• 08.03.2021
      22:10 Uhr
      Thérèse Raquin Spielfilm Frankreich/Italien 1953 | arte
       

      Die junge Thérèse verliebt sich in den italienischen Lkw-Fahrer Laurent und möchte ihrem trostlosen Leben in Lyon entfliehen. Ihr Ehemann Camille setzt alles daran, seine Frau zurückzuhalten, und will mit ihr für ein verlängertes Wochenende nach Paris. Laurent fürchtet, Thérèse zu verlieren, und sieht nur einen Ausweg: Camille muss sterben.
      Für seine Inszenierung des gleichnamigen Romans von Emile Zola wurde Marcel Carné bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet.

      Montag, 08.03.21
      22:10 - 23:55 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Die junge Thérèse verliebt sich in den italienischen Lkw-Fahrer Laurent und möchte ihrem trostlosen Leben in Lyon entfliehen. Ihr Ehemann Camille setzt alles daran, seine Frau zurückzuhalten, und will mit ihr für ein verlängertes Wochenende nach Paris. Laurent fürchtet, Thérèse zu verlieren, und sieht nur einen Ausweg: Camille muss sterben.
      Für seine Inszenierung des gleichnamigen Romans von Emile Zola wurde Marcel Carné bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet.

       

      Die junge Thérèse Raquin lebt mit ihrem Ehemann Camille und ihrer Schwiegermutter ein trostloses Leben in Lyon. Da ist die Mésalliance mit diesem kränkelnden Mann, der ohne die beiden Frauen an seiner Seite verloren wäre. Die Schwiegermutter ist gleichsam Thérèses Tante, die sie als junge Waise bei sich aufgenommen hat. Als Thérèse alt genug war, verheiratete die Tante sie mit ihrem Sohn. Nur das Wohl ihres schwachbrüstigen Sohnes vor Augen, kommandiert sie Thérèse den ganzen Tag herum. Die scheint wie gelähmt von ihrem öden und tristen Alltag.
      Doch Thérèses Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie Laurent kennenlernt, einen italienischen Lastwagenfahrer, der das absolute Gegenteil von Camille verkörpert. Er ist groß, stark, leidenschaftlich und scheinbar frei von allen Sorgen. Die beiden verlieben sich ineinander und Laurent setzt alles daran, Thérèse aus ihrem trostlosen Leben zu befreien. Camille seinerseits würde eine Trennung von seiner Frau nicht verkraften und versucht deshalb, sie durch eine gemeinsame Reise nach Paris wiederzugewinnen. Laurent ahnt, dass hinter der Reise ein Plan steckt, und fürchtet, dass er Thérèse endgültig verlieren wird. Er sieht nur einen Ausweg: Camille muss sterben.

      Bei den Filmfestspielen von Venedig gab es den Silbernen Bären für die beste Regie. Simone Signoret ging leer aus, dabei spielte die Charakterdarstellerin einmal mehr eindrucksvoll die Rolle der selbstbewussten Frau, die beim Versuch, die gesellschaftlichen Fesseln abzustreifen, mit dem Gesetz in Konflikt kommt.

      Marcel Carné beginnt seine Filmkarriere als Kameratechniker und Assistent. Nebenbei schreibt er Filmkritiken für Pariser Zeitungen. Sein Debüt feiert er 1936 mit dem Film "Jenny". Bereits ein Jahr später gelingt ihm der Durchbruch mit "Ein sonderbarer Fall". 1945 erscheint Marcel Carnés "Kinder des Olymp", ein Meisterwerk, das die Beziehung einer Frau zu vier Männern im Pariser Theatermilieu erzählt. Ein Film, der bis heute zu den wichtigsten Werken des poetischen Realismus gehört.

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