• 20.05.2022
      19:15 Uhr
      Krieg, nein danke! phoenix
       

      Das atomare Wettrüsten und die Bedrohung durch eine mögliche kriegerische Auseinandersetzung prägte das Leben ganzer Generationen. Dem NATO-Doppelbeschluss von 1979 folgte eine breite Protestwelle gegen die Pläne massiven Aufrüstens.
      In der Dokumentation von Wilm Huygen begeben wir uns auf eine Zeitreise in die 1970er und 1980er Jahre. Der Film zeigt die aus heutiger Sicht teilweise absurd erscheinenden Blüten des atomaren Wettrüstens. Die Zeitzeugen erzählen bedrohliche und spannende Geschichten und zeigen zugleich die Ambivalenz der Zeit zwischen Angst und Aufbruch.

      Freitag, 20.05.22
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Das atomare Wettrüsten und die Bedrohung durch eine mögliche kriegerische Auseinandersetzung prägte das Leben ganzer Generationen. Dem NATO-Doppelbeschluss von 1979 folgte eine breite Protestwelle gegen die Pläne massiven Aufrüstens.
      In der Dokumentation von Wilm Huygen begeben wir uns auf eine Zeitreise in die 1970er und 1980er Jahre. Der Film zeigt die aus heutiger Sicht teilweise absurd erscheinenden Blüten des atomaren Wettrüstens. Die Zeitzeugen erzählen bedrohliche und spannende Geschichten und zeigen zugleich die Ambivalenz der Zeit zwischen Angst und Aufbruch.

       

      Das atomare Wettrüsten und die Bedrohung durch eine mögliche kriegerische Auseinandersetzung prägte das Leben ganzer Generationen. Dem NATO-Doppelbeschluss von 1979 folgte eine breite Protestwelle gegen die Pläne massiven Aufrüstens. Vor allem Nordrhein-Westfalen war Schauplatz von Demonstration Hunderttausender.

      Die große Demo im Bonner Hofgarten 1981 war für die Friedensbewegung ein erster Höhepunkt. Teilnehmerin Sarah Nemitz erinnert sich. Dazu gab es Initiativen wie den "Krefelder Appell", unter anderem initiiert von Grünen-Ikone Petra Kelly und dem damaligen Jungdemokraten Christoph Strässer. Gleichzeitig gründeten sich zahlreiche Friedensgruppen, unter anderem am Niederrhein, wo die NATO Atomsprengköpfe lagerte. Immer wieder kam es zu Blockaden von Militärbasen.

      1982 spielten im Bochumer Ruhrstadion "Künstler für den Frieden". In Bonn gab es eine riesige Kundgebung vor 400.000 Menschen. Joseph Beuys sang "Sonne statt Reagan". Und 1983 kamen dann sogar 500.000 Demonstrierende in den Bonner Hofgarten. Extrabreit-Sänger Kai Havaii erinnert sich an die Konflikte mit der Polizei und seinen Song "Polizisten", der gerne als Provokation intoniert wurde.

      Deutschland baute Bunker und Zivilschutzanlagen. In Urft in der Eifel stand das Ausweichquartier der Landesregierung Nordrhein-Westfalens. Alles so geheim, dass selbst die Tochter des Bunkerwarts, Claudia Röhling, nicht wusste, wofür ihr Vater da zuständig war. Doch nicht alle Anlagen boten ausreichend Schutz. Die Zivilschutzanlage in Köln-Kalk hätte nur für zwei Wochen Sicherheit geboten. Für die Zeit danach gab es keine Pläne.

      In anderen Orten arrangierte man sich mit den NATO-Quartieren vor der Haustür. Denn diese sorgten auch für gute Umsätze bei den lokalen Betrieben. Davon berichtet die Bäckerfamilie Pennartz in Geilenkirchen. Sie backten auch für die AWACs-Base. Und Tochter Karin verliebte sich sogar in einen der US-Soldaten und heiratete ihn.

      Mitte der 80er war dann die Zeit beginnenden Tauwetters. Gorbatschow regierte in Moskau, DDR-Staatschef Honecker besuchte erstmals die Bundesrepublik und Schulklassen begaben sich auf Klassenfahrt nach Berlin. Auch Autor Frank Goosen machte sich damals mit seinen Mitschülern auf den Weg.

      In der Dokumentation von Wilm Huygen begeben wir uns auf eine Zeitreise in die 1970er und 1980er Jahre. Der Film zeigt die aus heutiger Sicht teilweise absurd erscheinenden Blüten des atomaren Wettrüstens. Die Zeitzeugen erzählen bedrohliche und spannende Geschichten und zeigen zugleich die Ambivalenz der Zeit zwischen Angst und Aufbruch.

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      Freitag, 20.05.22
      19:15 - 20:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 09.12.2022