• 30.09.2021
      21:45 Uhr
      Anderl trifft Nobelpreisträger Harald zur Hausen: Impfen gegen Krebs? | ARD alpha
       

      Fünf Prozent aller Krebserkrankungen weltweit gehen auf die Infektion mit Humanen Papillomviren zurück. Insbesondere Frauen sind davon betroffen. Einige Hunderttausend entwickeln jährlich weltweit Gebärmutterhalskrebs. Seit mehr als zehn Jahren gibt es aber eine vorbeugende Impfung. Sie hat nachweislich zu einem deutlichen Rückgang von krebserregenden Infektionen geführt.

      Harald zur Hausen beschäftigt sich schon seit den 1960er Jahren in seiner Forschung mit dem Zusammenhang von Viren und Krebserkrankungen beim Menschen.

      Donnerstag, 30.09.21
      21:45 - 22:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Fünf Prozent aller Krebserkrankungen weltweit gehen auf die Infektion mit Humanen Papillomviren zurück. Insbesondere Frauen sind davon betroffen. Einige Hunderttausend entwickeln jährlich weltweit Gebärmutterhalskrebs. Seit mehr als zehn Jahren gibt es aber eine vorbeugende Impfung. Sie hat nachweislich zu einem deutlichen Rückgang von krebserregenden Infektionen geführt.

      Harald zur Hausen beschäftigt sich schon seit den 1960er Jahren in seiner Forschung mit dem Zusammenhang von Viren und Krebserkrankungen beim Menschen.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Sibylle Anderl

      Die vermutete Verbindung zwischen Viren und Krebserkrankungen beim Menschen wurde lange Zeit von anderen Medizinern bezweifelt oder sogar belächelt. Zur Hausen ließ sich dadurch jedoch nicht beirren und verfolgte seine Arbeit zielstrebig weiter. Zu Beginn der 1980er Jahre schaffte er es, seine These zu bekräftigen: Er konnte mit seinem Forscherteam verschiedene Typen der Humanen Papillomviren identifizieren, die für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Seine Forschung, die als Pionierarbeit der Tumorvirologie gilt, ermöglichte neue Maßnahmen zur Prävention und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs, eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen, und führte im Jahr 2006 zur Einführung von HPV-Impfstoffen. Für seine Erkenntnisse wurde Harald zur Hausen zusammen mit der Französin Françoise Barré-Sinoussi und dem Franzosen Luc Montagnier 2008 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet. Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 2003 waren Harald zur Hausens Forschungen über die Ursachen von Krebs nicht beendet. Er forscht weiterhin mit seiner Arbeitsgruppe über die Verbindung von Rindfleischkonsum und der Entstehung von Dickdarmkrebs.

      Der Nobelpreis wird seit 1901 für außergewöhnlich bedeutsame Forschungsergebnisse in den Fächern Physik, Chemie und Physiologie oder Medizin vergeben. Hinter jeder Ehrung stecken nicht nur revolutionäre wissenschaftliche Entdeckungen, sondern auch besondere Forscherpersönlichkeiten und nicht selten emotionale Entdeckungsgeschichten. In der Serie "Anderl trifft Nobelpreisträger" spricht Sibylle Anderl darüber mit Laureaten.

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