• 28.07.2021
      21:00 Uhr
      Die Meerfrauen von Japan phoenix
       

      Frauen des Meeres, so werden die Ama-san in Japan genannt. Fast ohne Hilfsmittel tauchen sie vor der Küste Japans nach Muscheln, Schnecken und Algen. Ein Gewerbe, tausende Jahre alt, voller Tradition und Brauchtum. Die Kunst des Ama-Tauchens wird von Generation zu Generation weitergegeben. Die erfahrenen Taucherinnen stammen alle aus einer Familie. Jetzt weihen sie die junge Shino in ihre Geheimnisse ein. Die Meerjungfrau - vielleicht ist sie eine Erfindung aus Japan. Jung, schön, exotisch. Ein romantisches Bild, das die Ama-Kultur weit über Japan hinaus bekannt gemacht hat.

      Mittwoch, 28.07.21
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Frauen des Meeres, so werden die Ama-san in Japan genannt. Fast ohne Hilfsmittel tauchen sie vor der Küste Japans nach Muscheln, Schnecken und Algen. Ein Gewerbe, tausende Jahre alt, voller Tradition und Brauchtum. Die Kunst des Ama-Tauchens wird von Generation zu Generation weitergegeben. Die erfahrenen Taucherinnen stammen alle aus einer Familie. Jetzt weihen sie die junge Shino in ihre Geheimnisse ein. Die Meerjungfrau - vielleicht ist sie eine Erfindung aus Japan. Jung, schön, exotisch. Ein romantisches Bild, das die Ama-Kultur weit über Japan hinaus bekannt gemacht hat.

       

      Ama, Frauen des Meeres, nennen sie sich. Bis ins hohe Alter holen sie kostbare Meeresfrüchte vom Grund des Ozeans, trotzen der Tiefe nur mit der Kraft ihres Atems. Ihre Haut ist von Wind und Wasser gegerbt, ihre Stimmen sind tief und laut. Seit Jahrzehnten teilen sich neun Frauen von der japanischen Halbinsel Shima ein Boot und sind zu einer engen Meeresfamilie zusammengewachsen. "360° Geo Reportage" taucht in die geschlossene Welt einer Gruppe von Ama ein.

      Seit Jahrhunderten ist das Tauchen nach Meeresfrüchten in Japan die Arbeit von Frauen. Manchmal hat das Wasser nur zwölf Grad, wenn die Ama - die Frauen des Meeres - in den Wellen verschwinden, um Meeresschnecken, Muscheln, Seeigel, Algen und insbesondere Awabi, die kostbaren Seeohren, aus der Tiefe zu holen. Ohne Pressluftflaschen, nur mit primitiven Masken und Flossen sowie in traditionelle weiße Überanzüge mit Kopftuch gehüllt, stoßen die Meeresfrauen in die Tiefe hinab, um mit einem Meißel die Schnecken von den Felsen zu lösen.

      Schon manch eine Ama ist dabei Opfer ihres Berufes geworden, denn nicht die technische Ausrüstung, sondern das eigene Geschick entscheidet über den Erfolg - und das Überleben. Lange galten die gut verdienenden Taucherinnen unter den Männern als guter Fang. Heute haben die Frauen entlang der Küsten bessere Chancen, auch in anderen Berufen Karriere zu machen.

      Das Durchschnittsalter der Ama ist inzwischen auf 60 Jahre gestiegen. Doch eine Ama zu sein, ist weitaus mehr als ein Beruf. Ihre Hoffnung, dass die Ama-Tradition nicht ausstirbt, ist für die fast 80-jährige Kazu Yamamoto, die immer noch arbeitet, die jüngste Ama der Gruppe, Satomy Yamamoto. Satomy ist in ihrem dritten Tauchjahr und wird bald genug Erfahrung haben, um sich stolz Ama nennen zu können. Doch dafür muss sie den Sprung ins tiefere Wasser schaffen.

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      Mittwoch, 28.07.21
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.05.2022