• 27.11.2021
      21:15 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Abu Mena (Ägypten) - Warten auf das letzte Wunder | ARD alpha
       

      Abu Mena war der größte christliche Pilgerort in Ägypten. Für ägyptische Christen, die Kopten, ist Abu Mena der wichtigste christliche Wallfahrtsort. Doch wie lange diese ehemalige Pilgerstadt für die Wallfahrer offen bleibt, ist ungewiss. Jahrhunderte lang schöpften die Könige von Abomey viel Reichtum und Macht aus dem Sklavenhandel, bis er Ende des 19. Jahrhunderts weltweit verboten wurde. Die Kolonisierung durch Frankreich beendete schließlich die grausame Herrschaft der Dynastie. Heute zeugen nur noch die Ruinen ihrer Paläste aus Lehm vom Prunk jener Könige - und von ihrer großen Grausamkeit beim Umgang mit den Sklaven.

      Samstag, 27.11.21
      21:15 - 21:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Abu Mena war der größte christliche Pilgerort in Ägypten. Für ägyptische Christen, die Kopten, ist Abu Mena der wichtigste christliche Wallfahrtsort. Doch wie lange diese ehemalige Pilgerstadt für die Wallfahrer offen bleibt, ist ungewiss. Jahrhunderte lang schöpften die Könige von Abomey viel Reichtum und Macht aus dem Sklavenhandel, bis er Ende des 19. Jahrhunderts weltweit verboten wurde. Die Kolonisierung durch Frankreich beendete schließlich die grausame Herrschaft der Dynastie. Heute zeugen nur noch die Ruinen ihrer Paläste aus Lehm vom Prunk jener Könige - und von ihrer großen Grausamkeit beim Umgang mit den Sklaven.

       

      Abu Mena war der größte christliche Pilgerort in Ägypten. Für ägyptische Christen, die Kopten, ist Abu Mena der wichtigste christliche Wallfahrtsort. Doch wie lange diese ehemalige Pilgerstadt für die Wallfahrer offen bleibt, ist ungewiss. Die ehemalige Wüstenlandschaft ist heute von Kanälen durchzogen. Der Nil wird von der ägyptischen Regierung kanalisiert. Die Mauern versalzen durch das ansteigende Grundwasser. Die unterirdischen Bauten, einst von Archäologen freigelegt, wurden wieder zugeschüttet. Es herrscht Einsturzgefahr. Das UNESCO-Denkmal Abu Mena steht auf der roten Liste. Es ist nur durch ein Ende der Nil-Kanalisierung zu retten.

      Sklaven gab es in Afrika schon lange bevor die ersten Weißen den schwarzen Kontinent betraten. Sklaven wurden den Fremden dort sogleich zum Kauf angeboten. Daraus entwickelte sich jener grausame Handel mit Millionen von Menschen, die meist von der afrikanischen Westküste, der noch heute so genannten Sklavenküste, verschleppt wurden. Ein glänzendes Geschäft war das nicht nur für die portugiesischen, holländischen und englischen Händler - sondern auch für die afrikanischen "Exporteure", darunter die Könige von Abomey. Jahrhunderte lang schöpften sie viel Reichtum und Macht aus diesem Handel, bis er Ende des 19. Jahrhunderts weltweit verboten wurde. Die Kolonisierung durch Frankreich beendete schließlich die grausame Herrschaft der Dynastie. Heute zeugen nur noch die Ruinen ihrer Paläste aus Lehm vom Prunk jener Könige - und von ihrer großen Grausamkeit beim Umgang mit den Sklaven. Recht bescheiden geht es dagegen beim heute amtierenden König von Abomey zu, der für Geld gern mit seinem Hofstaat vor Touristen posiert. Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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