• 27.11.2022
      09:15 Uhr
      Sieben Jahre Deutschland Mein Versuch eine 'Alman' zu werden | tagesschau24
       

      Sieben Jahre ist es her, dass Mayss Shehawi nach Deutschland gekommen ist. Das war 2015. Für sie führte der Weg vom Libanon über das Mittelmeer und über die Balkanroute. Schließlich endete er in einer Flüchtlingsunterkunft in Finsterwalde. Heute lebt die 30-Jährige in Hamburg, ist Journalistin beim NDR und hat es geschafft. Geschafft, sich ein selbstbestimmtes Leben in der Fremde aufzubauen, die Sprache zu lernen. Bald wird sie deutsche Staatsbürgerin sein.
      Eine Suche nach Antworten nach sieben Jahren des Zusammenlebens.

      Sonntag, 27.11.22
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Sieben Jahre ist es her, dass Mayss Shehawi nach Deutschland gekommen ist. Das war 2015. Für sie führte der Weg vom Libanon über das Mittelmeer und über die Balkanroute. Schließlich endete er in einer Flüchtlingsunterkunft in Finsterwalde. Heute lebt die 30-Jährige in Hamburg, ist Journalistin beim NDR und hat es geschafft. Geschafft, sich ein selbstbestimmtes Leben in der Fremde aufzubauen, die Sprache zu lernen. Bald wird sie deutsche Staatsbürgerin sein.
      Eine Suche nach Antworten nach sieben Jahren des Zusammenlebens.

       

      Sieben Jahre ist es her, dass Mayss Shehawi nach Deutschland gekommen ist. Das war 2015. Für sie führte der Weg vom Libanon über das Mittelmeer und über die Balkanroute. Schließlich endete er in einer Flüchtlingsunterkunft in Finsterwalde. Heute lebt die 30-Jährige in Hamburg, ist Journalistin beim NDR und hat es geschafft. Geschafft, sich ein selbstbestimmtes Leben in der Fremde aufzubauen, die Sprache zu lernen. Bald wird sie deutsche Staatsbürgerin sein.

      Auf den ersten Blick eine Erfolgsgeschichte gelungener Integration. Aber was ist in diesen sieben Jahren passiert? Was bedeutet es, anzukommen in einem Land, in dem alles neu und überfordernd ist? Wenn rassistische Begegnungen alltäglich werden? Und was bedeutet Integration überhaupt?

      2015 flohen 162.510 Syrer*innen vor Krieg und Diktatur nach Deutschland und stellten hier einen Asylantrag. Viele von ihnen könnten bald Deutsche sein. Zumindest auf dem Papier. Wie ihre Integration gelungen ist, darüber wird immer wieder diskutiert.

      Wer dabei wenig zu Wort kommt, sind die Menschen, um die es geht. In dem Film reisen die Autorinnen Alexandra Bidian und Mayss Shehawi mit der Bahn durchs sommerliche Deutschland. Sie besuchen die Etappen auf Mayss Shehawis Weg, suchen immer wieder das Gespräch mit Syrer*innen und Deutschen und reflektieren, was gut und was schiefgelaufen ist. Dabei treffen sie:

      Joudy, die mit 13 plötzlich in einer Schulklasse in Hann. Münden saß. Als einzige Geflüchtete, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Allein mit ihren Erinnerungen an einen Krieg, von dem die anderen in ihrer Klasse nichts wussten. Heute lebt sie in Berlin, studiert, hat den deutschen Pass und sucht ihren Weg zwischen den beiden Kulturen.

      Tareq, der in Bochum kurz nach seiner Ankunft eine Demo organisierte, um auf die Zustände in den Unterkünften aufmerksam zu machen. 2021 wollte er dann als erster Geflüchteter für den Bundestag kandidieren, zog seine Bewerbung aber zurück, weil der Druck, der Hass, der ihm entgegenschlug, zu viel wurden. Aber er gibt nicht auf, ist weiter politisch aktiv und möchte die Perspektive geflüchteter Menschen hörbar machen.

      Kauthar, die als eine der ersten Geflüchteten eine Ausbildung im Saarland beginnt und sie auch trotz der sprachlichen Hürden bewältigt. Die sich jetzt nichts mehr wünscht, als einen deutschen Pass zu haben, um zu wählen, um endlich Sicherheit zu haben und dazuzugehören.
      Eine Suche nach Antworten nach sieben Jahren des Zusammenlebens.

      Film von Alexandra Bidian und Mayss Shehawi

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      Sonntag, 27.11.22
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
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