• 28.07.2021
      02:55 Uhr
      Live Art: Simon Denny Die Kunst des Hackens | arte
       

      Simon Denny ist einer der international bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Neuseelands. Er befasst sich in seiner Kunst mit dem Hacken von Informationen, ursprünglich dem Versuch, illegal in Computersysteme einzudringen und gegen das System zu arbeiten. Mittlerweile werden Hacker von großen Firmen und Regierungsorganisationen sehr geschätzt. Damit bekam Hacken etwas Legales und ist staatlich akzeptierte Praxis. In der Fälscherhochburg Hongkong organisiert Denny gemeinsam mit elf chinesischen Künstlern die Ausstellung "Hack Space", in der neben der Geschichte der Internetpiraterie auch das Shanzhai Thema ist.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28.07.21
      02:55 - 03:25 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Simon Denny ist einer der international bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Neuseelands. Er befasst sich in seiner Kunst mit dem Hacken von Informationen, ursprünglich dem Versuch, illegal in Computersysteme einzudringen und gegen das System zu arbeiten. Mittlerweile werden Hacker von großen Firmen und Regierungsorganisationen sehr geschätzt. Damit bekam Hacken etwas Legales und ist staatlich akzeptierte Praxis. In der Fälscherhochburg Hongkong organisiert Denny gemeinsam mit elf chinesischen Künstlern die Ausstellung "Hack Space", in der neben der Geschichte der Internetpiraterie auch das Shanzhai Thema ist.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Heinz Peter Schwerfel

      Von der Internetpiraterie zur Produktpiraterie: Welche Macht haben Hacker in Zeiten des technologischen Wachstums? Mit dieser Frage befasst sich der neuseeländische Künstler Simon Denny, der sein Land 2015 auf der Biennale in Venedig vertrat. Simon Dennys Projekt "Secret Power" hinterfragte die Beziehung von Wissen und Geografie vor dem Hintergrund der Post-Snowden-Welt. Ausgangspunkt dieser Arbeit war der Gedanke, wie unsere Welt von den mächtigen Staaten entworfen und gestaltet wird und wie sich komplexe, nachrichtendienstliche Systeme zu erkennen geben.

      2016 setzte Denny seine Erkundung moderner Technologien fort und stellte erstmals in China aus. Denny hat sich bewusst für Honkong als Veranstaltungsort entschieden. Es liegt nahe bei Shenzhen, wo das Hacken und die Produktpiraterie Alltag sind. Die spielerischen Kunstobjekte der Ausstellung "Hack Space" - vor allem Dennys von senkrechten, hochleistungsstarken Computergehäusen inspirierten Skulpturen - beleuchten die Geschichte des Hackens.

      Seine Ästhetik ist teils von Graffitis inspiriert, einer Sprache, die an die schnell hingeworfenen Skizzen von Hackern erinnert. Außerdem beleuchten elf chinesische Künstler im Rahmen der Ausstellung eine typisch chinesische Variante der Kultur des Kopierens: das sogenannte Shanzhai.  Es ist eine Art Copyright-Diebstahl und ermöglicht die Herstellung von billigen Hightech-Produkten wie etwa von Smartphone-Plagiaten.

      "Indem wir in der virtuellen Welt die Regeln missachten, erhalten wir mehr Kontrolle über sie", so Simon Denny. Hacken war in seinen Anfängen eine Art Guerilla-Denken, inzwischen ist es zu einem sehr nützlichen Werkzeug für die Entwicklung und Innovation mächtiger Firmen wie Google und Facebook und Regierungsorganisationen wie der NSA geworden. In der Sendung kommen der Kurator Hans-Ulrich Obrist und die chinesische Künstlerin Cao Fei zu Wort. Simon Denny erläutert, in welcher Form Hacker sich inzwischen unseres Alltags bemächtigt haben.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28.07.21
      02:55 - 03:25 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.06.2022