• 28.11.2021
      19:30 Uhr
      RESPEKT - Demokratische Grundwerte für alle! Verrückte Normalität? Jung und jüdisch in Deutschland | ARD alpha
       

      Etwa 200.000 Menschen jüdischen Glaubens leben heute in Deutschland. Sie gehen zur Schule, zur Arbeit, spielen Fußball. Doch bei Jüdinnen und Juden denken viele nicht an diesen Alltag, sondern meist an den Holocaust. Warum? RESPEKT-Moderatorin Verena Hampl trifft junge jüdische Menschen, die ein lebendiges, vielfältiges Bild jüdischen Lebens in Deutschland vermitteln wollen.

      Sonntag, 28.11.21
      19:30 - 21:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Etwa 200.000 Menschen jüdischen Glaubens leben heute in Deutschland. Sie gehen zur Schule, zur Arbeit, spielen Fußball. Doch bei Jüdinnen und Juden denken viele nicht an diesen Alltag, sondern meist an den Holocaust. Warum? RESPEKT-Moderatorin Verena Hampl trifft junge jüdische Menschen, die ein lebendiges, vielfältiges Bild jüdischen Lebens in Deutschland vermitteln wollen.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Verena Hampl
      Moderation Verena Hampl

      Jüdisches Leben: Dabei denkt RESPEKT-Moderatorin Verena Hampl vor allem an koscheres Essen, an den Schabbat, Synagogen – oder an die weitgehende Vernichtung jüdischen Lebens Holocaust. Bis sie loszieht und junge Jüdinnen und Juden in ihrem oft verrückt normalen Alltag im heutigen Deutschland erlebt.

      Dazu besucht die Moderatorin etwa ein Sport-Girls-Camp, wo sieKrav Maga ausprobiert – einen modernen Selbstverteidigungssport. Was bedeutet jüdisch sein für die jungen Frauen dort? Was für den Münchner Rabbiner Israel Diskin? Und was für die queere Anna Fuhrmann, die mit der Initiative Keshet dafür kämpft, dass sich jüdische Gemeinden für LGBTQI* öffnen. Oder für Asaf Erlich, der in Israel geboren ist. Dort hat er sich kaum um jüdische Religion und Identität gekümmert. Bis er zum Arbeiten nach Deutschland ging und gefragt wurde, warum er ausgerechnet im Ex-Nazi-Land leben will. Sehr gläubig ist er immer noch nicht, aber jüdische Identität und Geschichte haben hier viel mehr Bedeutung für ihn bekommen. Er persönlich hat zwar keine Angst, erlebt aber, wie wachsender Antisemitismus bei vielen hier geborenen Jüdinnen und Juden ein alltägliches Gefühl der Bedrohung erzeugt.

      Gegen diese verrückte Normalität von Ausgrenzung und Angst kämpft Anna Fuhrmann auch in dem Projekt Meet a Jew. „Hey du Jude“ ist auf vielen Schulhöfen ein gängiges Schimpfwort – dabei haben viele junge Menschen null Kontakt zu Menschen jüdischen Glaubens. Um das zu ändern und um junge Jüdinnen und Juden sichtbar zu machen, gehen Meet a Jew-Teams an Schulen, in Vereine oder an Unis. Dort erzählen sie von sich, ihrer Religion und ihrem Alltag. Das Ziel: Begegnungen schaffen, Klischees und Vorurteile bekämpfen.

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