• 03.07.2022
      10:15 Uhr
      Das Wirtshaus im Spessart Spielfilm Deutschland 1957 | MDR FERNSEHEN
       

      Komtess Franziska, das burschikose Töchterchen des Grafen Sandau, gerät im nächtlichen Spessart unter die Räuber. Sie lässt sich jedoch keineswegs ins Bockshorn jagen, sondern avanciert nach manchen Abenteuern sogar zum Burschen des edlen Räuberhauptmanns, der ihr viel besser gefällt als ihr ängstlicher Verlobter Baron Sperling.
      Liselotte Pulver spielt die weibliche Hauptrolle in Kurt Hoffmanns vergnüglicher Räuberpistole.

      Sonntag, 03.07.22
      10:15 - 11:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Komtess Franziska, das burschikose Töchterchen des Grafen Sandau, gerät im nächtlichen Spessart unter die Räuber. Sie lässt sich jedoch keineswegs ins Bockshorn jagen, sondern avanciert nach manchen Abenteuern sogar zum Burschen des edlen Räuberhauptmanns, der ihr viel besser gefällt als ihr ängstlicher Verlobter Baron Sperling.
      Liselotte Pulver spielt die weibliche Hauptrolle in Kurt Hoffmanns vergnüglicher Räuberpistole.

       

      Stab und Besetzung

      Komtess Franziska Liselotte Pulver
      Räuberhauptmann Carlos Thompson
      Baron Sperling Günther Lüders
      Gaukler Parucchio Rudolf Vogel
      Räuber Knoll Wolfgang Neuss
      Räuber Funzel Wolfgang Müller
      Peter Hans Clarin
      Polizeimajor Hubert von Meyerinck
      Felix Helmuth Lohner
      Zofe Barbara Ina Peters
      Räuberbraut Bettina Kai Fischer
      Graf Sandau Herbert Hübner
      Räuberkorporal Paul Esser
      Regie Kurt Hoffmann
      Kamera Richard Angst
      Drehbuch Heinz Pauck
      Günter Neumann
      Luiselotte Enderle
      Musik Franz Grothe

      Komtess Franziska ist mit ihrem Verlobten Baron Sperling unterwegs nach Würzburg, als ihre Kutsche im nächtlichen Spessart mit einem gebrochenen Rad liegen bleibt. Im Gegensatz zum ängstlichen Sperling zeigt die junge Dame sich nicht sonderlich beunruhigt, sondern folgt arglos dem Rat zweier Galgenvögel, in einem nahen Wirtshaus Quartier zu nehmen.

      Dieses ist natürlich eine Räuberhöhle, und das Gesindel hat es auf die Komtess abgesehen: 20.000 Gulden Lösegeld soll Graf Sandau für seine Tochter berappen. Als die Bande triumphierend abzieht, ahnt keiner der Burschen, dass man zwar eine echte Zofe, aber die falsche Komtess hat.

      Franziska hat nämlich heimlich mit dem jungen Wanderburschen Felix die Kleider getauscht und ist längst verschwunden. Als ihr Vater sich weigert, das Lösegeld zu bezahlen, und stattdessen das Räubernest vom Militär ausheben lassen will, treibt es die kecke Komtess allerdings zurück in den Schlupfwinkel der Bande.

      Verkleidet schafft sie es, Bursche des schmucken Räuberhauptmanns zu werden. Dieser gefällt ihr viel besser als der fade Sperling. Und so hat Franziska überhaupt nichts dagegen, dass er sie nach manchen aufregenden Abenteuern davor bewahrt, den ungeliebten Baron heiraten zu müssen.

      Die musikalische Komödie "Das Wirtshaus im Spessart", frei nach einer romantischen Räubergeschichte von Wilhelm Hauff entstanden, gehört zu den größten Erfolgen von Regisseur Kurt Hoffmann, der in der Dürreperiode des deutschen Nachkriegsfilms der 1950er-Jahre immer wieder für Lichtblicke auf dem Gebiet des Filmlustspiels sorgte. Alles passte: Die versierte Regie eines Mannes, der wie kaum ein anderer in Deutschland ein Gefühl für komisches Timing aufwies, die geschmackvolle Ausstattung von Robert Herlth, die exzellente Farbkamera von Richard Angst, eine glänzend aufgelegte Schauspielerriege, angeführt von Liselotte Pulver, die eine liebenswerte Mischung aus Burschikosität und mädchenhafter Romantik bietet.

      Dazu die Auftritte der beiden Kabarettisten Wolfgang Müller und Wolfgang Neuss als das Räuber-Duo Knoll und Funzel, die für reines Kinovergnügen sorgen. Und nicht zuletzt sind es die spritzigen Melodien von Franz Grothe, die den Erfolg ausmachten.

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