Marcel Pagnol erlangte 1929 Berühmtheit mit seinem Theaterstück „Marius“, das er später als Teil der „Marseiller Trilogie“ - zusammen mit „Fanny“ (1931) und „César“ (1936) - auch für die Leinwand adaptierte. Die Titelrolle des Marius spielte Pierre Fresnay. Orane Demazis, Pagnols Geliebte, welche die Fanny spielte, und auch Raimu, der den César verkörperte, bekamen nach der Trilogie auch wichtige Rollen in Pagnols Filmen. Nicht nur seinem Ensemble blieb der Regisseur treu, sondern auch seiner Heimat Marseille und der Provence, dem bevorzugten Schauplatz seiner Filme und Theaterstücke.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 15.12.22
      01:30 - 03:20 Uhr (110 Min.)
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      Original mit Untertitel Stereo

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