• 08.03.2021
      21:15 Uhr
      Wie geht das? Ein Atomkraftwerk zurückbauen ARD-alpha
       

      Die Tage des Kernkraftwerks Unterweser im Landkreis Wesermarsch sind gezählt. Kraftwerkbetreiber PreussenElektra hat mit dem Abbau des im Jahr 2011 abgeschalteten Reaktors begonnen. Jedes einzelne Teil des Atomkraftwerks muss auf 80 Zentimeter zersägt und genauestens auf Strahlung untersucht werden. Etwa 15 Jahre wird der Rückbau dauern. Die Kosten belaufen sich auf circa eine Milliarde Euro. Die Reportage aus der Reihe "Wie geht das?" begleitet den Rückbaubeginn des einst leistungsstärksten Reaktors der Welt.

      Montag, 08.03.21
      21:15 - 21:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Die Tage des Kernkraftwerks Unterweser im Landkreis Wesermarsch sind gezählt. Kraftwerkbetreiber PreussenElektra hat mit dem Abbau des im Jahr 2011 abgeschalteten Reaktors begonnen. Jedes einzelne Teil des Atomkraftwerks muss auf 80 Zentimeter zersägt und genauestens auf Strahlung untersucht werden. Etwa 15 Jahre wird der Rückbau dauern. Die Kosten belaufen sich auf circa eine Milliarde Euro. Die Reportage aus der Reihe "Wie geht das?" begleitet den Rückbaubeginn des einst leistungsstärksten Reaktors der Welt.

       

      Die Tage des Kernkraftwerks Unterweser im Landkreis Wesermarsch sind gezählt. Kraftwerkbetreiber PreussenElektra hat mit dem Abbau des im Jahr 2011 abgeschalteten Reaktors begonnen. Die Dimensionen des Rückbaus sind gigantisch: Nach Berechnungen von PreussenElektra müssen insgesamt 675.000 Tonnen Abbruchmaterial entsorgt werden - davon rund 482.000 Tonnen Beton, Kabel und Stahl aus dem konventionellen Teil. Die Gesamtmasse des nuklearen Kontrollbereichs mit dem Reaktorgebäude und dem Hilfsanlagengebäude beträgt 193.000 Tonnen.

      Der Rückbau des Kernkraftwerkes erfolgt dabei von innen nach außen. Zunächst werden die höher radioaktiv belasteten Anlagenteile im Kontrollbereich abgebaut, um die Strahlenbelastung für das Personal so weit wie möglich zu reduzieren. Die Reaktorkomponenten werden unter Wasser zerkleinert. So wird die Strahlung abgeschirmt und ein Freisetzen von Staub in die Luft verhindert. Jedes einzelne Teil des Atomkraftwerks muss auf 80 Zentimeter zersägt und genauestens auf Strahlung untersucht werden. 98 Prozent der Bauteile sollen so in den natürlichen Wertstoffkreislauf überführt, also recycelt werden.

      Bürgerinitiativen sehen jedoch ein Sicherheitsrisiko und haben Bedenken, dass radioaktiver Schutt auf benachbarten Deponien landet. Sie wollen klagen. PreussenElektra verspricht dagegen größtmögliche Transparenz und verweist auf Erfahrungen im Kraftwerksrückbau. Die 180 Kraftwerksmitarbeiter freuen sich, dass es endlich losgeht. Etwa 15 Jahre wird der Rückbau dauern. Die Kosten belaufen sich auf circa eine Milliarde Euro. Die Reportage aus der Reihe "Wie geht das?" begleitet den Rückbaubeginn des einst leistungsstärksten Reaktors der Welt.

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