• 30.09.2021
      16:10 Uhr
      Die Seegrasfarmer von Nusa Penida Deutschland 2021 | arte
       

      Bali und die vorgelagerte kleine Insel Nusa Penida sind eigentlich als Touristenziele bekannt. Doch derzeit sind die Traumstrände leer, und Tauchschulen und Taxis werden nicht gebraucht. Gut, dass in Indonesien seit jeher Seegras angebaut wird! Die Nutzpflanze sichert die Existenz der Einheimischen, doch der Anbau wird durch Klimawandel und Umweltverschmutzung immer schwieriger, und die junge Generation interessiert sich nicht für dieses Gewerbe.

      Donnerstag, 30.09.21
      16:10 - 16:55 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Bali und die vorgelagerte kleine Insel Nusa Penida sind eigentlich als Touristenziele bekannt. Doch derzeit sind die Traumstrände leer, und Tauchschulen und Taxis werden nicht gebraucht. Gut, dass in Indonesien seit jeher Seegras angebaut wird! Die Nutzpflanze sichert die Existenz der Einheimischen, doch der Anbau wird durch Klimawandel und Umweltverschmutzung immer schwieriger, und die junge Generation interessiert sich nicht für dieses Gewerbe.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Andreas Korn

      Der zweitgrößte Seegrasproduzent der Welt ist Indonesien. Auf Nusa Penida, einer vorgelagerten kleinen Insel bei Bali, hat der Anbau zwar Tradition, doch seit mit Tourismus Geld verdient werden kann, haben viele Einheimische umgesattelt und betreiben Tauchschulen oder Fahrdienste. Seit aber die Strände leer sind und nur noch wenige Gäste kommen, haben sich viele Familien wieder dem Seegrasanbau zugewandt. Immerhin liefert der Verkauf der Nutzpflanze das Einkommen für das tägliche Leben.

      Wayan Lugra hat 2019 ein drittes Auto angeschafft, um Touristen Fahrdienste anzubieten - und seinem Sohn eine berufliche Perspektive. Doch das Auto ist schon wieder verkauft und er ist froh, dass seine Frau Ketut nie ganz mit dem Seegrasanbau aufgehört hat. Die Arbeit als Fahrer hat ihm zwar besser gefallen und mehr Geld eingebracht, aber nun reicht es wenigstens für das Nötigste.

      Für den 54-jährigen Nyomon Chandra und seine Familie hat sich nichts verändert. Genau wie sein Vater ist er schon immer Seegrasbauer. Er lebt im Einklang mit den Gezeiten, bei Ebbe ist die Zeit zum Jäten und Pflanzen. Bei Flut hat er frei. Bei Vollmond wird den Göttern gedankt und im Tempel werden Opfer dargebracht. Doch auch an Familie Chandra geht die Veränderung nicht spurlos vorbei: Der Sohn interessiert sich mehr für Handys als für Seegras, und der Ertrag wird auch immer weniger, denn von Umweltverschmutzung und Klimawandel sind alle betroffen.

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