• 27.06.2022
      22:00 Uhr
      45 Min Geheimsache Wurst - Was essen wir da? | Radio Bremen TV
       

      Die Deutschen essen einfach gern Wurst: Mortadella, Salami, Lyoner, Leberwurst. Pro Person sind es am Tag durchschnittlich 80 Gramm Wurst, etwa vier Scheiben. Weniger wäre besser, wäre gesünder. Aber Wurst ist ein Massenprodukt. Noch nie war sie so günstig, beim Discounter kosten 200 Gramm Geflügelmortadella gerade einmal knapp 90 Cent.
      "45 Min" fragt: Was ist in der Billigwurst eigentlich drin? Experten fürchten, Billigwurst werde oft gepanscht.

      Montag, 27.06.22
      22:00 - 22:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Die Deutschen essen einfach gern Wurst: Mortadella, Salami, Lyoner, Leberwurst. Pro Person sind es am Tag durchschnittlich 80 Gramm Wurst, etwa vier Scheiben. Weniger wäre besser, wäre gesünder. Aber Wurst ist ein Massenprodukt. Noch nie war sie so günstig, beim Discounter kosten 200 Gramm Geflügelmortadella gerade einmal knapp 90 Cent.
      "45 Min" fragt: Was ist in der Billigwurst eigentlich drin? Experten fürchten, Billigwurst werde oft gepanscht.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Julian Prahl
      Autor Julian Prahl
      Redaktion Kathrin Becker
      Produktion Tim Carlberg
      Redaktionelle Leitung Kathrin Becker

      Die Deutschen essen einfach gern Wurst: Mortadella, Salami, Lyoner, Leberwurst. Pro Person sind es am Tag durchschnittlich 80 Gramm Wurst, etwa vier Scheiben. Zu viel, meinen WissenschaftlerInnen. Die Hälfte davon oder noch weniger wäre besser, wäre gesünder. Aber Wurst ist ein Massenprodukt. Noch nie war sie so günstig, beim Discounter kosten 200 Gramm Geflügelmortadella gerade einmal knapp 90 Cent.

      "45 Min" fragt: Was ist in der Billigwurst eigentlich drin? Experten fürchten, Billigwurst werde oft gepanscht. Es würden minderwertige Fleischreste und Wasser dabei verarbeitet, mit Zusatzstoffen schnittfest gemacht, um Gewicht in die Wurst zu bekommen. Eine flächendeckende Überwachung der Betriebe und Untersuchung der Produkte ist für die oft unterbesetzten staatlichen Kontrollbehörden kaum möglich. Stichproben von Produkten sind zu selten, um herauszubekommen, was fleischverarbeitende Betriebe tatsächlich in Wurst einarbeiten.

      Und auch äußerlich sieht man zu wenig: Deklarierungen auf den Verpackungen sind wenig transparent. Der Autor Julian Prahl untersucht in seiner Dokumentation, unter welchen Bedingungen produziert wird und welche möglicherweise auch bedenklichen Inhaltsstoffe in die Wurst gelangen.

      Dabei ist Wurst ein einfaches Produkt, das wenige Zutaten bräuchte. Biometzger meinen: Je günstiger eine Wurst, desto weniger Qualität steckt drin, desto mehr muss "nachgeholfen" werden mit Zusatzstoffen, Gewürzen oder Farbstoffen.

      Seit den Corona-Ausbrüchen in deutschen Schlachtbetrieben stehen auch die Arbeitsbedingungen in den Fleischschlachthöfen noch stärker in der Kritik: Denn den Preis für die billige Wurst zahlen die Tiere in der Massenhaltung und die LohnarbeiterInnen in den Schlachthöfen. Bliebe alles wie es jetzt ist, sprechen Experten weiter von Wurst als "graues Geheimnis". Doch vielleicht ändern sich demnächst wesentliche Punkte in der Produktion? "45 Min" macht sich auf Spurensuche innerhalb der "Blackbox Wurst".

      Film von Julian Prahl

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