• 26.06.2022
      19:30 Uhr
      RESPEKT - Demokratische Grundwerte für alle! Geflüchtete 1. und 2. Klasse? | ARD alpha
       

      Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sind von dort in wenigen Wochen mehr Menschen nach Deutschland geflohen als im ganzen Jahr 2015. Anders als damals spricht aber kaum jemand von einer "Flüchtlingskrise". Woran liegt das? Haben wir aus Fehlern gelernt?
      Das Recht auf Asyl ist im deutschen Grundgesetz verankert. Aber welche Rechte hat ein Geflüchteter in Deutschland konkret? RESPEKT-Moderator Ramo Ali, selbst aus Syrien nach Deutschland geflohen, will wissen: Gibt es Geflüchtete 1. und 2. Klasse? Werden Menschen abhängig von ihrer Herkunft besser oder schlechter behandelt?

      Sonntag, 26.06.22
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sind von dort in wenigen Wochen mehr Menschen nach Deutschland geflohen als im ganzen Jahr 2015. Anders als damals spricht aber kaum jemand von einer "Flüchtlingskrise". Woran liegt das? Haben wir aus Fehlern gelernt?
      Das Recht auf Asyl ist im deutschen Grundgesetz verankert. Aber welche Rechte hat ein Geflüchteter in Deutschland konkret? RESPEKT-Moderator Ramo Ali, selbst aus Syrien nach Deutschland geflohen, will wissen: Gibt es Geflüchtete 1. und 2. Klasse? Werden Menschen abhängig von ihrer Herkunft besser oder schlechter behandelt?

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Ramo Ali

      Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sind von dort in wenigen Wochen mehr Menschen nach Deutschland geflohen als im ganzen Jahr 2015. Anders als damals spricht aber kaum jemand von einer „Flüchtlingskrise“. Woran liegt das? Haben wir aus Fehlern gelernt?
      Das Recht auf Asyl ist im deutschen Grundgesetz verankert. Aber welche Rechte hat ein Geflüchteter in Deutschland konkret? RESPEKT-Moderator Ramo Ali, selbst aus Syrien nach Deutschland geflohen, will wissen: Gibt es Geflüchtete 1. und 2. Klasse? Werden Menschen abhängig von ihrer Herkunft besser oder schlechter behandelt?

      Dazu trifft der Moderator Mohamad, der die Unterschiede jeden Tag erlebt. 2015 ist er aus Syrien geflohen, heute betreut er im oberbayerischen Kirchseeon Geflüchtete aus der Ukraine. Anders als diese durfte er jahrelang weder arbeiten noch seinen Wohnort frei wählen. Was hält er davon, dass die jetzt geltende EU-Richtlinie zur vereinfachten Aufnahme 2015 nicht in Kraft gesetzt wurde? Maryna aus Kiew profitiert von den neuen Regeln. Bei ihrer Gastfamilie in Kirchseeon fühlt sich die Schauspielschülerin sicher und willkommen. Sie hat jetzt sogar ein Praktikum an der renommierten Falckenbergschule bekommen.

      Dass es nicht immer so läuft, erfährt der RESPEKT-Moderator von Rainer Schott, Geflüchtetenbeauftragter der Gemeinde Kirchseeon. Ohne private Initiative würde die Betreuung nicht funktionieren – doch die spontane, individuelle Hilfsbereitschaft kommt zunehmend an ihre Grenzen. Wie lässt sich die öffentliche Unterstützung Geflüchteter besser organisieren? Darüber spricht Ramo Ali auch mit Wiebke Judith, die sich als rechtspolitische Referentin von ProAsyl für die Rechte von Geflüchteten einsetzt. Sie kritisiert die anhaltende Ungleichbehandlung je nach Herkunftsland. Den aktuellen Fokus auf ukrainische Geflüchtete sieht sie als guten Moment, das Recht auf Schutz und respektvolle Behandlung auch für Menschen aus anderen Ländern zu verwirklichen.

      "RESPEKT" will dazu beitragen, Demokratie, Grund- und Menschenrechte nicht nur als abstrakte Begriffe zu verstehen, sondern als Werte des gemeinschaftlichen Lebens.

      Die Online-Videos und TV-Reportagen überprüfen Vorurteile und Klischees wie Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Homophobie oder Sexismus. Die Presenter Sabine Pusch, Rainer Maria Jilg und der aus Syrien stammende Schauspieler Ramo Ali treffen Menschen, die sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. Mit Ironie und in lockerem Ton zeigen sie, wie Grundwerte und Menschenrechte im Alltag gelebt werden können – und warum wir alle von einem solidarischen Miteinander profitieren. Umfragen mit Passanten ergänzen den Blick auf das jeweilige Thema. Eine "Zahlen und Fakten"-Rubrik hilft dabei, die unterschiedlichen Standpunkte zu beurteilen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.

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